Bis jetzt hab ich still mitgelesen. Ich denke, ein "Verbot" könnte auch das Gegenteil bewirken, die Kollegin wird vielleicht dadurch erst wirklich interessant für ihn?
Generell bin ich der Meinung, dass das Hören auf Klatsch, dann das Schnüffeln und letztlich die vielen schlechten Erfahrungen hier im Forum zum Thema Affäre in der Arbeit das Kopfkino der TE erst so richtig befeuert haben. Das Kontrollieren der emails würde ich lassen, es zerstört das Vertrauen! Und wie hier schon jemand gesagt hat: man liest vielleicht normale, zwischenmenschliche Äußerungen ganz anders, weil man durch den gesäten Verdacht jedes Wort auf die Goldwaage legt.
Auch denke ich, es wäre wichtig, das Sexualleben wieder in Schwung zu bringen, auch sonstige Paaraktivitäten um die Bindung wieder zu stärken, wie hier schon vorgeschlagen. Jemand hier hat sinngemäß geschrieben: ich hatte Sex am Vormittag mit ihm, er trotzdem am Nachmittag mit der Therapeutin. Gut. Hier gibt es allerdings wenig bis keinen Sex, wenn ich das richtig verstanden habe. Wie lange geht das schon so, dass das Liebesleben eingeschlafen ist? Fällt es (zufällig) zeitlich mit der Krise des Mannes in der Arbeit und der dann resultierenden Freundschaft zur Kollegin zusammen?
Meiner Erfahrung nach kann Frau einen Mann nicht halten durch Verbote, Misstrauen, wiederholtes Nachfragen aka Zerreden. Selbst wieder attraktiv werden für ihn wäre mein Rat. Nicht klammern, Freiraum geben, das eigene Leben abseits der Partnerschaft (Hobbies, Freunde, Sport etc.) forcieren, sich hübsch manchen und mit Freundinnen ausgehen. Und natürlich Sex!
Wenn die TE die Lust für ihren Mann nicht wiederfinden und leben kann, stellt sich für mich schon die Frage, ob die Ehe dann überhaupt noch Sinn macht. Der Mensch ist immer noch auch Tier. Der Trieb, das "Es" (Freud) wird sich bei einem gefühlten Mangel durchsetzen, wenn der Leidensdruck zu groß wird. Das "Ich" bzw. "Über-Ich" (Vernunft, Respekt, Gewissen, etc.) werden überstimmt.
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