Zitat von Amaible:@Giraffenmädchen Das kommt daher, weil über deine eigenen Ansichten und Meinungen stets drübergetrampelt wurde. Wie sollst du wissen, was du ...
@Giraffenmädchen
Ich möchte dir vorschlagen dir diesen Beitrag und die Zusammenfassung von @Scheol über deine eigenen Beiträge auszudrucken und dir immer wieder durchzulesen. Und vielleicht auch deinere Therapeutin vorzulegen, damit sie die Dimension erkennt.
In den oben zitierten Beitrag liegt meiner Meinung nach der Schlüssel.
Du, deine Bedürfnisse und deine Grenzen wurden bereits als Kind überrannt. Dein Vater lebt seine Muster und hat sie an dich weitergegeben. Der Schein nach außen ist wichtiger, als der Mensch im innen. Du warst nicht wichtig, sondern du solltest funktionieren, dich anpassen, einfügen.
Das hast du bereits als Kind gelernt. Das ist deine Überlebensstrategie geworden. Anpassung=mir passiert nichts. Anpassung= ich bekomme "Liebe", Anpassung=ich werde gefüttert, beachtet, gewickelt, = ich überlebe. Zu einer Zeit, in der das noch davon abhing, dass dir andere halfen, also du als Baby, als Kleinkind ganz konkret von deinen Eltern abhängig warst.
Dieses Muster trägt dich bis heute. Wenn du dich anpasst, dann bist du sicher. Dann bist du "nicht allein".
Aber: du bist jetzt erwachsen. Du brauchst dieses Muster nicht mehr. Du kannst nämlich jetzt auf dich aufpassen. Du würdest überleben, wenn du alleine bist. Du könntest für dich sorgen.
Das Muster, welches eine Zeitlang eine überlebenswichtige Funktion in deinem Leben hatte, das bremst dich jetzt. Diese damals so wertvolle Funktion, der du dankbar sein darfst, die hat jetzt eine destruktive Funktion übernommen, weil sie verhindert, dass du dich spürst, dass du deine Wahrheit leben darfst.
Bedanke dich bei deinem Muster, wenn es wieder ankommt. Bedanke dich und erkläre ihm, dass du jetzt die Kontrolle übernimmst und es nicht mehr gebraucht wird. Lerne zu bemerken, wenn dein Muster die Kontrolle übernehmen will und versuche dann dankbar umzuschalten.
Das muss überhaupt nicht sofort funktionieren. Aber wenn du einmal für dich verstanden hast und gelernt hast zu spüren, wann das Muster wieder anrollt, glaub mir, dann wird es einfacher!
Bemerken und umschalten sagt Stefanie Stahl immer.
Dein Muster ist ziemlich klar denke ich. Jetzt darfst du nur noch üben es zu registrieren und umzuschalten.
Ah, ich habe wieder Angst alleine nicht klar zu kommen. Das ist mein Muster. Mein Muster hat mir einmal beigebracht, dass es überlebenswichtig ist, dass ich mich anpasse, damit ich nicht alleine bin und somit nicht verhungere. Aber die erwachsene Giraffe in mir, die weiß, dass ich im hier und jetzt für mich sorgen kann. Die weiß, dass diese Angst berechtigt war, als ich ein abhängiges Kind war, aber jetzt bin ich groß und kann für mich sorgen.