×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

2291

Mein Ehemann entwendet Gegenstände und leugnet es

N
Zitat von Blind-Meg:
Ich wüsste zu gern, wie es in der Ehe von wirklich ausschaut und wie hoch deren Berg ist.

Man kann nicht über verschwundene Dinge reden, Zauberei3 weiß nur so halbwegs, wie der Job des Ehemanns genau aussieht (war bei mir übrigens genauso. Klar wurde jede Abwesenheit irgendwie beruflich begründet. Aber ob er dann wirklich dort war, konnte ich nie wissen. Er hielt sich bedeckt und tat so, als würde es mich nicht wirklich interessieren, wenn ich fragte, oder als sei es nicht so interessant, um es zu erzählen). Und das 5jährige Kind würde noch nicht alleine bei Papa bleiben...

"Alles gut" heißt in vielen Ehen ja auch: Er trinkt nicht, er schlägt nicht, er geht arbeiten, zahlt die Rechnungen pünktlich, ist halt schweigsam und überlässt alles andere der Frau.

Ich hielt meine Ehe damals noch für rettbar, als mein Mann schon wochenlang nicht mehr mit mir geredet hat. Ich hab das damals meiner Mutter erzählt, die sich hinterher entschuldigt hat, weil sie dachte, dass er halt von sich aus keine Gespräche anfängt oder nur über Alltagssachen redet. Dass er wirklich kein Wort mit mir geredet hat, auf kein "Guten Morgen" reagiert hat und mir, wenn ich ihn gebeten habe, mir das Salz zu geben, es nur wortlos gab, konnte sie einfach nicht glauben. Es war für sie nicht vorstellbar, zumal wir ja auch ein kleines Kind hatten, mit dem er ebenfalls aufhörte zu reden, sobald ich den Raum betrat. Wenn meine Mutter da war, war er ganz normal, plauderte mit ihr und benahm sich mit gegenüber normal. Zu dem Zeitpunkt ging er sogar mit mir in die Eheberatung, weigerte sich aber auch da, im gleichen Raum wie ich zu sprechen. Wir hatten dann getrennte Termine mit dem Ergebnis, dass die Paartherapeutin mir sagte, ich erwarte von meinem Mann zu viel.
Es waren kafkaeske Verhältnisse.
Aber weil mir niemand sagte, wo eigentlich das Problem meines Mannes war. Ob ich irgendwas falsch gemacht hatte oder er krank ist oder vom Blitz getroffen wurde, konnte ich mit der Situation nicht umgehen. Wie soll man denn eine Familie auseinander reißen und einen Mann, den man vor kurzem noch geliebt und ein gemeinsames Kind bekommen und ihm jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat, rausschmeißen, weil "er nicht redet und Dinge verschwinden". Obwohl man ihn noch liebt. Und sogar zur Eheberatung mitkommt.
Das ergibt einfach keinen Sinn und man hat ja noch Arbeit, Kind, Alltag und hofft, dass der Spuk einfach genauso grundlos wieder aufhört, wie er angefangen hat. Dass man doch noch herausfindet, was denn los ist. Dass man eine gute Lösung findet und nicht nuklear werden muss. Dass alles nur ein Missverständnis oder eine seltene Krankheit ist und nicht Absicht und Psychoterror.

Wie willst Du denn jemandem erklären, warum Du die Trennung als einzigen Ausweg siehst, wo er doch offiziell gar nichts getan hat?
Da muss doch etwas vorgefallen sein. Oder man selbst übertreibt. Gibt's etwa schon einen Neuen. Oder ist einem einfach nur langweilig und man liebt das Drama. Er macht nach außen doch so einen normalen Eindruck. Da muss man sich doch geirrt haben und vielleicht ist man ja selber psychisch angeschlagen. Vielleicht sollte man mal selber in die Klinik, um das krankhaften Misstrauen heilen zu lassen. Kennt man ja von überarbeiteten Frauen, dass sie oft überspannt reagieren. Und so schlimm kann es doch gar nicht sein. Vielleicht fahrt ihr einfach mal gemeinsam in Urlaub und sprecht über alles. Willst Du wegen so einer Lapalie und ein paar Missverständnissen wirklich dem Kind den Vater nehmen.
Etc. pp.

Manche Frauen gehen lieber vor die Hunde als zu gehen. Entwickeln Autoimmunerkrankungen oder dröhnen sich mit Psychopharmaka zu. Oder sehen nur noch einen Ausweg.

Gerade die Unsinnigkeit der verschwundenen Gegenstände, die als gemeinsamen Nenner nur haben, dass sie als Symbol für die guten Zeiten und die Normalität einer Familie stehen (Urlaubsandenken, Kinderbücher, Hockeyschläger, Auflaufform, Wäsche, lila Bettlaken, neuer Fußabtreter), lassen mich vermuten, dass das kein Zufall ist.

x 11 #451


Catalina
@Abendrot @Nalf
Unfassbar, was ihr erlebt habt. 😳 So viel Bösartigkeit und Hinterf*tzigkeit und das vom eigenen Ehepartner, das muss zutiefst verstörend gewesen sein. Mir persönlich fällt es sehr schwer, die Gründe, die hinter solchem Verhalten stehen, nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach muss man schon ziemlich gestört sein, um einen anderen Menschen so fertigzumachen. Vor allem den eigenen Partner.

x 1 #452


A


Mein Ehemann entwendet Gegenstände und leugnet es

x 3


E
Zitat von Nalf:
Man kann nicht über verschwundene Dinge reden, Zauberei3 weiß nur so halbwegs, wie der Job des Ehemanns genau aussieht (war bei mir übrigens ...

