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Mein Geliebter hat mich aus heiterem Himmel verlassen

S
Das war übrigens auch eine der Erklärungen meines Ex-Mannes, warum er seine Affäre so lange verschwiegen hat: Er wollte das Familienmodell mit täglichem Kontakt zu seinen Kindern nicht verlieren und mit wir wäre auch ganz gut zu leben gewesen und irgendwie gern gehabt oder auch geliebt hätte er mich ja auch noch;-)

Und: Die Auswahl deiner Männer - auch vor der Affäre - war wohl auch nicht berauschend. Nur zwei Väter kümmern sich. Da solltest du schon mal hinschauen (lassen).

x 1 #2431


K
bin ich bei Kätzchen und Lonely - es gibt sicher Männer, die sich nicht groß für ihre Kinder interessieren, das sind halt dumme Lappen, aber ich kenne nen Haufen Männer, die wirklich wahnsinnig an ihren Kindern hängen und für diese auch so ziemlich alles tun würden. Finde auch, da sollte man differenzieren .

(und ja, ich glaube auch, es ist ein riesen Unterschied mit den Kindern unter einem Dach zu leben und den Alltag mitzubekommen, als am WE den "Spaßpapa" zu spielen. Da sehe ich bei Schlumpfs Mann durchaus den größten Anteil des zurück gehens)

x 1 #2432


A


Mein Geliebter hat mich aus heiterem Himmel verlassen

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Pinie
Zitat von Kaetzchen:
Du hast doch drei Kinder von drei Männern, Schlumpf, richtig? Ich sehe da bei Dir ein ganz klares Bindungsproblem, denn offenbar bist Du ja nicht in der Lage, einen Mann zu binden. Darauf würde ich mich an Deiner Stelle in der Therapie konzentrieren, damit Du das mal gelöst bekommst für die Zukunft. Ich kenne leider sehr viele AF, bei denen sich die Therapeutengespräche zu 90% um ihn gedreht haben. Dass da nix bei rumkommt, ist klar, aber da die meisten Therapeuten da offenbar wenig intervenieren, solltest Du das für Dich im Fokus behalten Smile

"Männer binden", da wird die durchschnittliche Thera doch als erste ahnungslos sein, worum es sich da drehen könnte. Mr. Green
Schlumpf, allgemein gesprochen ist es sehr richtig: Dein Ex-Am, so wie all die anderen Männer sind nur auf Platz 3 in deinem Leben, Platz 1 du, Platz 2 deine Kids.
Handle danach, halte den Fokus, hab Spass und halte den Kopf oben.
Leg dir ne Fliegenklatsche zu wegen der Männer, die dann angeflattert kommen. Weil du Lebensfreude und Autarkie ausstrahlst.
Dieser Glaubenssatz von der "großen Liebe" sowie jedes wortreiche Liebesgesabbel und unterwürfiges "Handeln aus Liebe" sind im Kern lebensfeindlich, Schlumpf.

@Kaetzchen Das Trainingslager "männliche Shittests parieren" das eröffnen wir besser hier.

x 3 #2433


S
Zitat von Küstenperle:

bzw. in erster Instanz Dich für einen Mann zu entscheiden, der überhaupt bindungswillig ist, die Tatsache, dass sich nur ein Mann von den 3en um die Kinder kümmert lässt ja, was die Qualität der Männer betrifft, auch tief blicken.

Du hast jetzt die Möglichkeit dieses "ungewöhnliche" Männer-Muster aufzuarbeiten und ich hoffe, dass Du da mit Deiner Therapie ein paar Knoten aufdröseln kannst

Mit dem Vater meines ersten Kindes war ich ja 10 Jahre verheiratet - von daher bin ich nicht ganz bindungsunfähig - nur alles was danach kam war schwierig - vielleicht bin ich ja wirklich mittlerweile diejenige, die den unverbindlichen Mann immer wieder gesucht und gefunden hat.
Und da sehe ich ein ganz grosses Vater-Tochter-Problem aus meiner Kindheit.

x 4 #2434


Ema
Zitat von LonelyXmas:

Solltest Du mal drüber nachdenken. Damit tust Du allen Vätern Unrecht.


