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Meine Geschichte es tut so weh

Aua

Liebe Forummitglieder…

… es ist an der Zeit mein Erlebtes von meinem Herzen zu schreiben. Außerdem tut es ganz gut mit anderen Leuten darüber zu reden und ihre Meinungen/Ratschläge zu lesen.
Ich werde versuchen mich kurz und knapp zu halten, was allerdings sehr schwierig sein wird, da viele Höhen und Tiefen ihr Inhalt war. Viele emotionale Situationen…

Zuerst zu mir: Ich bin 30 Jahre alt und war 4 Jahre lang Single. Meine vorigen Partnerschaften waren alle ein Reinfall. Ich gelange immer an die falschen Männer, die mir sehr weh tun. Einer ging mehrere Male fremd. Der andere hatte ein Dro.problem und ich versuchte ihn zu therapieren. Ich verstand das alles nie!
Zurück zum Thema…Ich mochte anfangs meine Singlezeit, aber irgendwann war es mir zu viel. Mein Alter war mir schon immer ein Dorn im Auge. Eigentlich wollte ich mit 25 schon Kinder haben. Ich sehnte mich sehr nach einer Beziehung. Mein Ziel war es anfangs mich endlich zu verlieben und mit diesem Partner glücklich in die Zukunft schauen zu können. Doch je mehr die Monate in meinem Singledasein verstrichen, desto mehr verlor ich die Hoffnung mich jemals wieder zu verlieben, zumal die Männer die ich kennenlernte selbst sehr verloren waren und ihren Platz im Leben nicht gefunden hatten. Ich entschied mich dazu nur Bettgeschichten einzugehen. Eine Art Selbstschutz? Ich verfiel in eine Depression: ich war neidisch auf Freunde, die mit ihrem Partner sehr glücklich waren - Zusammenziehen, Verlobung, heiraten, Kinder kriegen…ich war mit der Arbeit unzufrieden…
Ich habe mich therapieren lassen und war auf Kur. Alles besserte sich…Ich änderte vieles: Meinen Arbeitsplatz, ich suchte mir Hobbys usw….

Und dann lernte ich IHN übers Internet kennen. Wir leben in der selben Stadt. Wir schrieben unzählige Nachrichten, bei denen es im Bauch schon kribbelte. Wir trafen uns und waren uns auf Anhieb sympathisch. Wir redeten bis in die Nächte hinein, kochten gerne zusammen, machten Spaziergänge…es fühlte sich fantastisch an. Er gab mir Hoffnung. Wir küssten uns, hatten wundervollen S.…Alles passierte einfach so und es fühlte sich so richtig an. Doch aufgrund meiner Vorerfahrungen fragte ich ihn, ob er mehr von mir möchte, oder ob es eine Bettsache wäre. Er sagte, dass er mich sehr mag, und es bei ihm mehr wird…wir waren also ein Paar!
Er hatte schon immer sehr wenig Zeit für mich. Er sagte, er habe seinen Arbeitsplatz gewechselt und habe dort sehr viel zu tun. Klar, das nahm ich ernstmal so hin.
Ich lebte unsere Beziehung.

Irgendwann wurde ich aber dennoch skeptisch, weil er so wenig Zeit hatte. Er sagte oftmals ab, weil er länger arbeiten müsse. Es ging irgendwie nicht voran und wenn er absagte, tat es weh, es enttäuschte mich, zumal er damit auch meine Freunde und Familie versetzte. Ich wollte auch mal sein zu Hause kennenlernen, seine Familie und seine Freunde. Er erzählte, dass er vorübergehend bei seiner Mutter wohne, nachdem er aus einer WG zog. Das wäre ihm peinlich. Für mich war das dennoch kein Grund. Ich hinterfragte ständig, warum er mich nicht in sein Leben ließe…Aber ich bekam keine Antwort, die für mich ok war. Ich hatte das Gefühl, dass er etwas versteckt.

