Zitat von T3ufelchen: Doch was auch immer sie belastet (ich weiß es ja), ich möchte ihr beistehen. Daran werde ich nicht zugrunde gehen.
Gerne würde ich ihr klar machen das sie mit meiner Hilfe Ihre Probmle besser in den Griff bekommen kann, rein aus praktischer Sicht. Das Sie die Therapie macht und das ich dabei aussen vor bin kann ich akzeptieren. Sie wird ihren Job schmeißen den sie nicht mehr machen kann, Dann muss sie von etwas leben. Sie hat ja schon eine eigene möblierte Wohnung in einer anderen Stadt in der die Arbeitslosigkeit recht hoch ist. Ohne Job, wie soll sie da über die Runden kommen? Ich möchte nicht das sie abdriftet. Ihr Auto wird sie nicht lange halten können. Und wenn sie in stationärer Therapie ist, woher soll das Geld kommen. Das sie von mir kein Geld nimmt ist klar. Doch einen festen Rückhalt zu haben bei diesem schweren Weg ist besser als keine Rückhalt.
Es ehrt dich, dass du ihr trotz allem sowohl gefühlsmäßig als auch finanziell zur Seite stehen willst.
Du machst dir sehr viele Gedanken darüber, wie es mit ihr weitergehen kann und wie sie alles in Verbindung mit der Therapie allein stemmen soll. Aber glaubst du nicht auch, dass sie darüber auch schon nachgedacht hat? All die Dinge, die du aufgezählt hast: das Auto, die Wohnung, der Job..., sind doch nur materielle Dinge, die ersetzbar sind und demzufolge auch wieder erworben werden können, wenn das Hauptproblem aus der Welt geschafft ist.
Ich denke, dass ihr all diese "Nebensächlichkeiten" nicht mal halb so viele Kopfschmerzen bereiten, wie eine geeignete Therapie zu finden. Und diese dann auch noch durchzuhalten. Da werden Dinge an die Oberfläche gelangen, die sie sehr belasten werden und die es vllt auch unmöglich machen, von dir Trost entgegen zu nehmen. Eine Therapie verändert immer. Vllt denkt sie auch, dass sie hinterher nicht mehr der gleiche Mensch sein wird, die Frau, in die du dich verliebt hast und mit der du dein Leben verbringen wolltest. So gesehen, ist die Trennung vor Antritt der Therapie von ihr eine Schutzmaßnahme. Sie befürchtet evtl, dass es nach der Therapie aufgrund ihrer Veränderungen, die natürlich auch eine Veränderung in eurer Beziehung bewirken wird, ohnehin zur Tennung kommen könnte, die sie dann ihrer Fortschritte berauben könnte. Aber ... alles hätte, könnte, wäre.... , nur Spekulationen. Was in ihr wirklich vorgeht, kann sie dir nur selbst sagen.
Du kannst versuchen, im Hintergrund weiterhin präsent zu sein, ihr immer mal wieder deine Hilfe anbieten, ohne aufdringlich zu erscheinen. Ich denke, mehr kannst du momentan nicht tun. Sie hat ja deutlich signalisiert, dass sie den Weg allein gehen will. Das musst du nun erstmal akzeptieren. Wie sich dann nach der Therapie alles entwickelt, wird sich zeigen.
Zitat:Jetzt ist sie für das Wochenende planmäßig bei ihren Kindern ca. 500 KM weit weg. Sie hat mir gestern aufgrund meiner nachrichtlichen Bitte geschrieben das sie angekommen ist. Doch der Kuss am Ende der Nachricht fehlte und ich vermisse ihn. Ich vermisse ihre zärtlichen Grüße, ihre Worte. Bei dem Gedanken wieder ohne Sie wach zu werden, in ihre Augen zu sehen wird mir schlecht.
Ich denke, dass sie das ganz bewusst macht, damit du dich schneller distanzieren kannst. Wenn sie dich genauso liebt, wie du sie, fällt ihr die Trennung mindestens genauso schwer. Aber um es nicht unnötig zu verkomplizieren, geht sie auf Abstand.
Dieses Einschlafen und Aufwachen ohne den geliebten Partner an der Seite, ist eine verdammt beschissene Sache. Da kann ich mit dir mitfühlen.

Ich habe lange Zeit auf der Couch geschlafen, weil ich das leere Bett neben mir nicht ertragen konnte.
Zitat:Und gleich kommt noch der Hammer für mich. Ein alljährliches Familientreffen. Da muss ich erst einmal erklären das wir uns getrennt haben. Erklärungen, Fragen, Unverständnis, Ratschläge, Bedauern und all das ganze. Dem kann ich mich aber nicht entziehen. Wie soll ich das schaffen?
Oh Mann,wie habe ich diese Situationen gehasst!

Dieses ständige Sich- erklären-müssen, das war so belastend! Und es ging noch lange so, weil man auch nach langer Zeit noch Menschen begegnet, die man ewig nicht gesehen hat und die daher auch nicht um die Veränderungen wissen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür.
Zitat:Bis jetzt habe ich es geschaft ihr keine Nachricht zu senden. Das schaffe ich auch vielleicht bis morgen und dann?
Denke nur in kleinen Schritten! Was morgen sein wird, weiß doch noch niemand. Immer einen Tag nach dem anderen denken, sonst machst du dich fertig! Was die Zukunft bringt, ist ungewiss. Aber das Heute umgibt dich jetzt und hier... und will von dir gemeistert werden. Das ist schon eine große Aufgabe, die du bewältigen musst.
Ich bin mir sicher, du packst das.
Zuversicht
Mit Dankbarkeit richt’ Deinen Blick
auf manche Freud’ und Glück zurück,
bewahre es im Herzen gut
und schöpfe daraus frischen Mut.
Geduldig sei in schwerer Zeit,
schmerzt Krankheit Dich und manches Leid.
Nach Dauerregen, dunklen Wolken,
wird stets die Sonne strahlend folgen.
Drum soll für Dich Begleiter sein
die Zuversicht tagaus, tagein.
Sie wird verdrängen Angst und Zorn.
Richte Deinen Blick nach vorn.
Roland-Peter