@pferdediebin
Wie man an Deinem Chef-Beispiel sieht, kann man ja auch mit einem Narz, Lackaffen, Schnösel oder wie man es auch nennen will recht problemlos umgehen, ja findet sein Verhalten und Auftreten zumindest teilweise sogar lustig. Also scheint es ja so schwierig nicht zu sein, solange man den persönlichen Abstand wahrt und nicht die emotionale Verblendung einsetzt.
@ysabell
Ok, dann versuche ich mich noch dünner zu machen - obwohl mir, ehrlich gesagt, die Oberwasserpferdchen ja lieber wären als die Unterwasserpferdchen. Aber was soll man ausrichten gegen eine solche geballte weibliche Dominanz?
Das kann auch sein, daß das gewitzte Kerlchen die tripolare Persönlichkeitsstörung erfunden hat.
Es muß ja nur einleuchtend sein und möglichst viele Symptome beinhalten, die möglichst viele an sich oder anderen entdecken.
Es gab ja auch einmal das Sissy-Syndrom, das sich meines Wissens aber schließlich als Rohrkrepierer erwiesen hat (ähnlich wie ich mit meiner mangelnden Hingabe und Flutschigkeit

).
Disease Mongering und dazu noch das richtige Disease Management machen sich bezahlt. Da könnten die guten alten Bader aus früheren Zeiten, die lediglich mit Gicht, Zahnweh und Verstopfung zu tun hatten, vor Neid nur erblassen.
Das habe ich auch noch in Erinnerung, daß er ein ausgesprochen beliebter Arzt war, aber von den Behandlungsmethoden weiß ich nur, daß sie nicht eben konformistisch waren, verhaltensauffällig sozusagen

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Dann werde ich mich einmal in eine delierende Melancholie fallen lassen und mich auf den Weg nach Prix Goncourt machen. Besser, 10.- Euro in Form eines Dokuments abgeräumt als 100.- Euro in Form eines Strafmandats

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Ja, so kann man das sagen: woran wir glauben, das hat auch seine Wirkung. Vorausgesetzt, der Glaube packt uns auch am richtigen Schopf. Das ist manchmal gut und kann nahezu Unglaubliches hervorbringen, manchmal kann es aber auch zum Tode führen. Nocebo-Effekte sind ja nicht schwächlicher als Placebo-Effekte.
(Dazu später noch eine Geschichte.)
Ich kann mich noch erinnern an Dein Telefonat im offenbar übertakteten Schlafmodus. Und nun hast Du es sogar schwarz auf weiß, daß Du tatsächlich angerufen hast. Ich hoffe, das hat Dich nicht gleich wieder in verstärkte Aufregung versetzt und Du meinst nun nicht, an einem porösen Selbst zu leiden

! So spannend es ist, so unbedenklich ist es auch.
@Ema
Ja, ich bin gestern ganz spontan dazu inspiriert worden, einen solchen befreienden Rundumschlag zu schreiben, damit sich zumindest meine Dunkelheit endlich etwas aufhellt und der Nacht des Wissen etwas morgenrosig zumute wird.
Und natürlich bekommst Du es dann zu lesen! Ein paar Belegexemplare werde ich hoffentlich herausschlagen können!
Ich wollte es ja gestern schon schreiben, habe mich aber nicht getraut - Deine Komplimente sind Honig auf meinen Flügeln

