Zitat von trauer37:
Sorry aber das ist nun wirklich zu blauäugig gedacht. S. Neigungen können sich nicht verändern. Entweder man ist hetero oder gleichgeschlechtlich oder auch bi. Aber dass ein Mann, der vorher hetero war, auf einmal gleichgeschlechtlich wird, ist völlig naiv gedacht. Man hat eine Veranlagung, die kann sich sicherlich niemand aussuchen, und mal eben nach Bedarf oder Lust und Laune gleichgeschlechtlich werden. Die können sich nicht mal eben so "verändern", so wie man ein Kleidungsstück wechselt.
Wahrscheinlich hat der Mann es vorher versucht zu verdrängen, mehr oder weniger erfolglos. Gibt ja einige, die es sich nicht eingestehen wollen.
Aber die Neigung wird er schon immer gehabt haben.
Das stimmt, das war falsch ausgedrückt. Ich dachte auch eher an Bi, da ist es oft so, dass man mal mehr in die eine Richtung und dann doch wieder in die andere Richtung tendiert. Wahrscheinlich halte ich Elkes Mann auch eher für Bi (warum auch immer).
Wie auch immer: es ist nicht die Frage, warum er jetzt so ist, wie er ist. Viel wichtiger ist es, dass beide damit umgehen können. Er ist noch der gleiche Mensch, den Elke geheiratet hat. Er hat jetzt einen Umbruch in seinem Denken/Fühlen/Zulassen von vorhandenen Neigungen.
Ich kann mir vorstellen, dass das alles schwer ist für beide. Meine Ex-Schwiegermutter war verheiratet und hatte drei Kinder, als sie endlich in der Lage war, offen das ausleben zu wollen, was da schon in ihr war. Meine Ex-Schwiegereltern waren danach noch bis ans Lebensende meines Ex-Schwiegervaters miteinander verheiratet, haben füreinander gesorgt und sind immer gemeinsam bei allen Familienfesten gewesen, aber haben auch offen dazu gestanden, dass meine Schwiegermutter gleichgeschlechtlich ist. Das war für niemanden ein Problem, weder für die Kinder, noch Enkelkinder, Nachbarn etc. .
Hamburg halt. Ein bisschen liberaler, was das angeht. Was ich sagen will: das geht, man kann auch das als Paar aushalten. Aber man muss es eben nicht. Wenn einer darunter leidet, geht es nicht.