FrauDrachin
Mentorin
- Beiträge:
- 5546
- Themen:
- 4
- Danke erhalten:
- 13747
- Mitglied seit:
Ich denke, nach so vielen Vorfällen kann man sich getrost von jeglichem Zweifel verabschieden. Es steht außer Frage, was passiert ist, und es steht außer Frage, dass es vermutlich immer wieder mal passieren wird.
Allerdings scheit es ja auch so zu sein, dass deine Frau grundsätzlich gerne in der Ehe bleiben würde, auch wenn sie sie natürlich mit Füßen tritt.
Also liegt es an dir.
1. Den Tatsachen ganz glasklar in die Augen zu schauen: Es ist wie es ist und es wird sich vermutlich nicht ändern.
2. Dir zu überlegen, was du willst und was du kannst. Ich meine, es macht ja keinen Sinn, dich zu trennen, und dann in der Depression des Jahrhunderts zu landen.
Also wäre die Frage:
1. Warum hast du sie trotzdem geheiratet? Und warum bist du die letzten 5x bei ihr geblieben? Ohne Hähme und erhobenen Zeigefinger, ich fände es wichtig, hier ehrlich deine Beweggründe anzuschauen.
2. Was für Optionen hast du?
Mir fallen auf Anhieb ein:
-Ganz nichts tun, und alles so weiterlaufen lassen, dann würde allerdings dein Leiden das gleiche bleiben, und vermutlich von mal zu mal sogar zunehmen.
-eine offen ausgesprochene offene Ehe, wenn das eine Option für dich ist, einseitig oder beidseitig offen? In jedem Fall, auch wenn das nach Nebenkriegsschauplatz klingt, würde ich mit ihr safer Sex praktizieren.
-Nichts sagen, und schauen, dass du dir die Ressourcen schaffst, dich zu trennen. Anwalt, Psychotherapie/Coach, Wohnung, dir Gedanken machen wie die Kinderbetreuung ausschauen soll usw. und dich dann trennen.
-ein klares Gespräch, ob ihr denn was die Werte angeht grundsätzlich auf dem gleichen Nenner seid, sprich grundsätzlich beide zu einer exklusiven Ehe steht, ob sie denn bereit wäre, in Zukunft exklusiv zu sein, und ankündigen, dich beim nächsten Nebennausgehen zu trennen. Und das dann natürlich auch tun.
-dich sofort trennen, weil dieses Gespräch wahrscheinlich eher weniger bringen dürfte.
Wenn du darüber dir im klaren bist was du willst und was du kannst, dann kannst du ins Handeln kommen. Zu was tendierst du denn?