. Also sollst Du auch mitnaschen

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Ich weiß nicht, ob es tatsächlich gelänge, alle Leiden und Dämonen in Luft aufzulösen, fände man nur ihren richtigen Namen. Alles, was einen Namen hat, wird zu einem "Ding", das ist, was man glaubt, daß es sei. Der undurchschaute Konstruktivismus zaubert ja alles in die Welt, was es nur in die Welt zu zaubern gibt, ist es erst namentlich dingfest gemacht. Besser wäre vielleicht, gleich alles, was es so an Leiden und Dämonen gibt, Rumpelstilzchen zu nennen. Allerdings ohne angehängtes Syndrom - sonst bekommt es seine eigene, erst wieder verhängnisvolle Magie.
Voodoo-Priester, Arzt, Therapeut, Handaufleger, Hellseher usw. - das ist halt oft die Frage. Eine reine Frage des pesönlichen Geschmacks, wie mir scheint, des größten Vertrauens. Abgesehen von akuten Notfällen würde ich mich für die ungefährlicheren Methoden entscheiden. Denn ich glaube nicht, daß ein chemischer Eingriff die Ursache eines Problems beheben kann, ja ich würde eher die Gefahr sehen, daß es dadurch nur symptomatisch abgedrängt wird und womöglich in einer anderen, bedenklicheren Form wieder zum Vorschein kommt.
Aber weil Du Voodoo erwähnst: Ich habe einmal von einem Fall gehört, bei dem ein Tourist zufällig und unabsichtlich in ein magisches Ritual geplatzt ist, das Eingeborene gerade durchgeführt haben, wodurch er es "entweiht" hat. Daraufhin ist er mit einem Fluch belegt worden, der seinen Tod an seinem nächsten Geburtstag zur Folge haben sollte. Er hat das natürlich nicht ernst genommen und hatte dieses wunderliche Ereignis auch bald danach wieder vergessen. Wenige Wochen vor seinem Geburtstag ist er dann erkrankt, in ein Spital gekommen, es konnte keine Ursache gefunden werden für den sich immer weiter verschlechternden Zustand. Bis der Patient dann von diesem Vorfall erzählt hat. Ein Arzt ist dann auf die Idee gekommen, ihn in künstlichen Tiefschlaf zu versetzen, und als er nach seinem Geburtstag dann aus dem Tiefschlaf geholt worden ist, war er wieder vollkommen genesen.
Ja, damit hast Du ganz recht: Bei Wahlen stehen nur Narzissten zur Auswahl, wenn derzeit noch mit graduellen Unterschieden (obwohl ich in dem Fall nicht die Politik meinte, sondern das Privatleben, aber egal). Und ich fürchte auch, daß sich der Trumpismus immer mehr ausbreiten und durchsetzen wird, zumindest in der westlichen Welt. Das liegt aber weniger an den Trumpisten selber, sondern an der Dummheit des Volkes, die nicht und nicht nachlassen will. Und Österreich steht da wieder einmal ganz an vorderster Front

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Übrigens: mit poetischer Prädisposition könnte ich auch dienen, ja sogar mit präpoetischen Dispositionen und, wenn es das Vergnügen vertieft, zudem auch noch despotischer Positionspoetik. Im poetischen Bereich sind mir kaum Grenzen gesetzt

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@prisma
Vor allem kommt man kein Stück weiter, wenn man diesen allereinfachsten Weg der Schuldzuweisungen geht. Solange man das nötig hat, ist man noch weit von sich entfernt, ein Herumtreiber in fremden Revieren, ein Treibgutfischer in der allgemeinsten, banalsten Flußuferlichkeit, an der alles herangeschaukelt kommt, was in Wahrheit niemand brauchen kann.
Bei dieser gruppendynamischen Einteilung muß ich mich eindeutig als Omega-Tierchen outen

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Wo es Fortschritte gibt, gibt es auch Rückschritte. Solange man sich davon nicht beirren läßt, wird man zuletzt auch ans Ziel kommen.
@Tempi
Ich habe allen Ernstes gelesen: "Streiche:
Mich, setze:Hirn". Und habe nun mehr oder weniger den ganzen nächtlichen Abend darüber nachgedacht, was das zu bedeuten haben könnte. Ich hatte schon befürchtet, nun seist womöglich auch Du völlig verkopft

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Nachdem ich meinen Lesefehler nun bemerkt habe, wühle ich mich richtig erleichter!
(Streiche: wühle, setze: fühle.)