Guten Morgen nochmal,
erst mal vielen Dank für eure Antworten! Ich bin wirklich sehr positiv überrascht, da ich nicht erwartet habe, solch lieben Worte lesen zu dürfen. Dank für eure Unterstützung.
@Charla
Zitat:Hallo, du befindest dich gerade in einer schmerzlichen Situation, die erstmal akzeptiert werden muss und du dich wahrscheinlich hilflos, hoffnungslos und ausgeliefert vorkommst.
Wie kommt es, dass du nach 8 Jahren vor Ort noch keinen guten Freund gefunden hast ?
Es gab Zeiten da konnte ich mich vor Freunden nicht retten und war jeden Tag beschäftigt und unterwegs. Jedoch muss ich ehrlich gestehen, das ich seit ca. 8 Jahren die Freundschaften sehr schleifen hab lassen und auch aus irgendeinen Grund keinen Wert darauf gelegt habe. Somit habe ich die letzten Jahre hauptsächlich Zeit mit meiner Partnerin oder meinen Beruf verbracht, was mir derzeit auch ausgereicht hat. Das fällt mir jetzt leider auf die Füße.
Zitat:Diese beiden Aussagen widersprechen sich, so bekomme ich den Eindruck, du hast zuwenig investiert, sofern sie von dir wirklich nicht die Aufmerksamkeit und Kommunikation bekam, die sie sich wünschte. Vorraussetzung dafür ist meiner Ansicht nach, dass sie das dir gegenüber auch so ausdrückte, damit ihr eine Chance haben könnt daran zu arbeiten, bevor sie sich dem Arbeitskollegen zuwendet.
Da habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt. Die eingeschlafene Zuwendung muss ich mir wohl oder übel in die Schuhe schieben, jedoch war und bin schon immer ich der kommunikative Part in meinen Beziehungen. Ich habe auch germerkt das es ihr nicht gut geht und habe Sie gebeten, mit mir darüber zu sprechen, aber leider hat sie das die letzten 1-1 1/2 nicht mehr "richtig" gemacht. Ich bin eigentlich recht reflektiert und hätte etwas an meinem Verhalten geändert, hätte ich gewusst, das es ihr so schlecht geht.
Zitat:Wie stellt sie sich die Betreuung des gemeinsamen Hundes vor ? Da du den Tag über arbeitest ist es dir allein ja auf Dauer nicht möglich ihn artgerecht zu versorgen wenn er solange allein bleiben muss.
Es ist schon mal gut, dass du dich zum Sport aufraffen und mit dem Hund etwas ablenken kannst.
Vielleicht ist Hundesport eine Möglichkeit neue Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu schliessen ?
Das frage ich mich auch. Da ich aber den Kontakt auf das minimun runtergeschraubt habe, um mich selber zu schützen, kann ich dir gar nicht sagen, wie genau sie sich das vorstellt. Sie hatte kurz angedeutet das sie die hälfte der Kosten übernehmen wird für die Zukunft. Weiteres Interesse an dem Hund hat sie aber scheinbar nicht, ich hatte ihr Angeboten, das sie sich jederzeit melden kann wenn sie sie haben möchte zum spazieren oder sonstiges. Die Versorgung des Hundes kann ich gewährleisten, auch wenn es alleine natürlich deutlich schwieriger ist. Meine Arbeitszeiten sind flexibel und es ist ausreichend wenn ich nur den 1/2 Tag auf Arbeit bin und den Rest von zuhause mache. Hundesport habe ich auch überlegt! Meine kleine ist recht quirlig, weshalb ihr sicher etwas zusätlicher Sport gutun würde (aber jetzt muss sie sich erst mal an meinen gesteigerten Bewegungsdrang gewöhnen

)
@Sentimentalo
Zitat:deinem "biblischen" Alter Emoji leichter
Nicht Witzig

!
Zitat:"Überstehen" klingt so nach leidvollem Erdulden, besser ist aktives Gestalten dieser Lebenssituation. Übrigens lernt man beim Gassi gehen mit dem Hund immer wieder nette Leute aller Altersklassen kennen!
Ja das stimmt! Das versuche ich derzeit auch wirklich zu nutzen. Leider strahle ich zurzeit irgendwas aus, da gefühlt jeder zweite Kontak den ich habe am Ende mir von seiner aktuellen Trennung erzählt
@Dia
Zitat:Du hast doch vorher auch in deiner Heimat gearbeitet und gelernt, wieso sollte es jetzt nicht mehr möglich sein, dort was zu finden wieder? Wie ist dein Verhältnis zu deinen Eltern? Könntest Du dort einziehen und wohnen bis du dir vor Ort ein neues Leben eingerichtet und aufgebaut hast?
Eine richtige Heimat habe ich leider nicht, weil ich häufig umziehen musste. Meine Familie ist in ganz Deutschland verteilt und alle haben ihre großen und kleinen Packchen zu tragen, weswegen die Flucht zu den Eltern/Geschwistern so leider nicht möglich ist. Ich habe vor ein paar Jahren noch im Gesundheitssystem gearbeitet und hatte mich dann entschieden, einen Quereinstieg zu wagen in Richtung meiner Hobbys, was auch funktioniert hat, jedoch habe ich es bisher noch nicht geschafft diesen Schritt zu "festigen", weswegen neue Arbeitgeber wohl abgeschreckt sein würden. Du hast mir aber einen Denkanstoß verpasst. So schlimm ist meine Arbeit gar nicht, gerade weil ich viele Freiheiten habe. Ein Umzug auf eigene Faust sehe ich kritisch, ich bin sicher nicht arm, aber die finanziellen Risiken sind mir noch zu hoch. Vielleicht bin ich auch ein Feigling.
Zitat:Ich würde an deiner Stelle zum Psychologen gehen und mich bis auf Weiteres krankschreiben lassen aufgrund der psychisch belastenden Situation. Dann würde ich zusehen, dass ich während der Krankschreibung in meine Heimat zurück ziehe und mir da eine neue Wohnung und einen neuen Job suche. Notfalls dann auch branchenfremd erst mal bis ich was richtig passendes finde.
Wärst du wirklich so mutig? Krankschreibung ist nicht nötig, die Arbeit lenkt mich gut ab und ich muss mit vielen Menschen in Kontakt treten was mir gut tut.
Ich bin heute um 5 Uhr aufgestanden und habe Sport gemacht und werde mich jetzt bemühen, meine Sachen auszusortieren und nach weiteren Wohnungen zu suchen, vielleicht habe ich ja mal Glück. Ich hoffe wirklich das ich bald neue Menschen kennenlerne die mir guttun.
Ich danke euch für eure Unterstützung und die Denkanstöße!