Solonli
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ich lese schon länger hier mit und versuche Antworten zu finden.
Mein Leben ist zurzeit alles andere als einfach, ich dachte, ich hätte jemanden gefunden, der total auf meiner Wellenlänge schwimmt. wenn wir zusammen sind, vergeht die Zeit wie im Flug, wir haben uns und in diesem Moment reichen wir uns auch. Aber das ist leider nur die eine Seite.
Meinen Freund lernte ich damals online kennen. Ich war / bin eigentlich sehr zurückhaltend aber irgendwie kam er zur richtigen Zeit in mein Leben, fand die richtigen Worte, kurzum ich verliebte mich und er sich wohl auch. Nunja, wir verbrachten wunderschöne Stunden miteinander, lachten viel etc. - wie das eben so ist. Irgendwann. ich bin halt eine Frau und vielleicht machte es mich stutzig, weil er sich distanzierte, bemerkte ich, dass er noch ein weiteres Profil bei diesem Portal hatte. Ich erschrak, reagierte leicht über und wollte alles abbrechen. Er hielt mich, versuchte mich zu beruhigen etc. Gut, das war Knacks Nr. 1.
Wie gesagt, wenn ich bei ihm war, war alles toll, er stellte mich seiner Familie und besten Freunden vor. also so wie es sein sollte, was einem bzw. mir ja eigentlich auch Sicherheit geben sollte. Aber das liebe Bauchgefühl. immer mal wieder zog er sich vor mir zurück. Und irgendwann ging ich wieder auf die Suche und wurde wieder fündig. Wieder ein weiteres Profil. Ich schrieb dieses Profil mit Fakenick an (ich weiß, eigentlich total unterirdisch) und siehe da - er war es. Und bevor dieser Chat noch schlimmer (für mich) wurde, brach ich das ganze ab. Fuhr am nächsten Morgen zu ihm und wollte alles beenden. Er war total vor den Kopf gestoßen und fing dann irgendwann total an zu heulen, brach richtiggehend zusammen. Ich sagte ihm, dass er mich durch sein Verhalten in eine eifer-/kontrollsüchtige Furie verwandelt, die ich so überhaupt nicht sein möchte.
Nunja. sch. Empathie. Wir redeten und ich ließ mich wieder auf ihn ein. Solche ähnlichen Dinge wiederholten sich noch einige Male. und im Grunde weiß ich selbst, was Sache ist - vom Kopf her. Wir reden, aber er bekommt es nicht hin, er flüchtet sich, ist überfordert mit sich selbst. Eigentlich kann ich ihm null helfen und eigentlich will ich das auch gar nicht (mehr), weil ich selbst dabei auf der Strecke bleibe. Ich musste mir das hier runterschreiben, habe auch schon mit einer Freundin darüber geredet. Versuche die Situation auch von "oben" zu betrachten - er beteuert immer wieder, ich sei die Einzige, das andere alles nur virtuell. Er macht viel für mich, das muss ich sagen. aber dennoch, ich kann damit nicht umgehen, das weiß er auch.
Ich kann mir vorstellen, was jetzt für Antworten kommen. ich würde auch so antworten. Ich bin halt auch niemand, der so schnell "aussortiert". weiß nicht, wie ich das formulieren soll. Aber mir geht es nicht gut und ich muss mich schützen.
Er sagt, er habe totale Bindungsangst, bei uns beiden ist einiges in der Kindheit / Jugend schief gegangen. Aber zu entschuldigen ist das Verhalten damit natürlich nicht.
Danke denjenigen, die bis hierhin durchgehalten haben.
