Mona-Lisa2
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es freut mich für dich, dass du emotional etwas Abstand bekommen hast auch wenn es immer wieder kleine und größere Rückschläge geben wird. Aber ich bin überzeugt davon, dass du sehr gut damit umgehen kannst. Du bist sehr authentisch und realistisch, du nennst die Dinge bei Namen und setzt dich tiefgründig mit der Trennung auseinander.
Von Verarbeitung bist du allerdings noch weit entfernt, denn solange du mit deiner Nochfrau noch zusammen wohnst, gauckelt du deinem Herzen eine Art von Gewohnheit oder Familie vor, auch wenn der Verstand weiß, dass dies nicht der Realität entspricht.
Die entgültige Trennung, verbunden mit dem Auzug deiner Frau und deines Sohnes, wird dich noch mal viel Kraft kosten. Aber auch das schaffst du Eremit, ganz sicher! Du gehst systematisch und bewusst mit der Trennung um, das kann dir bei der Verarbeitung der Trennung sehr hilfreich sein.
Was die Familie angeht, teile und verstehe ich deine Gedankengänge.sehr gut. Auch für mich gibt es nur die eine "richtige" Familie. Alles andere ist beliebig austauschbar und oder Patchwork. Es ist ein ganz anderes Gefühl von Zusammengehörigkeit und Familie. Umso wichtiger ist es, dass ihr als Elternteile gut funktioniert und ihr eurem Sohn seinen Trennungsschmerz so leicht wie nur möglich macht, gerade die erste Zeit.
Du hast recht Eremit, keine Frau der Welt, kann dir (d)eine Familie, im klassischen Sinne, ersetzen. Alles was danach kommt erinnert an einen bunten Flickenteppisch. Da hilft nur eines, Umdenken!
Du hast die Chance eines Neuanfanges und vielleicht auch irgendwann eine neue Liebe, die dir zwar nicht die Familie ersetzen kann, aber dir emotional und mental das gibt, was du in deiner Ehe zuletzt vermisst hast. Kinder lernen meist schnell damit umzugehen, wenn man sie mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen auf diesem Weg begleitet.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen und wünsche dir heute viel Spaß mit deinem Sohn beim Schwimmen.
Alles Liebe
