Zitat:Meine Eltern haben sich auch gestritten, lagen oft "über Kreuz". Meine Mutter hat viel einstecken
müssen. Soll ich jetzt sagen: "Es wäre besser gewesen, vielleicht, wäre es besser gewesen, wenn sie sich getrennt hätten?" Soll ich jetzt sagen, dass es vielleicht. besser für die Kinder - 3 an der Zahl - gewesen wäre, wenn. !
Die Eltern haben es geschafft - "wir" Kinder haben es geschafft! Wir Kinder haben viel mitbekommen, was es heißt, wenn sich Eltern wieder zusammenraufen. Lernprozess?! Ja. um zu erkennen, dass "Auseinandersetzung" zum Leben dazu gehört, dass Streit dazu gehört, dass vor allem Streitkultur dazu gehört.
Kommt immer auf den Blickwinkel an. Hat auch was mit "Schönfärberei" zu tun.
Wie will ich rückblickend meine Kindheit sehen?
Streitkultur?
Gibt es die auf Augenhöhe?
Heute wohl eher, als noch vor 30, 40 Jahren. Hat was mit Rollenbild zu tun.
Was auch auf die Kinder übertragen wird.
"Die Mutter musste viel einstecken."
Streitkultur?
Wird ein Streit beigelegt? Wirklich "gerecht/ausgleichend" beigelegt?
Oder muss immer nur EINER "klein beigeben", sich zurücknehmen, des lieben Friedens wegen? Ist es ein Kompromiss, wenn am Ende doch immer nur nach "der einen Nase getanzt" wird?
Galt da das Recht des Stärkeren - womöglich des Vaters - da dieser Familienoberhaupt?
War nicht oftmals nur die Frau vom "Mann" abhängig, sondern auch dazu angehalten "nachzugeben" (immer und immer wieder), weil wenn "Harmonie" herrscht, auch die Kinder "mehr" davon haben/hatten.
Galt das nicht als DIE Fähigkeit einer "guten Mutter"?
Jetzt kann das von Töchtern oder Söhnen auch übernommen werden. Die Frau ist nachgiebig und hat sich anzupassen.
Ihre Rolle ist traditionell die "Gütige/Gebende", Söhne mehr die "Macher" und "Empfänger", bei gleichzeitiger Rückgabe durch (womöglich) "finanzielle Sicherheit".
Dann wird in der Tat eine destruktive Streitkultur weitergegeben.
Einigkeit und Zusammenhalt nur möglich aufgrund (teilweiser) "Selbstaufgabe" eines Elternteils.
Wenn das die Kinder übernehmen, wird es für diese auch schwierig "Augenhöhe" zu leben.
Weil sie ggf. in die verschobene "Streitkultur" der Eltern fallen oder diese übernehmen.