Sicher nicht allen. Aber vielen.

#2435


H
Zitat Mcteapot:
Is nunmal so, dieses Land betreibt ganz klar Täterschutz
Opferschutz hat keine Lobby

Wo will man denn in so einem Fall von "seelischer Grausamkeit" das Maß ansetzen? Und wer ist denn hier konkret Opfer und Täter? Der Ehefrau wurde ebenfalls übel mitgespielt, da war Schlumpf beteiligt, also auch Täterin? Die Ehefrau wiederum war garstig zum Mann - Täterin, die selber schuld war, dass er sich aushäusig umguckte OHNE Konsequenzen zu ziehen?

Mir wird zu wenig auf Eigenverantwortung geguckt. Der Mann hat Versprechungen gemacht und Süßholz geraspelt, ohne das wirkliche Taten folgten. Das kann man 6 Jahre mitmachen und natürlich darf man traurig sein, wenn sich alles als heiße Luft entpuppt. Auf seinen eigenen Anteil sollte man dabei aber schon schauen und nicht nur die Verantwortung völlig von sich weg schieben.

#2436


S
Zitat von Küstenperle:
bin ich bei Kätzchen und Lonely - es gibt sicher Männer, die sich nicht groß für ihre Kinder interessieren, das sind halt dumme Lappen, aber ich kenne nen Haufen Männer, die wirklich wahnsinnig an ihren Kindern hängen und für diese auch so ziemlich alles tun würden. Finde auch, da sollte man differenzieren .

(und ja, ich glaube auch, es ist ein riesen Unterschied mit den Kindern unter einem Dach zu leben und den Alltag mitzubekommen, als am WE den "Spaßpapa" zu spielen. Da sehe ich bei Schlumpfs Mann durchaus den größten Anteil des zurück gehens)


Das habe ich so oft erlebt, dass Männer, die auch von ihren Frauen betrogen worden sind, auf Grund der Kinder zu Hause geblieben sind. Und zudem hat der beste Freund meines Ex Am's erhebliche Probleme mit seiner Exfrau, was die Kinder betrifft - diese hat ihre Kinder soweit manipuliert, dass sie ihren Vater gar nicht mehr sehen wollen, seit er eine Neue geheiratet hat - und dieser hatte immer einen ganz tollen Draht zu seinen Kindern. Diese Frau hat ihn nach langem hin und her wegen einer Affäre ihrerseits verlassen - er wäre dort geblieben, hätte auch den Betrug akzeptiert wegen der Kinder usw.
Nun hat er letztes Jahr wieder geheiratet und seine Ex macht ihm die Hölle heiß!

Das hat meinen Ex Am zudem in seiner Entscheidung beeinflusst nehme ich mal an.

#2437


Pinie
Zitat von schlumpf2011:
Mit dem Vater meines ersten Kindes war ich ja 10 Jahre verheiratet - von daher bin ich nicht ganz bindungsunfähig - nur alles was danach kam war schwierig - vielleicht bin ich ja wirklich mittlerweile diejenige, die den unverbindlichen Mann immer wieder gesucht und gefunden hat.
Und da sehe ich ein ganz grosses Vater-Tochter-Problem aus meiner Kindheit.


Wie deine Ma sich an ihm abgearbeitet hat und wie durchsetzungsstark oder -schwach sie sonst so war, das ist auch einen Blick wert.
Nach 1o Jahren Ehe muss frau sich nicht "bindungsunfähig" bezeichnen (lassen).
Nach einer Affäre ist es allerdings anders, stelle ich bei mir fest. Das Gefühl bei tiefen Blicken ist anders. Weniger nachhaltig. Wobei mein OdB ein cooler Hund ist und wir uns ziemlich selten sehen.
Vielleicht war diese grundlegende Veränderung genau nötig für mich.

