Zitat von 6rama9:Sicherheit zieht nicht an, sondern verstärkt den Drang sich zu verwirklichen.
Selbstverwirklichung und Sicherheit sind aus meiner Sicht wichtige Grundbedürfnisse. Das Leben ist für mich persönlich eine lebenslange Fortentwicklung die erst dann endet, wenn ich eines Tages das zeitliche segne.
Auf meinem Weg dahin habe ich den Partner geheiratet der mich auf diesem Weg begleiten will und den ich gerne auf diesem Weg begleite. Sicherheit empfinde ich allerdings nicht, weil ich einen Ring am Finger habe und fange umgekehrt genauso wenig an zu schwitzen, wenn auf ich einen Fetzen Papier schaue, das ich mal unterschrieben habe und fühle mich deswegen nicht irgendwie gegeißelt oder noch MEHR verpflichtet!
Für mich persönlich wäre es ganz im Gegenteil der Horror würde mein Partner aufhören sich selbst zu verwirklichen oder zu entwicklen. Die Frage die man sich also stellen muss, ist ob man sich noch GEMEINSAM entwickeln und selbst verwirklichen möchte? Und genau diese Frage stellt sich der EM der TE hier gerade, denn er hat ihr offen von seinem Zwiespalt berichtet.
Damit ist er vielen Männern in so einer Situation weit voraus.
Meine eigene Treue und Loyalität und vor allem Integrität, habe ich persönlich noch nie vom Verhalten eines anderen abhängig gemacht. Und das habe ich nicht nur genauso deutlich kommuniziert, sondern auch ganz klar dann bewiesen als der Sturm kam!
Und damit habe ich mich weder von meinem Partner klein gemacht, noch habe ich mich von seinem Verhalten abhängig gemacht, sondern bin ganz bei mir bzw. UNSEREM o.g Weg geblieben.
Wenn man hierfür nun Druck aufbaut, der nicht aus der
eigenen tiefen
Überzeugung heraus rührt, sondern nur auf taktischen Gründen basiert, dann ist die Gefahr sogar ziemlich groß, dass der Partner viel eher das "Fluchtangebot" annimmt, OHNE VERNÜNFTIG in sich zu gehen und über seinen weiteren Werdegang nachzudenken.
In so einem Fall dem innerlich zerrissen und somit derzeit UNSICHEREN Partner, noch weiter an Sicherheit zu entziehen, indem mich selbst unsicher zeige und ihn unserer Heimat verweise, könnte für den vorerst Verstossenen, vielmehr ein Zeichen der Bestätigung seiner Gedanken sein, nämlich dass sein Partner AUCH Zweifel an der Beziehung und damit auch seinen eigenen Gefühlen hat. Distanz ist aus meiner Sicht nicht IMMER bzw für JEDEN und ALLES die Lösung!
Zitat von 6rama9:Sicherheit nehmen, in den Abgrund schauen lassen, Konsequenz ausstrahlen.
Ja, das kann sicher ein guter Weg sein, für Menschen die einen Partner unbedingt brauchen.
Ich für meinen Teil brauchte nie EINEN Partner sondern, WOLLTE und HABE genau diesen einem Partner die Hand gereicht dazu aus dem Abgrund zu steigen und den Weg gemeinsam weiter zu beschreiten. Es hat etwas gedauert bis er das verstanden hat, aber letztlich hat er nach meinem, in jenem Moment sichern Halt gegriffen!