Zitat von Femira: Ich beziehe mich darauf, dass er wusste, dass sie nicht monogam bevorzugt.
Naja, in wieweit die TE da so deutlich war, wissen wir aus dem von ihr geschriebenen nicht.
Zitat von Waelderin: Zu Beginn unserer Beziehung kam das Thema Treue natürlich auf. Mir ist das nicht wichtig und ich brauche das nicht, habe ich klar kommuniziert.
Für mich ist „Treue ist mir nicht wichtig“ etwas anderes als „Ich bevorzuge nicht monogam/will eine offene Beziehung“ Da bleibt ne Menge Interpretationsspielraum

Zitat von Waelderin: Meinem Mann hingegen ist es wichtig und so haben wir uns auf ein monogames Beziehungsmodell geeinigt. War für mich damals ok, da dort auch Familiengründung im Vordergrund stand.
Fakt ist, sie haben sich auf ein monogames Beziehungsmodell geeinigt. Die TE offenbar vor allem deshalb, weil sie Kinder wollte. Es hat halt fast alles einen Preis.
Zitat von Femira: Sie haben sich auf monogam geeinigt und sie war es doch auch 12 Jahre lang.
Zitat von Femira: Jetzt möchte sie nicht mehr. Das ist doch okay. Die Situation ist ja jetzt eine andere.
Dass sie sich 12 Jahre lang an das vereinbarte Modell gehalten hat, ist für mich selbstverständlich. Sonst hätte sie ihn ja bewusst getäuscht, um ihre Ziele zu erreichen. Einen Orden bekommt sie von mir dafür nicht.
Ja, dass sie das jetzt nicht mehr möchte, ist okay. Sie muss das dann eben kommunizieren und mit den möglichen Konsequenzen leben. Muss ihr Mann ja auch. Das Leben ist nicht statisch, sondern besteht aus Veränderungen.
Allerdings möchte sie das ja nicht nur nicht mehr, sondern sie hat schon Optionen sondiert und potentielle Kandidaten für außereheliche Aktivitäten rekrutiert. Für mich ist das definitiv der zweite Schritt nach einem offenen Gespräch mit dem Ehepartner, in dem dieser erfährt, dass sie künftig nicht mehr monogam leben will und wird, und selber entscheiden kann.
Es ist super, wenn jemand für seine eigenen Werte und Vorstellungen einsteht. Das dürfen alle anderen aber auch.