Zitat von Igelfisch: Die andere ist nicht mehr verfügbar, nu isser in seiner Männlichkeit verletzt und will sich bei Dir aus heulen und so vielleicht Dein Mitleid erregen und vielleicht auch wieder einen Fuß in die Tür kriegen.
Glaube ebenfalls ihm wird langsam bewusst das er sich da in eine "Schall-und-Rauch" - Nummer verrannt hat. Jetzt schwimmen ihm alle Felle davon: Die Ehefrau erfolgreich losgeworden und dann lässt ihn die verheißungsvolle Neue trotzdem abblitzen. Ohne das warme Nest der Arbeitskollegin bei der man sich so gut aufgehoben fühlt, sind die Konsequenzen des Familienverlustes dann doch ungemütlicher als er tragen möchte.
Vor allem seine Nachricht an die TE. Woher kommt den plötzlich das "dringende" Bedürfnis sich der TE mitzuteilen, wo er es vorher doch kaum erwarten konnte das sie und die Kinder ausziehen? Auf mich wirkt das eher wie der hilflose Versuch irgendwas bei der TE zu retten um am Ende doch nicht alleine dazustehen.
Zitat von Kamikazediebin: er saß die ganze Zeit im Abstellraum auf Ner Matratze und kam zum Glück nicht raus.
😂😂😂Um die Weihnachtszeit schauen wir bei uns immer alle Harry Potter Teile. Musste grade echt lachen, weil mich das so an die Besenkammer erinnert in der Harry schlafen musste. Sry.
Zitat von Kamikazediebin: Ich hoffe das macht iwas mit ihm, diese komplette Ablehnung gegen ihn und dass er auch morgen bei dem 1. Geburtstag nicht erwünscht ist.
Das macht etwas mit ihm, ganz sicher.
Zitat von Kamikazediebin: Wie lange zieht man das wohl durch? Merkt man wenn man das ändern will oder muss?
Setz dir kein Zeitlimit, sondern hör auf dein Gefühl.
Die Zeit die es braucht, braucht es dann eben.
Zitat von Kamikazediebin: Und er wollte bei der Bank anrufen, was er bisher nicht getan hat und hat auch immer noch keine Wohnung - versteh ich nicht.
Zu dem Beitrag.
Ihr seid
beide im Ausnahmezustand, auch wenn du dabei weniger Mitspracherecht hattest.
Du dachtest ihr lebt euer Familienleben, mit allen Höhen und Tiefen, weiter und steht alles zusammen durch.
Er dachte er geht aus einer Beziehung die ihn nicht mehr richtig erfüllt und startet sein neues spannendes Leben, befreit von jeglicher Verantwortung, mit seiner neuen jung, dynamischen und ach so verständnisvollen Barbie.
In beiden Fällen: Pustekuchen.
Es gibt also die Trennung, das Ende eurer Paar Beziehung, eine kaputte Familie und geplatzte Lebensträume zu verarbeiten. (kurz und grob zusammen gefasst, ich schreib das nicht zum belehren, du weißt selbst am besten was da alles zerbricht)
Jeder Mensch hat da eine andere Art wie er mit solchen Themen/ Wendungen im Leben umgeht. Jeder von euch beiden hat da im Moment seine eigene Bewältigungsstrategie.
Da gibt es dich:
Zitat von Kamikazediebin: Ich habe mich innerhalb dieser vier Wochen um Wohnung inklusive Mietvertrag gekümmert, AWO kontaktiert, zwei Anwaltstermine ausgemacht, bereits Möbel besorgt und weitere organisiert, Arbeitgeber Kontaktiert, Kindergarten kontaktiert etc
Du hast entschieden aktiv zu werden. Du lässt nicht länger zu, dass du den Umständen um dich herum hilflos ausgeliefert bist, du reagierst nicht nur sondern agierst in erster Linie wieder sehr selbstbestimmt. Das ist großartig!
Du akzeptierst seine Trennung und das ermöglicht dir den ersten Schritt zum Fortschritt. Du kommst ins Handeln und in die Verarbeitung, du kümmerst dich um dich.
Du gewinnst die Kontrolle über dein Leben zurück.
Das Bedürfnis die Kontrolle zurück zu gewinnen in einer Situation die außerhalb deiner Kontrolle ist.
Dann gibt es als Bewältigungsstrategie noch dieses Beispiel:
Zitat von Kamikazediebin: Das komische ist auch, dass er sich quasi um nix kümmert, so als würde ihn das gar nicht betreffen.
Die Vermeidung.
"wenn ich so tue als betrifft es mich nicht, dann betrifft es mich vlt. wirklich nicht und alles wir von allein wieder gut."
Wie ein kleiner Junge der ganz fest die Augen zusammen kneift, zumindest bis Mami sich um alles gekümmert hat. Das ist eher die Verantwortung abgeben, weil die Last zu groß ist. Die Beschäftigung mit dem Thema setzt voraus eigene Verantwortung zu übernehmen, seine Anteile zu sehen und was er sieht gefällt ihm nicht. Sich damit zu beschäftigen bedeutet auch, dass die Situation real ist und eine Wirklichkeit/Ernsthaftigkeit hat die er im Augenblick nicht tragen kann.
Das wäre zumindest mal meine These.
Wie gesagt sein Verhalten war/ist unterste Schublade, aber ich glaube so langsam kriecht sein Hirn von der Leitplanke wieder heim und ihm geht so langsam ein Licht auf, dass er seine Familie für wirklich nichts verloren hat.