EffiB
Gast
Zitat von tina1955:trotz Deiner biederen Zurückhaltung wirkst Du auf mich mitunter ganz schön abwertend
Liebe Tina, es tut mir leid, das du dich von mir angegriffen fühlst. Das war nicht meine Absicht. Und ich werte auch andere, modebewusstere Frauen nicht ab. Im Gegenteil, bewundere ich sie. Nur für mich empfinde ich manchen Kleidungsstil eben als unpassend. Ich hatte immer schon einen eher stämmigen Körperbau und so wirkten Kleider und Röcke an mir eher plump. Auch Nagellack z.B. habe ich nie getragen, denn meine Hände und Füße sind im Gegensatz zum übrigen Körper eher zu klein ausgefallen. Daher wirkte Nagellack immer eher so, wie bei einem Kind, das relativ unbeholfen die Nägel lackiert hat.
Mein Kleidungsstil ist eher sportlich, praktisch. Ich trage Hosen und Oberteile gerne in dunklen, matten Farben, da diese ja bekanntlich schlank machen. Kittelschürzen besitze ich aber nicht und ich trage auch selten eine Schürze. Aus Umweltgründen lege ich bei meiner Kleidung Wert auf Qualität. Ich mag es nicht, wenn ein Kleidungsstück schon nach einer Saison unansehnlich und unmodern ist. Alles das ist meine persönliche Einstellung und nicht auf andere übertragbar. Auch nicht auf dich!
Bzgl. meiner Hysterektomie ist es aber so, das danach tatsächlich vieles sich verändert hat. Und das ärztliche Fachvokabular hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dies zu raltivieren. Das mag bei mir an der Schwere und dem Umfang des Eingriffs gelegen haben. Es war ja nicht nur die Entfernung der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses vorgenommen worden sondern, wie ich schon ausführte, eine sogenannte Scheidenplastik. Da meine Anatomie immer schon etwas anders war, als bei anderen Frauen und die Gebärmutter nach vorne verlagert war und nicht, wie bei anderen über der Harnblase lag, mag es sein, das die Auswirkungen gravierender waren und sind, als bei anderen.
Um es nochmal deutlich zu sagen, trotz allem, bin ich froh, diesen Eingriff vorgenommen zu haben. Denn meine Beschwerden waren hefig. Ich hatte eine stark vergrößerte und gesenkte Gebärmutter, was zu starken Dauerblutungen geführt hatte. Dadurch war mein Hb-Wert im Keller und ich war entsprechend müde und nicht mehr leistungsfähig im Alltag. Auch lag eine Veränderung der Schleimhaut vor, die eine Vorstufe von Gebärmutterkrebs darstellte. Dennoch empfinde ich mich jetzt nicht mehr als die Frau, die ich in jungen Jahren war. Das mag an verschiedenen weiteren Umständen liegen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Ich denke, ich war nun schon sehr offen und ehrlich und habe Beschwerden, sowie Intimitäten detailliert genug geschildert.
Hier von dir dermaßen angegriffen und betitelt zu werden verbitte ich mir aber. Ich kenne dich nicht und es liegt mir fern, dich oder irgendeine andere Frau zu beurteilen oder gar abzuwerten. Ich schreibe hier allein von meinen subjektiven Erfahrungen und Empfindungen und erhoffe mir Hilfe, die ich auch schon zahlreich bekommen habe. Vielleicht hast du hier ein Sender-/Empfängerproblem. Das täte mir leid. Sollte dich mein Thema ärgern, steht es dir frei, es zu ignorieren. Danke!