Zitat von Scheol:Hat nichts mit Corona zu tun , aber ich wollte kein neues Thema aufmachen. Ich hatte vor ein paar Tagen gesehen wie der Füllstand der Gasspeicher ist. 37,5 % * Auch von NDR Data befragte Experten sehen derzeit keine Mangellage bei der Versorgung mit Erdgas: „Die Situation ist nicht entspannt, aber es gibt auch ...
Na mal schauen.
🤔 https://www.t-online.de/heim-garten/akt...assen.htmlEin Blick auf aktuelle Zahlen lässt aufhorchen – ein Eingreifen bleibt jedoch aus. Was hinter der Gelassenheit der Bundesnetzagentur steckt.
Die deutschen Gasspeicher sind insgesamt nur noch zu einem Drittel gefüllt (
36,77 Prozent). Noch liegt der Wert über den gesetzlichen Vorgaben, die einen Mindestfüllstand aller deutschen Speicher zum 1. Februar von insgesamt 30 Prozent vorsieht. Doch zum einen ist der Winter noch lang – die Heizsaison geht offiziell bis zum 31. März. Zum anderen haben sie sich in den vergangenen sechs Wochen um knapp 30 Prozent geleert. Setzt sich dieser Trend fort, sieht es für den März schlecht aus. Die Bundesnetzagentur sieht darin allerdings keinen Grund zur Sorge.
Zwar räumt die Behörde auf Nachfrage von t-online ein, dass der Gasspeicherfüllstand ein wichtiger Indikator für zusätzlich verfügbare Versorgungsabsicherungen sei. "Jedoch ist er in keinem Fall alleinig relevant." Deutschland verfüge über ausreichend Import- und Speichermöglichkeiten. Damit verweist die BNetzA auf die Rolle der LNG-Terminals, über die zusätzliche Mengen nach Europa bzw. Deutschland transportiert werden können. "Ebenso ist der Gasspeicherfüllstand in den anderen europäischen Ländern zu betrachten", so die Behörde.
Aber ein Blick auf die europäische Transparenzplattform AGSI+ zeigt: Auch hier sinken die Füllstände deutlich. Besonders bei Deutschlands Hauptlieferanten für Gas: In den Niederlanden liegen die Füllstände bei 30,28 Prozent, in Frankreich bei 35,57 Prozent und in Belgien bei 35,86 Prozent. Ob Deutschland angesichts dieser Zahlen weiterhin auf die Gaslieferanten setzen kann, wollte die Bundesnetzagentur nicht beantworten. Sie verwies stattdessen auf ihre Daten zur Entwicklung der Gasimporte.
Diese zeigen weiterhin weitestgehend konstante Importmengen. Bei LNG ist sogar ein leichter Anstieg erkennbar.
Doch gerade die LNG-Importe stehen seit mehreren Wochen in der Kritik. Denn meist handelt es sich um Flüssiggas aus den USA das Europa importiert. Es könnte so eine neue, einseitige Abhängigkeit entstehen, warnte zuletzt eine Studie.
Schreitet die BNetzA ein?
Trotz der aktuell schnell sinkenden Speicherstände will die Behörde derzeit nicht in das Marktgeschehen eingreifen. Denn "seit dem 1. Juli 2025 gilt die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas." Dabei handelt es sich um eine Art Beobachtungsmodus, in dem die Netzagentur keine Abschaltungen anordnet oder Quoten festlegt. Erst höhere Krisenstufen würden staatliche Maßnahmen erlauben.
Füllstand der Speicher: Was passiert, wenn Gas knapp wird?
Auch für mögliche Maßnahmen zur Speicherbefüllung im Sommer, um einer ähnlichen Situation im kommenden Winter vorzukommen, sieht die Bundesnetzagentur aktuell keinen Handlungsbedarf. Stattdessen verwies sie auf die Speicherbetreiber. "Die Vorsorge und Absicherung von Gasmengen (etwa im Rahmen von vertraglichen Verpflichtungen) obliegt den Händlern und Lieferanten." Diese könnten in unterschiedlicher Weise Vorsorge treffen. "Wie die jeweiligen Marktteilnehmer diese Vorsorge sicherstellen, liegt in ihrer unternehmerischen Verantwortung. Die Marktakteure entscheiden selbstständig über ihre Strategien."