Guten Morgen
T3ufelchen,
Zitat von T3ufelchen: Ich möchte nicht alleine sein ohne sie. Ich stecke in eine arge Sinnkrise. Warum soll ich noch leben? Für wen soll ich leben?
Jeder kennt dieses Gefühl der inneren Leere und die Frage nach dem Sinn. Nach einer Trennung fallen viele in dieses Loch. Mir ging das auch so. Lange Zeit.
Ich für meinen Teil musste erkennen, dass ich mich selbst für die Beziehung aufgegeben hatte, dass ich keinen Wert darauf legte, Ich selbst zu sein, dass ich meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Vorstellungen hintenan gestellt hatte, damit ja nur alles funktioniert.
Du gehst für deine Frau auf, siehst deine Wertigkeit nur darin, ob es dir möglich ist, sie glücklich zu machen, ihr alle Wünsche zu erfüllen, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Und hast dich selbst darüber vergessen. Jetzt fehlt der Teil, über den du dich definierst, in deinem Leben und schon taucht die Frage nach deinem Wert auf. Wie viel bist du wert, wenn du nicht einmal deine Frau glücklich machen kannst?
Falsch!
1. In eurem Fall gibt es ein paar von dir unbeeinflussbare Faktoren und das sind die Erfahrungen deiner Frau in ihrer Vergangenheit. Die Probleme, die sie seit Jahren mit sich rumschleppt und nie aufgearbeitet hat. Diese Probleme haben sie jetzt eingeholt und sie hat erkannt, dass du ihr bei der Bewältigung nicht helfen kannst.
Sie weiß sehr wohl, dass du sie liebst und dass du sie unterstützen möchtest, aber vllt hat sie genauso auch erkannt, was sie in all den Jahren von dir verlangt hat und dass du deshalb auch nicht Du selbst sein konntest.
Mit dem Abstand zu dir gibt sie dir jetzt diese Freiheit. Sie will, dass du einfach mal an dich denkst und dich nicht immer um sie sorgen musst.
Sie geht dir zuliebe auf Abstand.
Sie will jetzt ihren Weg finden und gibt dir die Chance, dass auch du deinen eigenen Weg finden kannst. und es muss nicht heißen, dass ihr beide euch dadurch voneinander entfernt. Es ist durchaus möglich, dass ihr euch beide auf eurem Weg zu euch selbst begegnet.
2. Genau wie du jetzt habe ich auch erkennen müssen, dass mein Glück nicht von einem Partner abhängig ist.
Für mein Glück bin ich selbst verantwortlich. Ich kenne mich am besten, ich weiß, was und wer mir gut tut. Ich kenne meine Bedürfnisse, für deren Befriedigung nur ich etwas tun kann. Zur Erfüllung meiner Wünsche brauche ich keine Wunschfee oder einen Geist aus der Wunderlampe.
Schau einfach mal auf dich. Was gibt es, was du schon immer mal machen wolltest, es aber nie umsetzen konntest? Gibt es einen Freundeskreis, mit dem du dich austauschen kannst? Oder kannst du alte Freundschaften neu aktivieren? Gibt es ein Hobby, das du ausbauen könntest?....
Das kann man beliebig fortsetzen.
Am Anfang fällt es schwer, etwas nur für sich zu tun, sich auch wieder in Bewegung zu setzen, Spaß an etwas zu entwickeln. Aber wer es nicht probiert, der kann auch nicht sagen, dass es nicht funktioniert.
Du legst deinen Wert fest, der hat aber absolut nichts damit zu tun, ob du jemand anderen glücklich machen kannst, sondern ob du imstande bist, DICH glücklich zu machen.
Also, los geht´s!
