Zitat:Ich habe auch keinen Halt, weil ich ihn mir selbst nicht geben kann
Julia, lass mich Dir was von Halt erzählen. (das triggert mich gerade)
Ich habe 17 Jahre lang an einer Beziehung festgehalten, von der ich nach 2 Jahren tief in meinem Inneren wußte, daß ich sie eigentlich nicht will. Das heißt, ich habe mich und auch meine Partnerin 15 Jahre lang belogen und betrogen. Ich bin nicht physisch fremdgegangen, aber im Kopf und mit dem Herzen und der Seele. Und das ist letztlich ebenso verwerflich.
Warum habe ich das getan? Aus Angst.
Angst davor, sie unglücklich zu machen. Angst davor, was danach kommen könnte, für sie UND für mich. Angst davor, was andere denken könnten. Angst davor, doch nicht die richtige Entscheidung zu fällen, wenn ich mich trennen würde.
Julia, irgendwann holt Dich das ein, und Du stehst vor einem inneren Scherbenhaufen, den zu sortieren und aufzufegen Dir unglaublich schwer fällt, weil Du Dich auch damit auseinandersetzen musst, warum Du nicht viiiiieeeel früher auf Deine Instinkte gehört hast.
Und DANN läufst Du Gefahr, wirklich Deinen Halt zu verlieren, und ihn wiederzufinden ist sehr sehr schwer.
Nochmal: Du siehst und fühlst und weißt doch eigentlich, daß diese Beziehung Dir nicht guttut und Dich nicht froh, geschweige denn glücklich macht.
Achte bitte Dich selbst, achte AUF Dich selbst, und befreie Dich aus diesen Umständen.
Du schaffst das, ganz bestimmt!
Alles liebe.