Hallo zusammen,
Danke für euren Beistand!

Ich denke ich bin deutlich auf dem Weg der Besserung, was auch meine geringere Aktivität hier erklärt. Klar vermisse ich sie noch dann und wann und fühle mich ihr immer noch zu verbunden um wirklich von vorn anzufangen. Aber ich merke wie ich mich immer mehr aus diesen Mustern löse. Ich merke wenn ich wieder im "Film" bin. Wieder nur idealisiere was war, wieder in meine Abhängigkeit zu ihr abdrifte! Emotionen sind oft überwältigend und manchmal auch kaum zu verstehen. Es ist trotzdem wichtig ihnen Raum zu geben, sich zu Fragen was es überhaupt ist was man da fühlt! Dann kann man immer noch Fragen, ob dass denn überhaupt sinn macht.
Das hilft ungemein, da ich leider auch immer noch mit flashbacks und Depressionen zu tun habe. Aber die Momente in denen es wirklich richtig Schlimm ist werden weniger und Kürzer und ich habe glaube ich das erste mal in meinem Leben das Gefühl eine gute Beziehung zu mir selbst zu haben, bzw. überhaupt so etwas wie ein bewusstes Verhältnis zu mir.
Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich der Coabhängige Part in unserer Beziehung war und ihr Verhalten, sofern man es denn einordnen muss, irgendwo im Cluster-B der Persönlichkeitsstörungen einen Namen findet. Ich will weder sie noch mich damit brandmarken, ich benutze diese Bezeichnungen nur, weil sie mir Helfen zu begreifen was da passiert ist. Zu verstehen wieso ich bin wie ich bin.
Abschied nehmen kann ich noch immer nicht wirklich, auch wenn sie mir inzwischen sehr fremd ist. Manchmal Träume ich noch sehr intensiv und positiv von ihr, aber es wirft mich nicht mehr so extrem zurück wie früher. Nur die Schuld und Verantwortungsgefühle sind noch ziemlich krass von Zeit zu Zeit.
Wie dem auch sei, ich hoffe dass ich mich irgendwann so weit aus den Ruinen dieser Beziehung entfernt haben werde, dass ich abschied nehmen, los lassen, zu mir selbst finden kann!
Ich wünsche euch allen und mir weiterhin viel Kraft und alles Gute auf unseren Wegen zurück ins Leben!
