Zitat von Blind-Meg: Und auch Psychologen können unsensible oder wenig enpathische Menschen sein.
Das stimmt.
Aber plausibles Verhalten darf man erwarten. Selbst "Irre" verhalten sich "in sich logisch".
Daher ist auch hier das Verhalten die Botschaft.
Als ich mal daran gezweifelt habe, ob mein Ex wirklich geglaubt haben könnte, dass ich Borderlinerin sei, und es deshalb überall rumerzählte, hat meine Therapeutin mich gefragt, ob er denn auch nur ein Mal mir gegenüber einen Verdacht geäußert hat oder Besorgnis wegen angeblich typischem Borderlineverhalten geäußert hat oder mal vorgeschlagen hat, dass ich das ärztlich abklären lasse.
Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
Hatte er nie.
Ganz im Gegenteil wollte ich wegen des Stresses auf Kur und er hat alles dafür getan, dass das nicht geht.
Wenn er wirklich an Borderline geglaubt hätte, wäre ja eine Kur eine Möglichkeit gewesen, dass diese angebliche Ursache mir von neutraler Seite nahegelegt wird.
Sein Verhalten war die Botschaft.
Es ging nicht darum, eine Krankheit bei mir zu erkennen und Hilfe für mich und die Familie zu bekommen.
Es ging darum, mich als Problem darzustellen und ihn als Opfer.
@Zauberei3
Schau Dir sein Verhalten an.
Plant er Urlaub für euch?
Schaut er Dir bei Zärtlichkeiten in die Augen?
Wenn Du einen Wunsch äußerst, reagiert er zugewandt oder genervt?
Oder macht er einfach nur weiter seinen Schuh und entfernt sich leise und regelmäßig von euch?
Zitat von Blind-Meg: Das finde ich richtig stark von dir, dass du diesen Schritt gegangen bist!
Wenn Dir Leute, die Du seit 5 Jahren weder gesehen, noch gesprochen hast, aus heiterem Himmel einen 6seitigen Brief schreiben, dass sie sich neulich zufällig mit Borderline beschäftigt hätten und darin ganz viel von Dir wieder erkannt hätten. Z.B. dass Deine Suchtneigung sich darin ausdrückt, dass Du zu Hause immer dasselbe trinken würdest. Und dann rufst Du da an und fragst, ob sie zufällig Kontakt zu Deinem Nochmann hatten. Und das wird verneint und gefragt, ob da denn was nicht in Ordnung sei. Und Dein Verhalten von vor 10 Jahren von vorne bis hinten pathologisiert wird (z.B. dass es ein typisches Borderline Symptom sei, dass der Ausbildungsort ein anderer als der Studienort sei und man nach der Ehe auch nochmal umgezogen, also "notorisch unstet" sei), dann fällst Du vom Glauben ab und fragst Dich, ob Du komplett wahnsinnig geworden bist oder er.
Der hat die ganze Zeit neben mir im Ehebett geschlafen, während die Verleumdungskampagne lief.
Ich hab das Bett als erstes weggeschmissen.