Zitat von Sick:
Blabla.
Ich war selbst in der Situation. Und bei alle Vorwürfen hast du null Ahnung, mit wie vielen Schuldgefühlen man(n) sich da deshalb selbst rum schlägt. Es gibt kaum eine schmerzhaftere Abwärtsspirale für viele Väter als die Entfremdung zu sehen.
Die Entfremdung entsteht doch erst in dem Ausmaß weil ihr euch euren Kindern verweigert.
Und Schuldgefühle (die keinem weiter helfen) stellen sich ein weil ihr wisst das es nicht okay ist wie ihr das handhabt.
Zitat von Sick:Heroischer Verzicht, wie schmerzhaft es ist zu sehen was viele Mütter mit den Kids nach den Trennungen anstellen - all das kannst du Null nachvollziehen. Ist ja auch viel einfacher den "Waschlappen" mal fix hinterher zu treten weil sie ihrer Verantwortung nicht nachkommen und nur mit sich beschäftigt ist.
Bei Traurige Seele gibt es keine Mutter die sonstwas mit dem Kind anstellt.
Heroischer Verzicht - das schlimme ist, Du meinst das ernst.
Meine Kinder waren älter bei der Trennung als eure, sie konnten formulieren was sie empfinden.
Und das war nicht "Papa ist so stark, so tapfer, so heroisch, so selbstlos - er verzichtet schweren Herzens uns zuliebe auf uns".
Es war "Papa interresiert sich nicht mehr für uns, wir sind ihm egal".
Zitat von Sick:Aus Liebe die Kinder nicht zu sehen beisst sich ja von der Logik, ist ja eher kein Bock drauf, nä?
Nein, nicht keinen Bock.
Liebe zum Kind als Grund sehe ich aber auch nicht. Ich sehe den einfache
ren Weg für sich selbst.
Sicher tut der auch weh. Aber wenn's eh weh tut, dann doch bitte den bequemeren Schmerz bei dem man sich wenigstens nicht bewegen muss und weiterhin lethargisch sein eigenes Elend zelebrieren kann, nä ...
Zitat von Sick:Die Angst vor sich selbst, gerade aus Liebe zum Kind - kennst du Null. Ich habe bis Heute keiner Frau in meinem Leben auch nur ein Haar gekrümmt - wusste aber teils nicht wie ich die Wut auf meine Exfrau wegen meinem Sohn in den Griff bekommen sollte. Ich habe so oft am ganzen Körper gezittert vor Wut wegen dem ganzen schei. den sie dem Kurzen sofort mit Next zugemutet hat. Da war sie mir als Frau schon sowas von schei. egal. Wäre ich als so eine tickende Zeitbombe dann ein guter Vater gewesen? Es hätte die kleinste Kleinigkeit gereicht und ich hätte ihr eventuell sämtlich Zähne ausgeschlagen. Wem wäre damit geholfen gewesen? Einem Kind das sieht wie sich Eltern körperlich oder gerichtlich zerfleischen?
Entschuldige, aber man wird ja als erwachsener Mensch über genug Selbstbeherrschung verfügen um solche Situationen nicht eskalieren zu lassen.
Sein Kind regelmäßig sehen bedeutet auch nicht das man sich stundenlang mit Ex befassen muss. Und die paar Minuten alle xx Tage oder Wochen sind machbar.
Ich sage nicht das es einfach ist. Aber machbar.
Vor allem wenn es wirklich soviel schei. war, der ihm zugemutet wird/wurde, hättest Du Deinem Sohn nicht erst recht beistehen müssen?
schei. mit Next ist schlimm. schei. mit Next
und dazu noch vom Vater im Stich gelassen, ist das denn besser?
Und nun kommt nicht wieder damit wie schwer
euch das alles fällt.
Es geht ums Kind und ausnahmsweise mal nicht um euch.
Zitat von Sick:Man kann jeden Menschen unterschiedlich weit treiben, failed - aber wenn du noch nie so sehr an deinen Grenzen getrieben wurdest brauchst du da echt nicht mitreden.
Das "Du steckst nicht in meinen Schuhen" Totschlagargument ...
Ist aber keins denn ich muss nicht in Deiner Haut stecken. Um Deine Haut geht es nämlich nicht.
Du bist ein erwachsener Mann, verantwortlich für das was Du tust und Du wählst jeden Tag aufs neue den Weg mit der, zugegebenermaßen unschönen, Situation zurecht zu kommen.
Dein Kind kann das nicht, es muss nehmen was es von Dir bekommt oder eben auch nicht von Dir bekommt.
Ich sag es ganz offen, mir isses schnuppe ob Du leidest.
Nicht schnuppe ist mir das irgendwo Kinder leiden, unter der Unfähigkeit eines ihrer Elternteile ihrem Kind zuliebe Stärke zu zeigen.
Euer Problem ist das ihr euer Befinden über das eurer Kinder stellt..
Kann man
mal machen aber nicht über Wochen und Monate.
Das ist der Punkt den ich hier anspreche.
Wenn jemand in einer schwierigen Situation steckt und ich weiß das und drehe mich weg weil ich es nicht ertragen kann das zu sehen dann handle ich egoistisch.
Denn dieser jemand steckt weiterhin da drinnen. Und zwar alleine.Wie geht das, wie kann man sich einfach wegdrehen?
Selbst wenn man nicht " helfen" kann, kann man da sein, die Hand reichen und vermitteln "ich bin an Deiner Seite, ich geh nicht weg, ich bin und bleibe eine feste Größe in Deinem Leben und wir machen zusammen das beste aus dem ganzen Mist".
Soviel zum Thema gefühllos, Traurige Seele.
Nein, ich habe nicht weniger Gefühle als Du.
Der Unterschied zwischen Menschen wie Dir/Sick und mir ist das ich auf dem Schirm habe was mein Verhalten für die Menschen die ich liebe und für die ich Verantwortung trage bedeutet.
Und ich würde lieber den mehrfachen Schmerz ertragen wenn ich dadurch meinen Kindern welchen ersparen könnte.
Ihr blendet eure Kinder aus, seht nur wie weh euch das alles tut.
Aber nicht das da euer Kind irgendwo ist das null Plan hat weshalb Papa sich nun, zusätzlich zu dem ganzen anderen Mist der passiert ist, auch noch abwendet.
Kinder sind keine Autos, verflixt, die man mal eben über Monate in der Garage parken kann und die keinen Schaden dabei nehmen.
Aber gut, wir werden da nicht zusammen kommen.
Haltet ihr weiter euer Märtyrer Schild hoch, beklagt die Situation die ihr selbst so mit erschaffen habt, versinkt in eurem Selbstmitleid und gebt für all das anderen die Schuld.