@Küstenperle
Ja, klar, die kenne ich auch, Männer, die schon während Bestehen der Partnerschaft rührig mit den Kids sind.
Bei Schlumpfs Ex-Am sehe ich 2 Punkte: er konnte sehr wohl 15 Monate mit geteiltem Umgang leben.
2. Die Ehe mit "untergeschobenen Kindern", "Hölle" und Zwang zur Abtreibung auf der anderen Seite, welcher verantwortungsvolle Vater inszeniert davon noch mehr vor seinen Kindern? Ein absoluter Traumtänzer denke ich.
Die Kinder tun mir leid. So oder so.

#2438


K
@

ein/e Therapeut/in kann nur damit etwas anfangen, was ihr/ihm als Information zur Verfügung
gestellt wird - durch die/den Klient/in. Daher hat die7der Klient/in es selbst in der Hand, wie
erfolgreich/nicht erfolgreich/unnutz eine Therapie sein wird.
Wer sich zu öffnen bereit ist - mit ALLEM, was damit verbunden sein kann - wird entsprechend
geleitet werden können. Wer nichts "sagt", weil es unangenehm sein könnte, kann und darf nicht
erwarten, dass die/der Therapeut/in in die Bresche springt, um die Kohlen aus dem Feuer zu
holen. Es können nur die Kohlen aus dem Feuer geholt werden, die zuvor reingelegt wurden - durch
die/den Klient/in. Und dann ist die/der Therapeut/in in der lage, das Feuer weiter zu schüren.

Ja... ich bin mehrfach bis aufs Blut gereizt worden - durch Therapeut/in - bis ich nicht mehr
konnte. Mir wurde gesagt. "Sie allein entscheiden, wie weit das hier gehen kann/soll!"

#2439


K
Zitat von Pinie:
"Männer binden", da wird die durchschnittliche Thera doch als erste ahnungslos sein, worum es sich da drehen könnte. Mr. Green
Schlumpf, allgemein gesprochen ist es sehr richtig: Dein Ex-Am, so wie all die anderen Männer sind nur auf Platz 3 in deinem Leben, Platz 1 du, Platz 2 deine Kids.
Handle danach, halte den Fokus, hab Spass und halte den Kopf oben.
Leg dir ne Fliegenklatsche zu wegen der Männer, die dann angeflattert kommen. Weil du Lebensfreude und Autarkie ausstrahlst.
Dieser Glaubenssatz von der "großen Liebe" sowie jedes wortreiche Liebesgesabbel und unterwürfiges "Handeln aus Liebe" sind im Kern lebensfeindlich, Schlumpf.

@Kaetzchen Das Trainingslager "männliche Shittests parieren" das eröffnen wir besser hier.


Au ja Glücklich ich stehe seit Monaten im Shittest-Kreuzfeuer und amüsiere mich über jede zurückgeschossene Munition Mr. Green (and I'm still standing ... yeah, yeah, yeah ...)

x 2 #2440


M
@Schlumpf
Ich verfolge deinen Thread schon eine Weile. Ich hatte auch eine Affäre zu einem verheirateten Familienvater.
Der Leidensdruck wurde irgendwann so groß das ich die Sache vor 2 Monaten beendet habe.
Keinen Kontakt zu ihm, Nummer gelöscht von meiner Seite aus. Sehen muss ich ihn leider immer mal wieder.
Damit geht es mir gar nicht gut. Auch heute ist wieder so ein sch... Tag wo ich nicht hoch komme und ihn schrecklich vermisse.
Wie geht es dir heute? Was tust du und was hat dir geholfen gegen diese schreckliche Sehnsucht.

#2441


K
Zitat von schlumpf2011:
Mit dem Vater meines ersten Kindes war ich ja 10 Jahre verheiratet - von daher bin ich nicht ganz bindungsunfähig - nur alles was danach kam war schwierig - vielleicht bin ich ja wirklich mittlerweile diejenige, die den unverbindlichen Mann immer wieder gesucht und gefunden hat.
Und da sehe ich ein ganz grosses Vater-Tochter-Problem aus meiner Kindheit.


