Guten Morgen liebe Alle...
Zitat von Dattel:Oder lässt Du sie das alles selbst bezahlen?
Die Urlaube sind ja schon bezahlt und das was dann vor Ort dazu kommt ist in der Regel überschaubar. Also Finanzen wären in den Zusammenhang nebensächlich, es geht mehr um das Aushalten des so nah aufeinander seins.
Zitat von BerndOtto:Es gibt ja die Fälle, in denen die Ex-Eltern ein gemeinsames Haus bzw. eine Wohnung behalten, die Kinder IMMER da wohnen und im Wochenturnus oder wie eben abgesprochen mal der eine, mal der andere bei den Kindern wohnt. Man hat dann eine zweite "Austragswohnung". Kann sein, dass dies ab und an funktioniert, aber ich sehe auch da sofort die Probleme, zumindest, wenn ein neuer Partner im Spiel ist: Dann schlafen im Ehebett mal das eine Paar, dann ein Single oder das andere Paar. Autsch. Und Konflikte im praktische Sachen wie Putzen oder so sind vorprogrammiert.
Diese Lösung ist ja von daher vom Tisch, da sie sich direkt für eine neue gemeinsame Wohnung mit ihrem Lover entschieden hat. Somit müsste ich mir dann auch eine Wohnung suchen, was nicht sinnvoll wäre. Aber abgesehen davon denke ich trotzdem solche Modelle können funktionieren. Hier braucht es dann klare Absprachen und Regeln, besonders was den neuen Partner angeht, der im gemeinsamen Heim nix zu suchen hätte.
Zitat von BerndOtto:Die andere Lösung wäre: Volles Sorgerecht zu Dir.
Das ist meiner Frau momentan egal, ja. Und unter diesen Umständen würde ich auch versuchen das zu bekommen.
Zitat von lexor:Du brauchst nur den Titel Obhut und festgelegte Besuchszeiten. Dann bist du völlig frei und kannst dein Leben und das deine Kinder völlig frei organisieren ohne das deine Ex irgendetwas im Tagesgeschehen noch zu sagen hat. Gratuliere, die beste aller Welten. Darum sagten wir ja, du wirst noch den Kopf schütteln wie sie dir so ein Geschenk machen konnte, das ist ja alles nach ihrem Wunsch.
Ja auch das glaube ich euch alten Hasen. Trotzdem, emotional bin ich noch lange nicht soweit das so sehen zu können. Und auch dann wird es nachher damit stehen und fallen, welche Geschütze sie im Nachhinein bereit ist aufzufahren, um dies dann wieder zu boykottieren oder sabotieren.
Zitat von Gast2000:Wenn Deine Frau auszieht, hat sie sich nicht nur von Dir getrennt, sondern dann auch von ihrer bisherigen Familie. Das heißt, sie gibt alle Schlüssel ab und darf, ohne Dein ausdrückliches Einverständnis, die ehemals gemeinsame Wohnung nicht mehr betreten. Die Kinderübergabe sollte jeweils an der Schule - Lehrer wissen darüber Bescheid - erfolgen. Nur wenn das nicht möglich ist, Übergabe vor der Wohnungstür.
Das ist der radikale Weg, den ich grade umschiffen möchte. Wenn die Fronten zwischen beiden Parteien verhärtet sind braucht es solche Wege. Und auch ich kann in diese Situation geraten und werde dann solche Massnahmen ergreifen. An diesem Punkt bin ich bzw. sind wir aber nicht. Das unser und zukünftig mein Haus nicht ohne meine Zustimmung betreten wird wird so sein, aber eine Übergabe an der Schule ist etwas too much. Die Kinder sollen zu den Zeiten zu ihr gehen oder ich bringe sie oder sie holt sie ab. Solange das funktioniert ist das wohl für alle Beteiligten der beste Weg. Wenn es dann nicht funktioniert dann kommt der harte Weg.
