Zitat von meisterjäger:Vielen Dank für Eure Beiträge! Ich glaube, jetzt komme ich langsam dahin, wo es weh tut. Und das gut Es ist ein wiederkehrendes Muster in unseren Streitigkeiten, dass irgendwann der Satz fällt, "andere sehen das auch so!" Das war anfangs für mich absolut entwaffnend und forderte natürlich meine Frage ...
Der Satz "ich hasse meine Mutter" springt mir direkt ins Auge.
Weisst Du warum?
Weil ich anhand Deiner Schilderungen mehrmals dachte, Du verhälst
Dich wie ein "trotziger" Sohn, der Dinge grad extra nicht macht, weil
Mami ihn darum bittet (sie am Wochenende unterstützen, sie in den
Arm nehmen...).
Es ist ja allgemein bekannt, dass oft auf den gegengeschlechtlichen
Elternteil in Beziehungen projeziert wird.
Auch Deine Aussagen, Du wollest mehr "Freiheit", klingt eher nach einem
Jugendlichen, der sich von der mami abnabeln muss, als nach einem
erwachsenen Mann, der dankbar ist Familie zu haben und sie daher gerne
an erste Stelle stellt.
Auch die Sache mit den zwei "Unfall"Kindern klingt so.
Also als würdest Du nicht gerne Verantwortung für die Familie übernehmen
WEIL DU DIR DIESES LEBENSMODELL ausgesucht hast, sondern wie
jemand, der "irgendwie" da reingekommen ist, und jetzt "ausbrechen" will.
Das sind..für mich...eher pubertäre Ansätze.
Übrigens kann Deine Frau Dich nicht kontrollieren. Wenn Du Dein handy
anders benutzen willst, ist das klar Dein recht.
Ich habe die Vermutung, Du schwankst tatsächlich eher wie ein Sohn der
Mutter gegenüber zwischen "Gehorsam" und "sich anpassen" und
Rebellion und Verweigerung hin und her. so liest es sich.
Damit übernimmst Du aber nicht die Gestaltung der Beziehung, sondern
wirst zu deren Opfer.
Ich hatte selber manches mal in Beziehung das Gefühl, Projektionsfläche
für die Schwiegermama zu sein. Erkennbar daran, dass der Mann zwischen
Unterwürfigkeit und Harmoniesucht/"Gehorsam" einerseits, und zwischen
"Boykott", Machtspiel und Rebellion andererseits hin und her sprang.
Ich fand das immer sehr unangenehm und hätte mir an diesen Stellen einfach
einen "männlichen" Partner gewünscht, der für sich einsteht, ohne mir-
im übertragenen Sinn- ans Schienbein treten zu müssen, weil er sich
vielleicht ohnmächtig oder unterlegen fühlt. Obwohl ich nicht besonders
dominant bin. Ich nenne es inwischen das "Mama Trauma" und es stört
sehr in Beziehungen
(Frauen haben das übrigens auch oft, dass sie ihre Vaterthemen ausagieren,
das kenne ich von mir auch. Es hilft, sich das bewusst zu machen)