Joeocker
Gast
habe ein wenig in Deinem Tagebuch hier gelesen und bin sehr 'beeindruckt' von der ganzen Vehemenz deines Erlebens und deiner Worte...
Zitat:Was habe ICH dir getan, dass Du mich so behandeln musstest?
Der Nachsatz ist interessant, und manchmal liegt Bedeutung in den Worten, in unserem Ausdruck – "dass Du mich so behandeln MUSSTEST?". Musste er? "Aber warum", fragst Du weiter...
Vor Deiner viel beschriebenen Biographie hatte er, wenn er erfolgreich vor dir und deinen Erwartungen in irgend so etwas wie einer Beziehung bestehen wollte, nur die Wahl, dir zu geben, was du von ihm "wolltest". Unabhängig vom unglücklichen Rest hast Du bekommen, was du wolltest – dein Wollen. Klingt theoretisch, doch Gedanken sind sehr mächtig.
Zitat:Hast Du meine Liebe und mein Vertrauen und damit meine Naivität bestrafen wollen?
Die "Besetzung" scheint ihn nicht ausgefüllt zu haben, deshalb hat er sich einen Nebenfilm gesucht, sicher auch um seinen zweifellos andressierten Narzissmus zu befriedigen. Echte Liebe und Vertrauen sind nicht naiv, naiv wird es nur, wenn deine innere Stimme und deine Intuition, dein Bauchgefühl, etwas anderes sagen, du aber darüber hinweg gehst und nicht auf dich selbst achtest – dich SELBST NICHT ACHTEST...! Das ist es, was du fortwährend hier demonstrierst, indem du dich von demjenigen, der dich so misshandelt hat, weiterhin besetzen und in deinen Empfindungen und deinem ganzen Leben fremd-bestimmen lässt... damit tust DU DIR nichts gutes. Such die Lösung nicht bei ihm, und nimm Abstand vom "Stalken", denn das ist es, was Du selbst tust.
Ralitsa, ich will dir damit nicht zu nahe treten, doch Opfer sind wirklich immer auch Täter. Du hast deine Familienprojektion auf eine denkbar ungeeignete Leinwand "scheinen" lassen, und selbst dann nicht damit aufgehört, als alle Zeichen auf Stop standen, oder? Du hättest wirklich schon viel früher damit aufhören sollen. Mach also nicht ihm Vorwürfe – er ist schwach und unreif und gar nicht weiter wert sich so von ihm besetzen zu lassen – mach allein dir selbst den Vorwurf, dass du das mit dir weitgehend wissentlich hast machen lassen, und frage dich dann, WARUM? Dann kommst du dir selbst näher, und das ist es, was jetzt für dich zählt!
Such dein Glück nicht in jemand anderem oder in einer Gruppierung namens Familie sondern jetzt erst mal nur in dir selbst. Und lass ab und endgültig los von dem Gedanken, nur er oder gar nur jemand wie er könnte dich glücklich machen.
Nimm die Situation jetzt so wie sie ist – großer Mist, sicher – aber es ist eine Erfahrung, Punkt. Und Du hast deine aktuelle Situation als Summe aus allen Entscheidungen deiner Vergangenheit erschaffen und bist voll verantwortlich dafür. Erkenne das an und komme damit in Frieden, vergib dir selbst – und ihm (es war sicher auch nicht alles schlecht, was du gefühlt hast, und nicht jede Regung von ihm war gespielt oder geheuchelt), dann lass die Vergangenheit los und entscheide dich endlich für dein eigenes Leben – Hier und Jetzt, ohne ihn...
Du kannst das, jeder kann das – sich jederzeit entscheiden, was du leben und fühlen willst, wie du Situationen wahrnimmst und mit ihnen umgehen willst, welche Lehren du daraus ziehst und vor allem, was du selbst tun willst, damit es dir, deinem Geist und deiner Seele gut geht.
Ich wünsche dir Selbst-Bewusstsein und Energie für die anstehende Arbeit an dir selbst!
JC
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