ysabell
Gast
Zitat:Gerade ein narzisstisches Verhalten, ich meine ein echtes, nicht bloß gemutmaßtes, ist dermaßen auffällig, daß es gar nicht zu übersehen ist, aber eben so wunderbar schmeichelhaft und zugleich herausfordernd. Ebenso spricht die ganze Biografie eine sehr deutliche Sprache, selbst wenn diese nicht in Einzelheiten geoffenbart wird. Es taucht ja in aller Regel sehr schnell irgend etwas Großartiges auf, sei es eine großartige Leistung, Reichtum, bedeutende Positionen, mit dem angegeben wird, sei es ein großartiges tiefes ewiges Leiden und Verunglücken und Verkanntwerden, sei es ein großartiges Interesse am anderen, eine Verherrlichung des anderen, sei es ein manifester Größenwahn. All das entgeht einem ja nicht - aber man findet halt seinen Gefallen daran, und das liegt durchaus an einem selber.
aber nicht alle Menschen, die großartige Leistungen erbrachten, sind Narze; nicht alle Unempathen sind Narze, so haben ja auch z.B. Autisten wenig Empathie, soweit ich weiß. Usw.
Und was ist ein großartiges Leiden? Es gab und gibt viele sehr leidende Menschen, die nicht narzisstisch waren, sind. Und was ist mit schwer Depressiven?
Auch wurden doch wirklich so manche Menschen, z.B. Künstler zu Lebzeiten verkannt und litten darunter, schon allein aus finanziellen Gründen. Manche gaben sich die Kugel. Schaut man in diese Biografien, entdeckt man manchmal sogar sehr großes Leiden. Das würde ich nicht automatisch mit großartigen Leiden gleichsetzen.
Und ein bisschen verherrlicht man doch immer bei starker Verliebtheit. Ich selbst tue das wenig, himmle nicht an, sehe im Mann nicht den Heilsbringer und solche Dinge, aber natürlich sieht man etwas ganz besonderes im Liebling
Gerade fällt mir auf, dass ich die Männer, die ich liebte, heute noch immer so sehe, wie damals, als ich mich verliebte, nur eben ohne Liebesgefühle. Heißt doch, dass meine rosarote Brille sie nicht verzerrte
Falls jemand Lust auf ein interessantes Interview hat:
Mein Fazit: ich bin im falschen Jahrhundert in die Welt gesetzt worden
p.s. @Ema
Um Dich geht`s auch in dem Interview

Tja, nun passen die Zeilenabstände etc. überhaupt nicht mehr, aber macht nichts! Es wird trotzdem schön. Du bist nun gedanklich auf ewig mit diesem Gedicht verwoben

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