Ich mag da noch mal reingrätschen, weil mich das Thema gerade sehr interessiert. Ich habe nämlich für mich die Theorie (nur Theorie, (noch) keine These Glücklich ) aufgestellt, dass Menschen - Männer wie Frauen - bindungsunfähig werden, jedenfalls mindestens zum Teil, wenn sie einmal eine langjährige Beziehung in den Sand gesetzt haben. Hintergründe für diese Theorie habe ich schon einige gefunden, z.B.: die meisten Fremdgänger, die ich online "getroffen" habe, die also bewusst nach einer Affäre gesucht haben und auch schon welche hatten, waren in der mindestens zweitens Langzeitbeziehung (hatten also schon eine Scheidung hinter sich). Die Scheidungsrate bei Zweitehen ist um ein zigfaches höher als bei Erstehen. Ich habe unterdessen viele Frauen kennengelernt, die schon seit x Jahren Single sind, nachdem sie eine langjährige Beziehung/Ehe (ich rede hier von +- 10 Jahren als Langzeitbeziehung) hinter sich gebracht haben, und danach immer nur noch kurze Beziehungen (<4 Jahren) hingekriegt haben. Leider sind das oft traurige Frauen, die jetzt Anfang 40 sind und ihren starken Kinderwunsch langsam zu den Akten legen müssen (und die ihre erste lange Beziehung dann Ende 20/Anfang 30 beendet hatten, nur um danach nie wieder eine so stabile Beziehung hinzukriegen, dass man über Kinder hätte nachdenken können).

Noch weiß ich nicht, ob da was dran ist, aber meine Theorie wäre, dass so was wie eine Scheidung nach einer langjährigen Bindung unser Bindungssystem grundsätzlich stört (weil es halt unnatürlich ist) und man danach entsprechend unter den Nachwehen leidet (mangelnde/fehlende Bindungsfähigkeit durch verstärkt auftretende Verlustängste z.B., die jeder anders kompensiert, Männer halt gern durch Affären). Und die wirklich gut funktionierenden Langzeitbeziehungen, die ich kenne, sind klassische Erstbeziehungen. Also meistens Menschen, die sich bereits im Jugendalter kennen- und liebengelernt haben und die halt auch nach +20 Jahren immer noch happy miteinander sind. Die haben aber eben auch noch nie das Trauma einer Trennung, Scheidung, Betrug oder so was mitgemacht.

x 2 #2442


K
also, dazu hab ich keine Meinung Smile

Zitat:
Und da sehe ich ein ganz grosses Vater-Tochter-Problem aus meiner Kindheit.
kA wie alt Du bist Schlumpf, wenn sich das mehr oder weniger in meinem Bereich abspielt, dann haben wir alle ein Vater/Tocher - Problem. (gut, bei mir war es eher der mütterliche Part, der Vater war ja kaum da)

Im Ernst, die meisten äh . Spleens haben biografische Ursachen.
Hoffentlich hast Du morgen ein gutes Gefühl bei der Therapie und ihr habt ne gute Chemie, ist ja auch wichtig .

#2443


Pinie
OT @Kaetzchen
Zitat:
Noch weiß ich nicht, ob da was dran ist, aber meine Theorie wäre, dass so was wie eine Scheidung nach einer langjährigen Bindung unser Bindungssystem grundsätzlich stört (weil es halt unnatürlich ist) und man danach entsprechend unter den Nachwehen leidet (mangelnde/fehlende Bindungsfähigkeit durch verstärkt auftretende Verlustängste z.B., die jeder anders kompensiert, Männer halt gern durch Affären).

Nach deinen Kriterien darf ich eine Antwort versuchen.
Mr. Green
Die Beobachtungen würde ich so teilen, aber anders herleiten.
"Natürlich" sind keine 1o Jahre monogame Beziehung für Homo Sapiens Sapiens. Natürlich wäre ca. die Hälfte.
Das Modell monogame Ehe ist der Bildung privaten Eigentumes über die Generationengrenze und der Stabilisierung einer Gesellschaft geschuldet. (Polygamie für Männer gleichfalls, doch die Stabilisierung misslingt, wenn zuviele junge Männer leer ausgehen). Du hattest a.a.O. mal geschrieben, das "Pflichtgefühl eines Mannes, bei seiner Familie zu bleiben habe biologische Gründe" oder so ähnlich. Gründe gibt es, aber keine biologischen, wenn der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist, ist das Bioprogramm abgelaufen.

