Zitat von Wolgang68: was sie selbst noch von sich behauptet ist , dass sie in Depressionen ist . Lässt sich aber nicht wirklich behandeln . War zwar im Juni mit den kleinen kids in einer Mutter Kind Kur aber ich finde das das doch nichts gegen Depressionen ist
Hallo lieber TE und willkommen hier im Forum,
ich verfolge dein Thema nun schon eine Weile und wusste erst nicht wie ich mich dazu äußern sollte, also las ich mal still mit. Nach dem was ich da las möchte ich dir als Tipp geben, dass hier nur Menschen schreiben, die weder dich, noch deine Frau noch eure Situation kennen. Der oben genannte Satz lies mich jedoch stutzig werden.
Die Depression deiner Frau mit den Worten abzutun, scheint mir den Ernst einer solchen Krankheit in deinen Augen nicht bewusst zu machen. Nehmen wir an, deine Frau steckt in einer solchen Situation. Eine Despression fühlt sich ein wie eine inneres Gefängnis aus Angst, Zweifeln und Hoffnungslosigkeit. Um in eine solche Lage zu geraten müssen äußere oder innere Umstände vorliegen, die einen Menschen in diesen Zustand bringen. Heißt, irgendwas an der Schilderung eurer Lage wird wohl von deiner Seite zu rosa gesehen werden und von ihrer Seite zu schwarz. Was genau das ist, kannst nur du selbst beantworten.
Oft geht die gemeinsame Aufmerksamkeit im Alltag flöten, was ein schleichender Prozess ist. Bitte vergiss nicht, dass eine Situation die dir gefällt, für sie vllt. nicht mehr angenehm sein könnte. Es können Kleinigkeiten sein. Eine Überforderung im Alltag, fehlende innige Gespräche. Vllt. liegen sogar tief sitzende Ängste und Sorgen in ihr, die sie nicht anspricht, oder aber du sogar überhörst. Was mir auffällt (und das ist nicht wertend gemeint), dass Männer gern über ihre meckernden Frauen reklamieren. Genau dieses latente Meckern ist aber die Unzufriedenheit die gern übersehen wird. Genau wie Frauen die Rückzüge ihrer Männer bei Unzufriedenheiten falsch deuten. Frauen lamentieren = unzufrieden / Männer - Rückzug = unzufrieden. Da liegt das Verständigungsmanko. Also denk mal nach, ob es solche immer wiederkehrenden Meckereien gab oder gar gibt. Erst wenn eine Frau still wird und nicht mehr reklamiert wird es dann langsam kritisch.
Was den Chef betrifft kann ich (und auch kein anderer hier) beurteilen was da war oder nicht. Scheinbar tat ihr aber diese Aufmerksamkeit gut. Vllt. waren es Gespräche oder aber eben auch Komplimente. Das diese natürlich in eine Affäre führen können, oder schon haben streite ich nicht ab.
Ich glaube aber, wenn du mit deiner Frau zusammenbleiben magst, solltest du herausfinden, warum sie sich depressiv und traurig in ihrer momentanen Situation fühlt. Auch solltet ihr offene Gespräche führen, was ihr der Kontakt zum Chef gibt. Frage, wo sie sich getroffen haben und was dann war. Stellt Euch die Fragen was ihr füreinander seit, wo ihr Eure Schwächen seht und wo Eure Stärken. Sprich an, dass die Schweigephasen dir weh tun. Oft wurden solche Dinge in der Kindheit erlernt, weil man so selbst von den Eltern gestraft wurde. Wenn man es nicht anders kennt, dann wendet man das selbst so an.
Es müssen also Gespräche her, die eben nicht nur den Chef betreffen, denn er ist eher ein Punkt der ganz andere Schwachstellen in der Ehe zum Vorschein bringt. Ihr müsst mal wieder richtig über Euch und Eure Gefühle sprechen. Gnadenlos ehrlich, aber ohne Vorhaltungen.
Und bitte beachte, dass keiner der User hier eine vollfunktionstüchtige Kristallkugel zur Verfügung hat, die ihm sagt was deine Frau getrieben hat oder nicht. Mutmaßungen aus Erfahrungen sicher, aber eben aus der en mit anderen Partnern oder aus dem gelesenen. Kann, aber muss nicht zutreffen.