Zitat von Kaetzchen:Ich bin ja sonst meistens dabei, aber hier sehe ich das Problem überhaupt nicht in fehlender Anziehung, sondern in fehlender Nähe. Und die sonst üblichen Ratschläge, wie Mann die Anziehung erhöhen kann, sind da leider genau kontraproduktiv.
Ein Mann, der über Jahre keine Nähe zugelassen hat, geschweige denn selbst hergestellt, wird von einer Frau nur eins hören, wenn er jetzt auch noch den Kardinalsfehler begeht und die gewünschte Nähe anderen zukommen lässt - nämlich F**k you! (Und das, so viel sei erlaubt, zu Recht

Sorry, Jungs, aber der Fall hier ist leider so typisch, dass er im Lehrbuch stehen könnte. Die Frau ist so ausgehungert, dass sie sogar mit Handygetipper glücklicher ist als mit ihrem Freund (warum eigentlich nicht verheiratet nach 11 Jahren und zwei Kindern?)
Folgende (auswahl an) Punkte werden bei Deiner Betrachtung aber außer Acht gelassen:
- Stand der Dinge, wie er jetzt
ist.
-> Und wenn man eine Lösung auf dem
ist-Stand anstrebt, dann kommt man zwangsläufig an den Punkt,
dass der Weg raus aus der Krise nicht der gleiche ist, wie der Weg rein. ->-> Denn jetzt mehr Nähe beim ist-Zustand zu investieren, lässt völlig außen vor, dass die Dame aktiv daran arbeitet, Distanz herzustellen.
->->-> Investiert man also in mehr Nähe, gegen die Intention der Dame, kocht man die Sache hoch und gibt als Signal, dass die Entscheidung nicht ernst genommen wird. Jede Frau muss sich da nur mal für eine Sekunde in ihre Gefühle versetzen, wie es denn bei dem einen Typen, der aktiv auf Distanz gehalten wurde, war, als der es nicht gerafft hat und mit Invest und Rosen dafür sorgen wollte, dass die Dame doch auf ihn eingeht.
Da sind so viele Basics, die schon bei einer oberflächlichen Betrachtung außer Acht gelasen werden.
Ein weiteres Problem, was ich schon hinreichend erklärt habe ist die Überbewertung der Distanz des TEs aus früheren Tagen, die er mitunter aus Gründen der Rationalisierung hoch ansetzt, weil er sich selber einreden will, aktiv einen Weg rein in die Krise umzudrehen. Da wird für bare Münze genommen, was der Panik des TEs entspringt. Und selbst wenn das 100 Prozent stimmen würde, was es nicht tut, dann wird erneut ignoriert, dass durch Nähe und Sicherheit keine Anziehungskraft generiert werden kann, wenn die Dame bereits im Stadion der Ablehung ist.
Nochmal für die Anfänger: Der Weg rein in die Krise (mangelnder Anziehungskraft) IST NICHT, der Weg raus aus der Krise.
Du und einige andere Schreiber, gehen zur Stabilisierung ihrer eigenen Rationalisierung, die wie gesagt nur unter Weglassen entscheidender Dynamiken ansatzweise Sinn ergibt, sogar so weit, dass auch die Intention von manchen Tippgebern verdreht wird. Andere Schreiber haben schon zu Recht darauf hingewiesen, dass bewusst eine destruktive Auslegung vorgenommen wird, aber sinnvolle Ansätze wie "eigne Dir Wissen an", "werde ruhiger", "arbeite an Dir selbst" unter den Teppich gekehrt werden.
Sonst schreibst Du an sich immer ganz brauchbare Sachen, in diesem Fall liegst Du aber auf Basis viel zu vieler Unterschlagungen von Nebendynamiken voll daneben. Und das schlimme ist, dass der TE sich auf Basis der genannten Panik diese Empfehlung raussuchen wird und dem Ansatz "nicht Anziehung ist das Problem, sondern fehlende Nähe" bedingungslos folgen und weiter die Dinge tun, die die Dame des TEs schon die letzten Monate auf DIstanz gebracht hat. Und die Dame wird sich denken, ob ihr Mann noch alle Tassen im Schrank hat.
Das war kein guter Rat.