Das Modell Ehe könnte immer noch passen, wenn die Menschheit mit durchschnittlich 4o ins Grab sinken würde.

Man muss bei deiner Theorie ferner aufpassen mit post hoc ergo ante hoc-Argumentation.
Es gibt Untersuchungen darüber, wieviele Männer und Frauen regelmässig über fremde Geschlechtspartner phantasieren, da gibt es genetische und/oder soziologische Prädispositionen, wer sich eher trennt und wer eher bleibt.

Ich habe darüber auch sinniert und würde positiv formuliert sagen, wer einmal eine Trennung erfolgreich gemeistert hat, der weiss auch, was bei +-1o Jahren nervt und was man abwählt, wenn dieselben Anzeichen auftreten. Bei (hoffentlich) gewachsener wirtschaftlicher Autonomie.
In Zweitehen hast du also potenziell trennungswilligere, trennungserfahrenere, wirtschaftlich unabhängigere Personen im Pool. Inkl. Patchworkfamilien, was größere Schwierigkeiten mit sich bringen mag.

Im Ggs. zu Leuten, die ernsthaft nochmal jede Kröte schlucken für "Wer wird für mich da sein, wenn ich alt und grau bin".

Der Lernprozess, den viele Männer machen, wenn die erste LTR kaputt geht, den traue ich Frauen noch viel eher zu.

Oder kürzer gesagt: "unser Bindungssystem" ist erst gestört, wenn 5 Jahre Beziehung utopisch erscheinen, es gibt kein 2o-Jahre-Bindungssystem.
Alles andere nenne ich nicht "gestört" sondern realistische Lebensführung.

Edit:
Eine Frau, die zwischen 2o und 3o keine Kinder bekommt, ist biologisch gesehen ein evolutionärer Irrläufer, gesellschaftlich wird es mehr und mehr zur Norm.
Letzteres ist wiederum nicht mit "natürlich" zu verwechseln.

#2444


K
Na, ich weiß nicht ... solange ich so viele wirklich glückliche und gut funktionierende Beziehungen in meinem Umfeld erlebe, die deutlich über 20 Jahre andauern, stelle ich die biologische Bindungstheorie der 4 Jahre in Frage Glücklich (ist ja auch nur eine Theorie, Beweise dafür gibt es nämlich 0). Der Wunsch nach einer dauerhaften Bindung besteht nämlich sehr wohl biologisch in uns, auch unabhängig von Nachwuchs. Sonst würde sich ja niemand binden, wenn kein Nachwuchs im Spiel ist - das ist aber nicht der Fall.

Fakt ist, dass die Botenstoffe, die wir als "Liebe" bezeichnen (die aber nur "Verliebtheit" sind, also durch starke Anziehung erzeugte Hirndr.), eine Halbwertzeit von maximal vier Jahren haben. Das gilt aber nicht für das Gefühl von Liebe, das an anderer Stelle im Gehirn erzeugt wird und dort auch messbar ist. Das hat nämlich keine Halbwertzeit und kann theoretisch für immer bestehen Glücklich daran muss man aber arbeiten (wollen), im Grunde ist Liebe also tatsächlich eine Entscheidung. Und genau da scheint es ja bei vielen Menschen heutzutage zu haken - da passiert zwar noch das, was biologisch zur Bindung führt (in den ersten vier Jahren), aber sobald das abgeklungen ist, entsteht bei vielen Menschen eben keine Liebe an dieser Stelle, und die Bindung wird abgebrochen.

Und die Gründe für einen Mann, bei der Familie zu bleiben, sind in der Regel natürlich nicht biologisch bedingt (jedenfalls nicht über die berühmten vier Jahre hinaus), sondern charakterlich. So Sachen wie Verantwortungsgefühl, Pflichtbewusstsein etc. sind ja nicht biologisch, und auch nicht angeboren, sondern anerzogen.

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A


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