MalinaSarina
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Mein Freund (37) und ich (32) sind seit einem knappen Jahr zusammen und führen aufgrund unserer Distanz eine Wochenendbeziehung. Ich bin zudem in der 13. Woche ungeplant schwanger, ich freue mich aber dennoch riesig (er nach seinen Worten auch).
Leider gab es von Beginn an immer wieder Schwierigkeiten. Entweder er fängt sich plötzlich merklich an zu distanzieren (redet fast nicht mehr, keine Nähe mehr) oder nach einer Meinungsverschiedenheit taucht er manchmal ganz plötzlich unter und lässt nicht mehr von sich hören, ignoriert auch meine Anrufe. Nach einem Streit habe ich ihn mal darauf angesprochen, was das soll und er meinte da, er hätte Angst gehabt, dass ich mich trenne. Das war zuletzt im Sommer, danach liefs wieder so einigermassen zwischen uns.
Nun aber haben wir uns seit mehr als 4 Wochen nicht mehr gesehen. Viel gesprochen auch nicht, wir hatten nur minimalen Kontakt via WhatsApp. Diese enorme Distanz ging erneut von ihm aus. Und ich weiss nicht, was der Auslöser ist. Er hat mir sogar versprochen, mir bei einem Umzug zu helfen und ist einfach nicht gekommen trotz meiner Schwangerschaft. Dieses Verhalten, auch seine Kälte mir gegenüber, hat mich extrem verletzt, was ich ihm auch gesagt habe, aber es scheint ihn nicht zu interessieren. Eine Erklärung oder eine Entschuldigung darauf habe ich bis heute nicht erhalten. Er meinte nur, er könne mir nichts Recht machen. Naja, ich meine, unterzutauchen und den anderen hängen zu lassen, ist bestimmt ein gängiges Verhalten in einer Partnerschaft und daher völlig normal.
Ich hab vor einigen Wochen dann die Frage in den Raum geworfen, ob allenfalls eine Bindungsangst sein Thema sein könnte. Und ebenso habe ich mitgeteilt, dass ich die Beziehung trotz Schwangerschaft so nicht weiterführen möchte, sollte er nicht ernsthaft an seinen Problemen arbeiten, egal ob es nun Bindungsangst oder ein Ar. Charakter ist. Wir sehen uns diese Woche; er begleitet mich zum nächsten Ultraschalltermin und wir werden bei dieser Gelegenheit auch ein persönliches Gespräch führen. Er habe sich nun offenbar Unterstützung bez. seines Verhaltens geholt, hat er mich vorab informiert.
Mittlerweile habe ich sehr wenig Hoffnung, dass das wieder wird und habe mich schon etwas mit dem Gedanken angefreundet, Alleinerziehend zu sein. Ich werde dies wenn nötig auch ohne ihn packen und es wird bestimmt auch später wieder einen liebevollen Mann zu mir finden. Er war bis anhin immer ein sehr bequemer Mensch, daher zweifle ich etwas daran, dass er ernsthaft und auch langfristig an seinen Themen arbeiten möchte. Ich selbst bin seit Kurzem in Therapie wegen evtl. Verlustangst. Und sein Problem möchte ich nicht auch noch zu meinem machen.
Mein Vertrauen in ihn ist auch völlig hin; ich kann mich nicht auf ihn verlassen, ich weiss nicht mal, welchen Worten ich noch Glauben schenken soll. Mittlerweile weiss ich sogar nicht mal, ob er mich wirklich liebt oder ob ich nur eine schöne Abwechslung für ihn bin. Ich meine, wer will nicht regelmässigen guten Sex und einige schöne Stunden, um nicht alleine zu sein? In den schlechten Stunden hat er mich zumindest ja immer alleine gelassen. Und auch nun bemüht er sich nicht wirklich. Er ist eigentlich am Zug. Sollte er sich nicht wahrhaftig mit Taten um die Beziehung bemühen (er hat in meinen Augen so viel zerstört), so sehe ich keine Zukunft für uns. Und dennoch wäre es trotzdem schön, wenn wir es irgendwie wuppen könnten, nicht nur wegen des Kindes, sondern auch, weil wir sehr viele Gemeinsamkeiten (Interessen/Charaktereigenschaften) haben und natürlich meinerseits grosse Gefühle da sind. Ich denke aber, dass ich letzteres wohl eher bereuen würde, da es wahrscheinlich erneut zu grossen Verletzungen kommen wird.
Wie schätzt ihr das ein? Habt ihr einige Vorschläge/Erfahrungsberichte für mich?