Zusammenfassung meiner Beziehung:
- Von meiner Partnerin wurde immer reflektiert, alle Probleme kämen von außerhalb der Beziehung und hätten nichts mit uns zu tun. Unsere Beziehung sei in Ordnung
- Reha wegen somatoformen Schmerzstörungen. Auch diese rührten aus einer früheren Beziehung, hätten nichts mit mir zu tun und traten auch unabhängig von mir auf
- Unsere Beziehung wurde, von mir gefühlt, während der Reha inniger. Wir sahen uns zwar seltener, das war jedoch wesentlich intensiver
- Am Anfang wollte Sie, das ich ein Wochenende bleibe, also über Nacht. Der Psychotherapeut hielt das für keine gute Idee (wtf? Sie wollte das nicht erklären!), also nur Treffen an jeweils einem Wochenendtag, von Ihr so gewünscht.
- Nach 5 Wochen Reha hat Sie gemeinsamen Bekannten erzählt, Sie würde einen radikalen Schnitt in Ihrem Leben machen. Ich wußte nichts davon. Mir erzählte Sie während den ersten 6 Wochen in der Reha würde für Sie nichts rausspringen, das bringe Ihr nichts.
- Die Reha wurde von 6 auf 7 Wochen verlängert
- Nach 6 Wochen Reha, Sie verbrachte noch einen Tag bei mir den Sie mit "Sie liebe mich und habe den Tag mit mir sehr genossen" abschloß, sogar noch einmal zusätzlich auf dem Weg zu Klinik schriftlich per WhatsApp nachgeschoben, kam 3 Tage später, Sie hätte das obligatorische "Abschiedstief" erwischt und brauche Zeit für sich. Sie wolle mich am letzten Wochenende der Reha nicht sehen. Es habe alles mit Ihr selber und Ihren alten Beziehungen zu tun, es hätte nichts mit mir zu tun, Sie liebe mich und kriege das in den Griff. Antwort von mir: Du kriegst die Zeit, ich lasse Dich in Ruhe. Wenn es was mit uns zu tun hat müssen wir halt reden, ich bin zuversichtlich, wir kriegen alles hin, weil wir uns lieben. Wieder: Es hat nichts mit uns zu tun.
- Kommunikation wurde immer eisiger, irgendwann kam auf "Ich liebe Dich" von Ihr nur noch "Ich weiß das".
- Für den Tag der Abholung habe ich mir extra Urlaub genommen. Wollte Sie abholen, mit Ihr einen sonnigen Tag geniessen, essen gehen und den Abend geniessen und die Nacht mit Ihr verbringen. Auf meine Frage ob ich Ihr Haus vorheizen solle kam nur: "Nicht nötig, ich habe noch einen Arzttermin und wenn ICH zurückkomme ist es schon warm". Klare Ansage.
- Abholung von der Reha nach 7 Wochen, eiskalte Begrüßung. Ich fragte im Auto, ob ich Ihre Hand halten dürfe, Sie bejahte das. Es war gefühlt einseitig. Anhalten an einem See nach einer schweigenden Autofahrt. Sie müsse sich erst sortieren, es kam so viel hoch, Sie habe die Beziehung zu mir ja nicht beendet, es liegt nicht an mir, es liege an Ihr.
- 3 Tage später: per WhatsApp! Bitte um Treffen an einem neutralen Ort! Auf meine Bitte sofort und nicht erst am nächsten Tag
- Treffen, 1,5 Wochen nach der ersten Hiobsbotschaft. Sie macht innerhalb von 30 Minuten mit mir Schluß. Kernaussagen: Viele Dinge hochgekommen, hat nichts mit mir zu tun, braucht Zeit für sich. Auf mein Angebot, Ihr die Zeit zu geben und Ihr den Rücken zu stärken kam nur, Sie müsse das alleine lösen. Ausserdem habe Sie die letzten drei Tage unsere Beziehung durchdacht und sei zu dem Schluß gekommen, daß Ihre Gefühle nicht mehr für eine Beziehung reichen. Frage von mir, ob eine anderer Mann im Spiel sei. Sie verneinte entschieden. Ich merkte, das Sie komplett dicht macht, Sie hörte mir nicht aufrichtig zu. Daraufhin von mir: Dann gibt es wohl nichts mehr zu sagen, Sie meinte, sie sehe das auch so. Ich machte Ihren Schlüssel ab, Sie streckte mir meinen schon vorbereitet entgegen mit dem Satz: "Und Deine Sachen habe ich auch schon im Auto".
