Der Thread entbehrt nicht einer gewissen Komik und Tragik.
Die Komik:
Zitat von Mausebär77:Mein Mann hatte das nicht verdient und sie hat es auch nicht verdient. Nur ich hatte Ar. in der Hose.
Es ist schon eine gehöirges Maß an Selbstverleugnung und Eigenlüge notwendig, um sich mit dieser Aussage eine durch den Ehemann In Flagranti aufegeflogene Affäre und das erwartungsgemäße Scheitern der danach natürlich völlig zerrütteten Ehe schönzureden. Was daran soll Ar. in der Hose sein? 2 Jahre gelogen bis nichts mehr zu retten war.
Die Tragik:
Zitat von paulaner:Wenn die EF von dem Betrug erfährt, dann wird ihr nicht nur der Boden unter den Füssen weggerissen und sie wird einen extremen Schock erleben. Sie wird auch sofort merken, dass sie vollkommen machtlos ist und war. Sie kann nichts ändern, nicht mehr eingreifen. Man hat sie nicht gefragt. Sie wird vor fürchterliche vollendete Tatsachen gestellt.
Und dieses Gefühl des Hintergangen worden sein + der Machtlosigkeit ist absolut zerstörend.
Dagegen ist das Leid der TE, was zweifelsohne vorhanden ist, ein Klacks, wenn ich das mal so salopp sagen kann. Eben weil sie jederzeit entscheiden kann und die völlige Kontrolle hat. Und, ja, weil sie sich diese Situation ja quasi selbst ausgesucht hat.
Manchmal ist es viel schlimmer zu realisieren, dass man selbst sein Leben zu einem Scherbenhaufen zerschlagen hat, als wenn das einem ein anderer zugefügt hat. Ja, die EF war machtlos aber darin liegt auch ein gewisser Trost: Sie hat ihr bestes gegeben, ist aber leider einem notorischen Lügner aufgesessen. Die TE aber hat ihr Schicksal durch ihre ureigenen Entscheidungen selbst gewählt und steht emotional daher vor einem tiefen Abgrund. Der Ehemann weg, alleinerziehend und keine Zukunftsoption mit ihrer großen Liebe. Ich wette, die TE würde sich ihr früheres Leben an der Seite ihres Mannes zurückwünschen und verflucht in klaren Momenten wahrscheinlich den Tag, als sie begann auf dem Seitensprungportal nach einer Affäre zu suchen. Daher auch die immer wieder aufkommenden Rache-Gedanken, nach dem Motto: Wenn ich meine Familie zerstört habe, zerstöre ich auch seine, wenn er sich nicht für mich entscheidet. Warum soll es ihm besser gehen als mi, schließlich ist er auch Schuld am Zerbrechen meiner Familie.
Ich verstehe natürlich, dass sich die TE an die Hoffnung klammert, dass ein Wunder geschieht und sich der AM von seiner EF lossagt. Aber sie weiß natürlich auch im Grunde ihres Herzens, dass er das schon längst getan hätte, wenn er es wollte. Jetzt gibt es für ihn definitv keinen Weg. Man muss sich mal vorstellen, wie seine Familie, sein Freundeskreis, seine Nachbarn und seine Arbeitskollegen auf eine Trennung reagieren würde: Garantiert weiß jeder vom großen Kinderwunsch und den unzähligen Versuchen. Jetzt trägt die werdende Mama stolz ihren Babybauch umher und der werdende Papa hat jedme freudestrahlend erzählt, dass sie jetzt eine Baby bekommen. Und dann soll er plötzlich davon rennen? Ich kann mir keine größere soziale Ächtung vorstellen. Da muss er eine komplett neues Leben am besten unter neuem Namen mit neuem Job in neuer Stadt beginnen. Das wird er niemals machen. Außerdem ging (und wahrscheinlich geht es ihm immer noch) um spannenden, heimlichen, aushäuslichen 6 und ganz sicher nicht darum, die Kinder der TE statt seines eigenen Kindes großzuziehen.
Summa summarum verstehe ich also die Verzweiflung der TE schon. Sie wird am Ende des Tages die große Verliererin sein. Der AM wird glücklicher Papa (mit ihr oder einer x-beliebigen anderen Frau als Affäre), die EF wird glückliche, nichtsahnende Mama sein, der EM der TE ist anscheinend mit seinem Single-Leben auch nicht unzufrieden, lediglich die TE steht vor ihrem tiefen, selbstgebaggerten Loch.
Irgendwie tragisch, daher meine Devise: Vor dem Handeln Hirn einschalten und die Aktionen vom Ende durchdenken. Gehe ich eine Affäre ein, muss ich immer damit rechnen, dass ich als Preis für den Hormonkoller und Egotrip danach ganz alleine und isoliert dastehe.