Damals an der Uni hat eine Freundin nach Ende ihrer desaströsen Liebesbeziehung (wir hatten damals schon nicht mehr zu hoffen gewagt, dass sie mal aufwacht, er war ein grauenhafter und verheirateter Depp, wirklich) mit uns zusammen seine Überreste (Briefe, Geschenke etc) im Garten beerdigt und ihn für sich und uns für tot erklärt, offiziell. (Gut, seinen Geist mußten wir noch eine Weile in der Mensa sehen, aber dann hat er auf eine andere Uni gewechselt.) Wir haben da Blumen drauf gepflanzt und sie ist noch mal zwischendurch zum Grab gegangen und hat gegossen und so weiter und wenn sie ihn erwähnt hat, dann mit den Worten "Gott hab ihn selig" . Sie hat gemeint, das braucht sie, um sich klar zu machen, dass da nichts mehr nachfolgen wird, Ende aus. Gestorben halt.
Die Trauerfeier mit anschließendem Totenschmaus im engsten Kreis in der Pizzeria war auch sehr ergreifend. Wir haben auch jede eine Rede auf den Verflossenen gehalten.
Jetzt mal abgesehen davon, dass wir damals ziemlich zynische, geschmacklose und ab einem Punkt auch nicht mehr wirklich empathische Biester waren, hatte der Gedanke was. Sie hat auch mal hinterher gesagt, dass sie auf die harte Tour da durch mußte. Und Gottseidank gab es damals keine smartphones, das war echt ein Segen.
Schlumpfi- schon den Kram in den Keller getragen?
