Kopf_hoch
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mal ein paar Fragen als Denkanstöße:
1. Job und romantische Beziehung
Du arbeitest in der Pflege. Pflegeberufe sind sozial unschätzbar wertvoll. In der Realität sind die Pflegeschlüssel (Pflegekraft pro Pflebebefürftiger) jedoch katastrophal schlecht. Der Job ist ohnehin schon um ein Vielfaches stressiger als ein Durchschnittsjob: Du musst dich jeden Tag für andere da sein, für andere mitdenken und brauchst oft Nerven aus Stahl. Hinzu kommen die Schichten: Das ist extremer Stress für die innere Uhr, die am besten bei Regelmäßigkeit funktioniert.
Wenn ein Mensch ständig im Job für andere da sein musst, wonach dürfte sich dieser Mensch völlig zu recht in seiner romantischen Beziehung sehr wahrscheinlich sehnen?
2. Erholung und romantische Beziehung
Jedem halbwegs empathischen Menschen sollte klar sein, dass jemand in einem so stressigen Beruf einen besonderen Erholungsbedarf hat. Wie definiert dein Freund offensichtlich Erholung für sich? Wie definierst du Erholung?
Ist es unnormal erwarten, dass du sich Paare auch gemeinsam erholen? Und nicht nur nebeneinander unter deinem Dach leben?
3. Kommunikation und Erwartungen
Anfangs wurde dir gesagt, du musst deine Erwartungen komunizieren. Hast du dann auch getan und - wenn ich es richtig gelesen haben - mit größtem Bemühen um einen Austausch, der euch weiterbringt. Das quittierte er mit den Worten "dass es ihn nervt, dass ich so denke, ____obwohl ja alles gut ist_____!
Was sagen beide Teilsätze und insbesondere der Letzte über ihn und seine Sicht auf eure Beziehung?
4. Ich liebe ihn
Du sagtest, dass du ihn liebst. Trotz deines Gefühls unglücklich zu sein und trotz der vielen objektiven Beobachtungen (die auf mich nicht als Lästern wirken, übrigens).
Die Frage ist jetzt extrem komplex, aber ich stelle sie trotzdem mal: Kannst du sagen, was du an ihm und an dem, was ihr ZUSAMMEN habt?