ElGigo
Gast
Alleinsein, schräges Wort, gefürchtet, verachtet, gehasst. Die meisten Menschen interpretieren es gleichbedeutend mit "Single". Ich habs mal anders versucht, wirklich alleine sein. Ohne Freunde, ohne Familie, die "einsame Wolf Story". Viele Brücken wurden nur hochgezogen, andere gänzlich gesprengt oder "lauwarm abgetragen" also niedergebrannt. In den folgenden Zeilen möchte ich euch berichten wie einen so etwas verändern kann, wie man zur, hier sooft hochgelobten, "Selbstliebe" findet:
Wenn man richtig alleine ist, fängt man früher oder später an, über sich selbst nachzudenken und seine Vergangenheit. Worte wie
"du bist zu dick"
"du arbeitest zuviel"
"du könntest mal wieder aufräumen"
usw. bekommen eine andere Wichtigkeit zugewiesen. Sie werden nicht mehr als beiläufige Floskeln interpretiert, sondern als das was sie aussagen sollen, Kritik. Kritik an DEINEM LEBEN, was du in Augen anderer nicht alles falsch machst. Aussagen die all zu gerne darauf folgten
"Kein wunder das dir immer wieder dein Partner davonläuft"
"Man sieht warum du noch immer Single bist"
etc. werden nicht immer ausgesprochen, aber man kann es in den Augen des Gegenübers immer lesen.
Muss ich mir das in der wenigen Zeit die ich auf Erden wandle wirklich geben? Es über mich ergehen lassen?
NEIN. Ein jeder ist seines Glückes Schmied, selbst wenn es deine eigene Familie ist, die dich nervt, dreh dich um und geh. Ich hab es so gemacht, weiß also wovon ich spreche, mein Leben wurde nach einigen Tagen radikal besser, plötzlich keine Verpflichtungen mehr, alles ging leichter von der Hand und ich könnte mich endlich mal um MICH kümmern. Nach jetzt 6 Monaten kann ich sagen, das ich auch ohne den Anhang Familie glücklich bin, ob sie es auch sind weiß ich nicht, aber wenn sie ihr Glück von mir abhängig machen sind sie selber schuld. MIR gehts damit besser, das ist wichtig, so egoistisch sollte man manchmal sein.
Bei Freunden ist es nicht wirklich anders, bei 2 hab ich die Brücke wieder runtergelassen, der Rest wurde aussiebt.
Wenn die Störgrößen beiseite geschafft wurden, beginnt der Nachdenkprozess von "was lief falsch in meinen Beziehungen". Harter Brocken. Ende 2015 hatte ich mit ca 25 Frauen was. 10 dürften unter Spass an der Freude fallen, beim Rest wars mehr. Mit ca. 50% hab ich schluss gemacht, weil das blöd zum rechnen ist und ich vermutlich öfter "Schuld" war, sagen wir 8. Also bleiben 7 Frauen die mich verlassen haben. Kernfrage: Warum eigentlich?
Dieser Stein der weisen wurde mir auch noch nicht offenbart, aber ich hab ne Theorie: "Ich wurde unangenehm".
Ich hab sie jetzt nicht geschlagen oder so, Gott bewahre, sie gaben mir nur das Gefühl nur das eine zu wollen.
Se6 war es leider nicht, sonst wär ich schon laaaange verheiratet und würd das hier nicht schreiben. Alle gaben mir immer das Gefühl mich ausnehmen zu wollen, egal ob Geld, Arbeitsleistung oder Zeit. Es ging niemals um das was ich will. Klar, ich war selber schuld, wollte es meiner Prinzessin immer recht machen und hab alles getan um sie glücklich zu sehen. Ich glaub ja mittlerweile das Frauen das zwar so gern hätten aber es eigentlich nicht wollen. Aber das können ja Emanzen des 21 Jahrhunderts nur schwer zugeben. Es werden auch die beiden Wörter "Gleichberechtigung" und "Gleichwertigkeit" oft und gerne vermischt. Ich habe oft das Gefühl das Emanzen sauer auf Männer sind weil sie nicht im stehen pinkeln können. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin ein Befürworter der Gleichberechtigung. Auch wenn eine hübsche Frau mit super Wimpernaufschlag und weitem Deklotee mehr bei einem Mann erreichen können als ein Geschlechtsgenosse. Das ist halt so. Darüber regt sich aber keiner auf. Mir auch irgendwie schon egal. Ich bin ein Mann, business as usual.
Mein Arbeitgeber meinte irgendwann im Nov. 2015 ich solle nach Johannesburg, da ist was zu erledigen. Da ich nix besseres zu tun hatte setzte ich mich in den Flieger. Lief alles eher unspektakulär ab, nach einer Woche war ich wieder zuhause. Weihnachten nahte. Geschenke brauchte ich keine zu kaufen also blieb mir Weihnachtsgeld und Montageprämie für mich. Hier ließt man ja sehr häufig, man soll sich was gutes tun. Mein Plan war: In einem einschlägigem Etablissement mit 2 Mädls und ner Flasche Champ. im Jacuzzi zu verschwinden. Für 120 Minuten kostet das einen 4 stelligen Betrag. Erfahrungen in dem bereich hatte ich kaum, ich hatte Angst das
keine Stimmung aufkommt. Es wurde mir Thailand empfohlen, ich verweilte dort auch für 10 Tage, die Story steht aber in einem anderen Forum
Fazit:
Liebe mag das schönste Gefühl auf Erden sein, für mich ist es in der Zwischenzeit die schlimmste Krankheit überhaupt. Finde deinen eigenen Weg, ALLEINE. Mach dein Glück nicht von jemanden anderen abhängig, die Enttäuschung, der Schmerz, die Tränen sind dann schon garantiert. Finde deine eigene Spaßzone: Disko, Papierflieger basteln, Häckeln, was auch immer. Für mich ist es Thailand, die netten Menschen, das gute Essen, der Spaß. Klar wollen die auch nur mein Geld, aber da weiß ich das vorher schon....