... du trifft es auf den Punkt.
Genau so ist es.
DANKE! Danke, für deinen Blick in deine Seele... ich weiß es sehr zu schätzen...

(Und ich bin nicht alleine... ihr seid da "außen")

x 3 #453


Blind-Meg
Zitat von Nalf:
Wie willst Du denn jemandem erklären, warum Du die Trennung als einzigen Ausweg siehst, wo er doch offiziell gar nichts getan hat?

Ich musste meine Trennung niemandem erklären, obwohl auch bei uns "nichts vorgefallen" ist. Es schienen einfach alle anzunehmen, dass es schon einen Grund geben wird.

x 4 #454


Stella31
Zitat von Fenjal:
Tut man es trotzdem, tja, mea culpa,... eben nicht schon nach 1 Jahr des Kennens muss man schwanger werden

Hast du eigentlich auch irgendwann mal ne neue Platte laufen?

x 7 #455


Fenjal
@Stella31 seltsam ist, dass man eigene Versäumnisse oft nicht sehen möchte, nur, wenn man von anderen darauf hingewiesen wird, dass man, wie ich mich übrigens auch, sich selbst einmal hinterfragen sollte um selbstbezogene Verantwortung für private Missstände zu benennen wird man herabgewürdigt.
Eigene Anteile an einer Sitation zu erkennen, ohne andere zu beschuldigen und daraus gezielt Verantwortung für das Handeln zu übernehmen ist bei mir ein Muss.
Meine Fehlentscheidungen und nichts anderes lege ich zu Grunde, nehme ich an, reflektiere und lerne daraus, allerdings ohne andere (Partner, Ämter,... ) in irgendeiner Weise abzuwerten und zu benutzen.
Es gibt für mich Grenzen und die beginnen dort, wo ich falsch abgebogen bin und eben nicht beim Draufhauen dessen was ich falsch interpretiert oder eingeschätzt habe, denn für diese Fehlbeurteilung meinerseits können andere nichts.
Soetwas benenne ich, ähnlich wie andere immer wieder die " Platte " ... Leidensschleife und ihre Entscheidungsrolle nicht gesehen haben oder nicht wollten, ständig wiederholen.

#456


Hola15
Zitat von Blind-Meg:
Ich musste meine Trennung niemandem erklären, obwohl auch bei uns "nichts vorgefallen" ist. Es schienen einfach alle anzunehmen, dass es ...

Daran bin ich auch hängengeblieben.

Weshalb benötige ich denn eine Rechtfertigung?

Der einzige Gradmesser ist das eigene Wohl. Und wenn es mir irgendwo nicht mehr gut geht (und ich mich auch nicht in der Lage sehe Verbesserungen herbeizuführen), gehe ich.
Das reicht völlig als Grund.

Aber gut, manchmal dauert es zu bemerken wie heiß das Wasser im Kochtopf schon ist.

x 5 #457


N
Zitat von Hola15:
Der einzige Gradmesser ist das eigene Wohl. Und wenn es mir irgendwo nicht mehr gut geht (und ich mich auch nicht in der Lage sehe Verbesserungen herbeizuführen), gehe ich.
Das reicht völlig als Grund.

So sollte es sein.
Und so ist es nach einer Weile der Trennung auch wieder.

In einer Situation wie der von Zauberei3 ist dieser Gradmesser über einen langen Zeitraum verschoben worden. Ihr ist die (Allein-)Verantwortung für das Gelingen der Ehe, den Erhalt der Familie und für ihr Unwohlgefühl zugeschoben worden. Sie braucht Ermutigung und nicht zusätzliche Vorwürfe, dass sie auf ihr eigenes Bauchgefühl hören darf, ohne als verrückt zu gelten, und für ihr eigenes Wohl sorgen darf, ohne als verrückt und egoistisch zu gelten.

@Zauberei3 Du darfst jetzt anfangen, Sicherheit für Dich zu suchen. Geh bitte zu einer Frauenberatungsstelle, um Dir Deine Alternativen nennen und Dich stärken zu lassen. Diese Situation, in der Du steckst, kommt häufiger vor als Du denkst. Es gibt Männer, die ihren Unmut und ihre Ohnmacht in Gewalt ausdrücken oder durch Flucht. Und solche, die es in Sabotage und Hinterf0tzigkeit ausdrücken. Natürlich gibt es auch welche, die Konflikte ansprechen und konstruktiv lösen. Aber so ein Mann ist Deiner leider nicht mehr.

