Leuchtturm65
Gast
Schön ist, dass sie anfängt, den Chef zu relativieren. Und noch besser ist, dass sie anfängt zu reflektieren.
Es ist (leider?) so, dass sich in Langzeitbeziehungen die Gefühle zueinander verändern und auch unterschiedlich entwickeln. "Eltern werden, Paar bleiben" ist leichter gesagt als getan. Diese Problematik konnte ich in unserem Freundeskreis bei jedem Paar feststellen. Auch ihr steckt in dieser Phase. (da hat der Chef tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle, könnte sich aber zu einer Bombe entwickeln).
Du nimmst die Worte deiner Frau sehr ernst (Zitat: ich weis, was ich anders machen muss, ...was ich zu tun habe). Behalte diese Einstellung bei. Aber auch deine innere Einstellung zu dir selbst finde ich gut. Wenn du alles versucht hast, und es dennoch nicht klappt, dann bist du mit dir im Reinen. Prima Einstellung.
Da sich in unserem Umfeld viele Paare (nach ca. 25 Jahre Beziehung) getrennt haben (auch einer der Gründe, warum ich hier im Forum lese), kann ich nunmehr feststellen: Nach einer Phase des Leidens, der Trauer und der Wut gilt: Jede/r Verlassene/er hat nach einer Zeit der Neuorientierung wieder sein Glück gefunden.
Ich denke, mit deiner Bereitschaft für Veränderungen aber auch mit deiner inneren Einstellung bist du derzeit auf dem richtigen Weg.
Wenn die Bombe "Chef" entschärft ist, können wir vielleicht in deinem Thread darüber diskutieren, wie man eine Langzeitbeziehung wieder interessant und leidenschaftlich gestalten kann. Berichte mal weiter über die Entwicklungen.
Viele Grüße