Annetteeva
Gast
Wie gesagt, mir tut jeder in so einer Dreiecksbeziehung wirklich leid. Und ich kenne zwei Seiten. Die der Ehefrau und die der Affäre. In die Affäre bin ich hineingeschlittert, weil mir der Mann immer wieder versichert hat, seine Ehefrau hätte sich von ihm getrennt. Verheiratet war ich 23 Jahre. Die Affäre des Ex war eine 20 Jahre jüngere Frau. Nur soviel zur Erkärung.
Das persönliches Leid damit einher gegangen ist, ist sicherlich gut zu verstehen.
Liebeskummer, diesen entsetzlichen Schmerz, dieses fortwährende Gedankenkarusell kenne ich. Diese nicht endenden Gedanken, warum bin ich nicht gut genug, nicht richtig genug usw. haben mich lange begleitet.
In diesem Punkt verstehe ich auch eine AF sehr gut. Ob man einen Trauschein hat oder nicht, spielt da bei den Gefühlen überhaupt keine Rolle.
Und diese Gefühle müssen bei jeder Trennung ja verarbeitet werden. Egal welche Position man inne hat.
Und hake die Sache einfach ab... ist natürlich dummes Zeug. Man ist ja Mensch und keine Maschine.
Doch wenn sich der Nebel im Kopf irgendwann lichtet, kann man reflektieren und sich fragen, warum hat man lange an einem Menschen festgehalten, der einem nicht Klarheit verschafft? Der einen immer wieder vertröstet und nicht bedingungslos zu einem steht, auch wenn das mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden ist. Wenn man weiter denkt: was passiert dann später mit einem solchen Partner? Ist er dann da, wenn man schwer krank wird usw.?
Ich möchte keinen Zeigefinger erheben und sagen, wie jemand da zu entscheiden hat, sondern eher einen möglichen Weg aufzeigen, den des sich lösens von Illusion und Projektion. Das ist unfassbar schwer, ich weiß das. Doch so bekommt man irgendwann wieder die Chance auf eine glücklichere Zeit.
Denn wir haben alle nur dieses kleine und einzige Leben. Und das sollte erfüllt und schön sein.
In diesem Sinne wünsche ich allen Liebeskummergeplagten ganz viel Kraft und Glück.