Wenn es Dir schlecht geht, bist Du die einzige, die das lösen kann. Dein Mann wird Dir dabei keine Hilfe sein. Du musst es leider ohne und auch gegen ihn tun. Und darfst das auch.

x 4 #458


Fenjal
@Hola15 so ist es, wenn man in einer Beziehung nicht mehr zurecht kommt, geht man, eigene Entscheidungen trägt man ohne dass man sie verteidigt.
Sollte man scheitern ( falsche Partnerwahl) beispielsweise, wird man nicht zum Opfer oder degradiert den Ex als.. beziehungsunfähig,... oder Täuscher/Heuchler,.. oder Müßiggänger.... usw., sondern schultert das ganze, reflektiert, erkennt eigene Anteile und stellt sich dann neu auf, ohne ständigen Ruf nach Anderen.
Das ist meine persönliche Sichtweise.
Wir alle hier sind eben erwachsen!

#459


S
Zitat von Fenjal:
allerdings ohne andere (Partner, Ämter,... ) in irgendeiner Weise abzuwerten und zu benutzen.


Zitat von Fenjal:
... eben nicht schon nach 1 Jahr des Kennens muss man schwanger werden

Komisch. Ich habe eigentlich bei deinen Beiträgen IMMER das Gefühl, dass du andere abwertest.
Allen voran Menschen, die es gewagt haben, zu heiraten. Oder wie du es nennst: "Fußfesseln anlegen" oder so ähnlich.
Und natürlich Frauen, die sich für Kinder entscheiden usw....


Naja. Sei es drum.
Ab jetzt werde ich deine Beträge wieder wie immer großzügig überfliegen 😎

x 11 #460


Fenjal
@SonnenschWein wenn man perspektivisch einseitig wichtige Lebensentscheidungen trifft und für mich ist das eine SS, die sich nach 1 Jahr des Kennens einstellt, muss man die Konsequenz tragen.

Es geht dann für mich jedenfalls nicht, dass ich meinen Partner ständig abwerte oder andere Töpfe anzapfe anstatt meine eigenen.

Eigenrolle wird nicht oder nur wenig gesehen. Dieses Vorgehen belastet auch unsere Gesellschaft, nur, das wird nicht wahrgenommen und wenn, ist es selbstverständlich andere die eigenen Fehler ausbügeln zu lassen, weil man eben Opfer war und oder noch ist.
Soetwas passt nicht in meinen inneren Kompass und das benenne ich, ähnlich wie andere ihre Opferrolle kundtun.

#461


AjnosXX
Zitat von Undefiniert:
bring die Tracker halt an Sachen an

Z.B. in eine Tasche die er immer mitnimmt oder in eine Jacke oder Manteltasche, die er immer trägt. Dann könnte man das Bewegungsprofil anschauen, wo er hinfährt. Du könntest auch in seinem Auto das Bewegungsprofil auswerten. Das könnte auch den Ort wo die Sachen jetzt sind zeigen.

#462


E
@AjnosXX mein Mann hatte bereits offiziel eine "kinder- Ortung" - von sich aus - vor Weihnachten... 4 Wochen lang - in dieser Zeit hat er als Überraschung KinoKarten besorgt und meinte dann während dem Kinobesuch "und falls du dich wunderst- und ich weiß, dass du das tust- ich habe das Handy vor Ort/ Arbeit deponiert - und übrigens auch bar bezahlt- soll ja eine Überraschung sein!"
Nach 4 Wochen deaktiviert-inzwischen glaube ich, ich bin ihm auf den Leim gegangen-auch hier... Kameras, Überwachung- in einer gesunden Beziehung, welche er nach Außen zeigt- von "mir" doch total bescheuert... tzja... es ist verhext da gesund/ normal rauszukommen...

#463


AjnosXX
Zitat von Zauberei3:
Nach 4 Wochen deaktiviert-inzwischen glaube ich, ich bin ihm auf den Leim gegangen-auch hier... Kameras

Eben wie gesagt das Auto zeichnet alle Fahrten auf. Oder wenn er mit Fahrrad unterwegs ist, unterhalb des Sattels Platzieren. Das ist schon Terror was Dein Mann macht. Der verkauft Dich für blöd. Du musst schauen Dich nicht verrückt zu machen. Denkst Du er will Dich in die Klapse bringen? Durch solche Spielchen könnte er es vielleicht schaffen, wenn Du darauf eingehst.

x 2 #464


B
Hm, in einem anderen Thread berichtet eine Ehefrau folgendes über das verstörende Verhalten ihres Mannes:
Zitat:
Jeden Fehler, den ich in seinen Augen begehe, wirft er mir vor und das ewig lange. Z. B. "Ich finde meine Taschenlampe nicht, sag mir endlich wo du sie versteckt hast!" Sowas kommt immer wieder mal von ihm. Ich würde nie auch nur dran denken, ihm etwas zu verstecken oder absichltlich was tun um ihn zu "echauffieren".

Er fragt genau nach, wenn ich wegfahre, wann ich wieder da bin, mit wem ich weg bin etc.,

Spannende Kehrseite der Medaille.

x 3 #465


A


x 4