- Am nächsten Tag Frage von mir, wo Sie Ihre Klamotten hinhaben will: Zu Ihrer Freundin, Ihrer Mutter oder ob ich Sie Ihr bringen soll. Sie meinte, zu Ihrer Mutter, dann müsse ich Sie nicht sehen. Ich meinte daraufhin, ich bin erwachsen und Sie solle sich nicht um meine Angelegenheiten kümmern. Ich kann das verkraften.
- Am Mittwoch darauf Anruf von mir bei Ihr mit Bitte um Erklärungen. Es fielen nur Worte wie "Sie wollte mich nicht warmhalten", "Sie braucht Zeit für sich", "Es hat nicht mit Dir zu tun", "Es gibt keinen anderen Mann", "Sie wisse, daß Sie sich wie ein Teenager aufführe, aber Sie käme sonst nicht von mir weg". Ich hatte noch Klamotten gefunden. Die solle ich "eine lange Zeit aufheben und mich dann vorher ankündigen".
- Am Montag darauf lies ich Sie wissen, daß ich die Beziehung für mich noch nicht als beendet sehe. Ich sagte Ihr erneut, das ich Sie liebe und daß ich ein Gespräch erwarte und solange "ruhig halten" werde und die Beziehung als nicht beendet sehe, bis Sie mit mir gesprochen hat.
- Sonntag den 16.03. fuhr ich zu Ihr, nach 5 Wochen absoluter Funkstille. Ich wollte unseren Status klären, wissen, wie ich bei Ihr im Kurs stehe. Sie ging mit Ihrem neuen Freund spazieren. Es war ein Pfleger aus der Klinik.
- Bei einem Anruf danach, als die erste unsagbare Wut verraucht war, sagte Sie nur, ich wäre ja selber schuld, Sie hatte die Beziehung ja beendet und ich das nicht akzeptiert. Faktisch hat Sie recht.
- Sie meinte weiterhin, die Beziehung hätte für Sie schon lange einen Knacks, das hat Sie erst in der Therapie erkannt. Sie konnte mit mir nie reden weil ich so ein dominater Mensch bin.
- Sie ergänzte, Sie hätte sich in der Beziehung angepasst und alle Ihre Wünsche untergeordnet, das habe Sie erkannt. Sie konnte die Wünsche nicht wirklich benennen, zumindest materielle und organisatorische Wünsche haben wir besprochen und meist nach Ihren Vorstellungen gelöst oder Kompromisse gefunden.
- Auf die Frage, weshalb ich Ihre restlichen Klamotten "lange aufheben" sollte kam nur: "Ich wollte Dir nicht zumuten mich zu sehen!" Arg! Schon wieder!
Fazit für mich: Ich hatte eine Partnerin, die mir eine gute Beziehung vorgaukelt, weil Sie Angst hatte, mit mir zu reden. Letzten Endes hat Sie sich genauso feige aus der Beziehung verpisst wie Sie sie geführt hat. Ihre Probleme scheint Sie offensichtlich nicht anzugehen, hat Sie doch einen neuen Mann am Start der jetzt vermutlich einen Großteil Ihrer Aufmerksamkeit beansprucht. Das dieser Mann ein Pfleger der psychosomatischen Klinik ist, in der Sie stationiert war, hinterläßt einen merkwürdigen Geschmack, besonders, was den Pfleger betrifft. Das ist eine, meiner Meinung nach, Grenzüberschreitung die ihresgleichen sucht und hat mit "wo die Liebe hinfällt" genauso wenig zu tun wie ein Lehrer-Schüler-Verhältnis, zumal das Verhältnis ja schon mit "privatem Kaffeetrinken" während der Therapie begann.
Das war die Kurzform. Ich denke, ich habe alles Wichtige erfasst. Sonst werde ich den Beitrag erneut ergänzt posten.
Manfredus, 18.03.2014