Zitat von trixi-77:Aber vielleicht ist es mir einfach zuwider, ständig als die Täterin angesehen zu werden,
Naja... jetzt sieh es doch einfach mal aus etwas Entfernung. Du hattest während der Ehe den 6 jahrelang verweigert, hattest 2 Affären, plantest warmzuwechseln und deinen Mann auszuquartieren. Da drängt sich schon eine Täter-Rolle auf. Dass es Gründe gibt, die dich zu diesen "Taten" veranlasst haben, glaube ich dir. Aber die "Taten" sind nun einmal geschehen und lassen sich höchstens noch relativieren. Du hättest einen weiten Strauß an weniger verletzenderen, ehrlicheren, vertrauenswürdigeren Aktionen zur Hand gehabt, den du nicht gewählt hast. Dass sich dein Mann nach diesen Aktionen rächen will, ist eine vollkommen normale menschliche Reaktion, die ihn auch zum "Täter" macht. Nur... wenn du für dich realtivierst, solltest du das auch für ihn tun und mit etwas Empathie nachvollziehen können, warum er so reagiert, wie er reagiert.
Zitat von trixi-77:Meint ihr, es wäre gut, sich nochmal versuchen, mit meinem Mann zusammen zu setzen und die emotionalen Aspekte, die Verletzungen etc aufzuarbeiten?
Das ist es immer Wert! Eien guter Ansatz wäre, ihn um Vergebung für den wiederholten Betrug zu bitten. Frag ihn doch, was für ihn Voraussetzung sein könnte, dir zu verzeihen. Die Frage ist: Kannst du das, wenn du von ihm und auch einem Teil deiner Verwandten (zB deiner Schwester) für schuldig am Zerfall der Ehe gesehen wirst und die Täter-Rolle nicht annimmst?
Zitat von trixi-77:Meine Therapeutin sagte mal "Sie wurde nicht in ein Nest hineingeboren" weil bei meinem Mann und mir schon früh sehr wenig Wärme im täglichen Umgang miteinander war.
Zitat von trixi-77:Doch. Sie war gewünscht....und geplant. Das war eine Ausnahme.
Ein zweites Kind in ein dermaßen liebloses Elternhaus zu gebären ist wider jede Vernunft. Und dafür das Zwangszölibat deines Mannes geplant zu unterbrechen, nach dem Motto: "Mach mir ein Kind, aber du weißt ja, danach darfst du nicht mehr ran" finde ich einen perv Umgang mit den 6uellen Bedürfnissen eines anderen Menschen.