Zitat von Bille1168:Ich bin hier gelandet weil ich eben schon jede Art und Möglichkeit der Beratung in jeder erdenklichen Form durch habe.
Ich sitze hier weil bisher und zwar seit vielen Jahren, einfach nichts zustande kam. Und das immer wieder mit neuen Problemen wenn ich dachte es geht aufwärts.
Minna hat sehr gut erkannt das ich ohnehin dazu neige mich hilflos zu fühlen.
Ich finde das sind aber auch viele belastende Baustellen, und ich weiß nicht wo ich anfangen soll.
Fühle mich einsam und verstehe nicht wie ich in diese Lage gekommen bin.
Ich bin eben auch auf der Suche nach Antworten wofür ich auf jeden Fall selber Verantwortung trage, denn vieles entstand ohne meine Schuld, einiges waren falsche Entscheidungen die ich nicht revidieren kann, und nun steht meine Zukunft an. Vor der ich mich fürchte weil ich nicht mehr einschätzen kann welche Entscheidungen wieder falsch sein und ins Chaos führen könnten- bin einfach völlig verunsichert.
Ich setze mir die Schule momentan als Priorität, obwohl ich die Erwartungen der Lehrerin unrealistisch finde weil noch niemand weiß weshalb mein Sohn Schwierigkeiten hat.
Hallo Bille
damit deinem sohn geholfen werden kann und er da abgeholt werden kann wo er gerade steht finde ich es wichtig die fakten auf den tisch zu legen, damit er entsprechend der situation in der er sich befindet unterstützt wird.
was war mit dem antrag auf mutter-kind-kur ? wurde er abgelehnt ? wurde widerspruch eingelegt ?
lasse die schuldgefühle los, wir tun alle unser bestes und was wir gerade geben können, es sei denn wir wollen böswillig etwas forcieren. ob unsere entscheidungen richtig oder falsch waren wissen wir erst wenn wir das ergebnis haben und das kann uns helfen etwas zu lernen, wir können auch gestärkt aus dieser erfahrung herausgehen.
über die kirchlichen verbände gibt es lebenshilfe, beratungen und da sitzen auch tolle sozialberater, die weiterhelfen in verzwickten situationen.
es gibt psycho-soziale dienste, die dich unterstützen können.
es gibt frauen-nothilfe, die auch selbsthilfegruppen und treffen anbieten.
ich kenne deinen wohnbereich nicht, aber vielleicht kannst du anrufen und dir etwas in deiner nähe vermitteln lassen, oder dich einfach mal kostenlos beraten lassen. sie helfen dir auch in deiner gesamten lebenssituation und suchen gemeinsam mit dir nach lösungsansätzen und können dir für vieles tips geben :
http://www.frauen-in-not-schwarzenbek.d ... ungsstelle
hier wäre auch etwas ähnliches :
http://www.raupeschmetterling.de/
es gibt auch die evangelische frauenhilfe, die bildungsangebote für frauen haben und beim wiedereinstieg, weiterbildung usw. helfen können.
es gibt frauenbegegnungsstätten über die diakonie, mit regelmäßigen treffen,
du kannst dich vor ort auch einer interesssengemeinschaft anschliessen, sei es über wandern, walken, schwimmen, wassergymnatik, handarbeiten, malen, radfahren, fitness o.a. das, was dir gefallen könnte. hier kannst du dein sozialnetz erweitern und kannst dich austauschen.
wenn du einen riesen sandberg hast, fängst du auch schiebkarre für schiebkarre an diesen berg abzutragen. es gibt für alles lösungen, auch wenn wir manchmal umwege gehen und geduld aufbringen müssen.
1. du bist nicht hilflos, du fühlst dich nur so
2. du bist nicht allein, du fühlst dich nur so
lebe nicht in der vergangenheit, mit den ablehnungen, sondern gestalte deine zukunft aus der gegenwart heraus, mache dir einen plan wohin du willst.
setze prioritäten, dein sohn ist die erste, was ist deine zweite ?
wo in deinem alltag kannst du mal abschalten um neue kräfte zu tanken ?
was tut dir gut ?
was wolltest du schon immer mal machen ?
tue es ! regelmäßig ! für dich !
es wird dich nicht gerade trösten, aber du hast jetzt ein dach über dem kopf und kannst deine kids und dich an einen wenn vielleicht auch nicht so voll gedeckten tisch setzen, ihr könnt euch kleiden und habt euch. ein grund dankbar zu sein, auch wenns nicht gerade rosig läuft z.z.
aus früheren zeiten kenne ich frauen, die mit ihren kleinen kids, manchmal sogar noch säuglingen zeiten im auto über-gelebt hatten weil sie sich nicht nach haus trauten oder ins frauenhaus geflüchtet waren, ohne was, nur um aus der häuslichen gewalt und dem horror ihrer beziehungen zu fliehen. die meisten haben es geschafft sich zu lösen und sich langsam und oft auch mühsam eine neue existenz aufgebaut und sich ein soziales netzwerk geschaffen, welches ihnen halt und gegenseitige unterstützung gab.
alles ist möglich und es liegt überwiegend an uns selbst wie wir damit umgehen und vorankommen können.
deine kraft ist noch da, du kannst jetzt lernen sie wieder freizusetzen, deine gedanken über deine situation spielen eine große rolle dabei.
du wirst deinen weg finden um da herauszukommen, schaue jetzt nach vorn, nicht zurück, alles war gestern, heute ist ein neuer tag und du hast die macht dazu deine schöpferkräfte einzusetzen, die dir helfen nach vorn zu kommen!
alles gute!