Liebe @schlumpf2011
Ich hatte dir ja schon ganz am Anfang Deines Thread schon mal geschrieben und finde, es schön zu sehen, daß Du noch dabei bist.
Ich kann gut verstehen, daß Du aus gegebenem Anlaß nur wenig bis gar keine Lust mehr hast, hier zu schreiben. Ich fände, das sehr, sehr schade. Weißt Du, das Affären-Thema erhitzt halt immer ein wenig die Gemüter. Teils ist es die eigene Betroffenheit und teils halt die Schlaumeier, die glauben, daß die alleinige Existenz höchst individueller Moralvorstellungen dazu führen würde, das nicht ist, was nicht sein darf.
Die vergessen aber eins, Affären hat es schon immer gegeben. Affären sind so alt, wie die Menschheit selbst. Du bist nicht die erste, die in einer solchen Situation gelandet ist und glaube mir, Du wirst auch nicht die letzte sein.
Das bedeutet nicht, daß Dein ganzes Handeln in der Sache jetzt total smart war, aber, es bleibt ein hinterher ist man halt immer schlauer.
In Deinem Fall kommt neben dieser Thematik halt auch noch die griechische Tragik des Freundesverrats hinzu. Völlig davon abgesehen, daß das ja bei der doch recht unglückseligen Kombination von Dir so nun auch nicht ganz zutreffend ist, ist dies natürlich ein gefundenes Fressen für manche, Dir eins mitzugeben.
All Deinen Kritikern sei die erneute Lektüre Shakespeares empfohlen, an dem kann man sich hervorragend abarbeiten, ohne sich an Dir als Einzelperson, die ohnehin schon recht am Boden liegt, in gemeiner Weise nähern zu müssen. Wem Shakespeare nicht taugt, auch die griechischen Mythen bieten viel Nachdenkenswertes. Hätte zu dem den Nebeneffekt, ein bißchen belesener aus der Sache rauszugehen.

Dir liebe @schlumpf2011 würde ich Ida Pfeifer ans Herz legen oder jede andere Biographie eigenwilliger Frauen, sie inspirieren Dich vielleicht ein wenig und erinnern daran, daß ein interessantes, spannendes Leben auch abseits der ewigen Paarbeziehung zu finden ist.
Ich kann sehr gut verstehen, daß Du im Moment vielleicht wenig erzählen magst, wie es in Deinem Inneren ausschaut. Ich würde Dich aber gern ermutigen, das weiter zu tun. Vielleicht magst Du ja erst einmal klein weiter machen.
Wie wäre es, wenn Du erzählst, wofür Du heute oder gestern dankbar warst. Ich weiß auch das nicht nur bedingt geglückt, aber lassen wir mal weg wer Dich tröstet und wenden uns dem was Dich tröstet zu. Vielleicht hast Du ja heute ein Schneeglöckchen gesehen.
Oder vielleicht hast Du heute eine Situation erlebt, in der Du mal für ganze 5/20/75 Minuten nicht an diese schmerzhafte Situation gedacht hast. Das wäre ja ein großer Erfolg, nicht wahr.
Früher oder später, wird sich natürlich die Auseinandersetzung mit den eigenen Anteilen und dem eigenen Handeln nicht vermeiden lassen. Aber weißt Du was, eigentlich kommt die von ganz allein. Die muß gar nicht so sehr forciert werden und es ist immer noch Dein Tempo und Deine Reise.
Ich jedenfalls würde mich sehr freuen, von Dir hier weiter zu lesen. Von Deinen Schritten und eben auch Rückschritten.
Also, wie war das jetzt mit den Schneeglöckchen? Hast Du heute vielleicht eins gesehen?
Es wird besser!