Zitat von Gast2000:Entscheidend wird sein, wie Du damit umgehst. Wenn Du sie nicht mehr willst, was völlig verständlich ist,
würde ich empfehlen abzuwarten bis alles in trockenen Tüchern und unterschrieben ist und ihr danach freundlich und sachlich sagen, dass mit ihrem Auszug eine endgültige Trennung und Scheidung verbunden
ist.
Nein ich will sie grade nicht mehr. Und ich sage niemals nie aber es wäre sicher ein Gewaltakt und ein intensiver Prozess, wenn ich mir das für irgendwann nochmal vorstellen müsste. Und genau das ist grade der Weg den ich versuche. Eine Gratwanderung. Ich versuche es emotional nicht eskalieren zu lassen, obwohl ich so viele Gründe dazu habe und sehr häufig extrem die Zähne zusammenbeissen muss. Denn sie kann es nicht kontrollieren und emotionale Gespräche eskalieren. Denn ich möchte alles geregelt haben, so schnell als möglich. Trotzdem wird das realistisch betrachtet noch einige Wochen dauern und auch nach ihrem Auszug noch nicht abgeschlossen sein.
Zitat von Puppenmama5269:Unbegreiflich.
Ja das ist es. Ich kann vieles annehmen, akzeptieren und begreifen. Was uns als Paar betrifft, was vielleicht auch ihre Überforderung in der Mutterrolle betrifft usw. Aber womit ich weiter hadere ist zu akzeptieren, dass Mama ihre Kinder nicht mehr will. Alle Momente, in denen ich meien Emotionen nicht zurückhalten kann, kommen von da. Wenn ich diese Wut verspüre.
Gestern abend war es wieder soweit, sie kam von Turteltäubchen, pünktlich halb neun als die Kinder grade im Bett waren. Nachdem sie den abend zuvor noch emotional etwas aufmachte. setzte sie sich hin und was sie besprechen wollte war, dasssie darüber nachgedacht habe, das es für sie ja auch schweirig sei, wenn sie wie eigentlich besprochen die Kinder jeden Freitag an iohrem freien Tag nehme. Denn eigentlich sei der Freitag ja ihr freier Tag und ihr Bedürfnis sei ja Zeit für sich zu haben und wenn sie mal ein verlängertes We oder so will dann sei es ja schwierig... Bämm... Blablablablabla...
Meine Antwort war dann, ja das sei das Los von Menschen, die Kinder haben, dass sie eigene Bedürfnisse hinten anstellen in der Zeit wo sie kleine Kinder haben. Und schon waren die Spiele und Diskussionen eröffnet und die Spirale drehte sich bis in die Nacht. Ohne Details breit zu treten, es war wieder zermürbend und zerstörerisch. Weil ich genau an dem Punkt wieder gestiegen bin, an dem ich merkte, hier geht es aus ihrer Sicht heraus nicht darum, wann darf ich Zeit mit meinen Kindern verbringen, sondern wann muss ich sie nehmen und habe dann weniger Zeit für mich. Das trifft mich jedes Mal wie ein Faustschlag das zu spüren, die Emotionen kochen hoch und ich kann nicht damit umgehen. Und ich finde auch bis zum heutigen Tag kein Gegenmittel, über diesen Emotionen zu stehen. Es sind ihre Kinder! Aber es ist auch grade ein Teufelskreis. Je genervter und distanzierter sie mit den Kindern umgeht, desto mehr ignorieren die Kinder sie bzw zeigen ihr die kalte Schulter. Dies wiederum führt zu noch mehr Ablehnung und Distanz ihrerseits usw.
Ja und praktisch stelle ich mir die Frage was will ich von ihr fordern. Einerseits denke ich mir, so nicht, ist kein Wunschkonzert, Turteltäubchen muss auch merken was Sache ist und dass ich auch meine Freiräume möchte was heisst sie hat Betreuungszeit und hat dies zu tun.
Andererseits kann es doch nicht sein, dass die Kinder dann nachher bei einer Mutter sein müssen, die eigentlich keinen Bock drauf hat.
Jedes 2. WE bleibt auf jeden Fall, aber meine Gedanken drehen sich halt mehr um das was darüber hinaus geht, namentlich Donnerstag Abend und den ganzen Freitag.