Durch gemeinsame Gespräche fand ich heraus, dass wir einen gemeinsamen Bekannten haben. Den kontaktierte ich hinter seinem Rücken. Er verriet mir, dass mein Partner eine Freundin habe, die mal Schwanger war und das Kind mit Sicherheit ihm gehören würde.
Ich konfrontierte meinen Partner damit. Er stritt alles ab.
Ich fand über den Bekannten Fotos im Internet von meinem Partner mit einer Frau küssend, Arm in Arm mit einem Baby…Die Fotos konnte ich nicht über meinen Account finden, da ich anscheinend blockiert wurde.
Ich war schockiert. Ich konfrontierte ihn mit diesen Fotos. Er gab zu, dass es sein Kind ist. Er würde aber nicht mehr mit der Kindesmutter zusammen sein.

Der Schock musste verdaut werden. Ich konnte nicht verstehen, warum er mir ein Kind verheimliche. Ich ging auf Distanz. Er lief mir hinterher. Er sagte, wir bekämen das hin, er habe das Kind aus Angst mich zu verlieren verheimlicht. Er wollte es mir ja die ganze Zeit sagen. Und unter anderem erwähnte ich, dass ich keinen Mann mit Kindern haben möchte.

Nach einiger Zeit verzieh ich ihm. Wir redeten viel miteinander. Trafen uns wie gewohnt…Natürlich wollte ich das Kind auch mal kennenlernen. Aber aus irgendeinem Grund wollte er es nicht.

Da ich wusste, wo er mit seiner Mutter wohnte, holte ich ihn abends überraschend ab, da wir verabredet waren. Ich traute mich nicht zu klingeln, also wartete ich vor seiner Tür. Er schrieb, dass er sich gleich auf den Weg machen würde. Dann, dass er im Bus sitzt, und auf dem Weg zu mir ist.
Kann ja gar nicht sein…Ich warte doch vor der Tür!?
Irgendetwas stimmte doch nicht!
Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und klingelte doch. Eine ältere Dame öffnete die Tür.
Sie sagte mir, dass das ihr Sohn wäre und er hier aber nicht wohne. Sie fragte, wer ich wäre, aber auf diese Frage konnte ich nicht mehr genau antworten. Sie sagte, dass er doch eine Freundin mit Kind habe, zu denen er doch schleunigst zurück sollte.

Das Gefühl war der Wahnsinn. Ich fuhr schleunigst wieder zu mir, in der Hoffnung, dass er da stehen würde und ich ihn konfrontieren könnte.
Natürlich rief ihn seine Mutter in dieser Zeit an. Als er auf der Straße vor mir stand, konnte er nicht reden.
Ich ging mit ihm in meine Wohnung. Er sagte immer noch nichts. Es war schlimm!
Ich fing an zu weinen. Er sagte, dass das ganze sehr kompliziert wäre, mit ihm und ihr würde nichts mehr laufen, er liebt mich, er wäre nur wegen seinem Kind da…
Wieder distanzierte ich mich von ihm. Es war alles nicht zu fassen!
Ich kontaktierte seine Freundin. Sie war sauer. Schmiss ihn sogar raus. Sie blockierte mich. Er schlief angeblich bei seiner Mutter.
Dann landete er wieder bei seiner Familie.
Er lief mir weiter hinterher. Er sagte, dass ich ihm Zeit geben sollte. Er würde gerne zu mir ziehen wollen, möchte aber noch einige Dinge klären.
Das sagte er mir mehrere Monate, dennoch versuchte ich ihm zu glauben. Ich machte das mit. Die Hoffnung gab ich nicht auf.

Er feierte mit mir meinen 30. Geburtstag, lernte dort meine Familie und meine Freunde kennen. Er feierte mit mir Silvester. Aber jedes Mal, wenn er bei mir war, fuhr er am nächsten Tag wieder schnell nach Hause. Ja, leider war er Weihnachten nicht bei mir.
Und da ich nun wusste, wo er war, konnte ich damit nicht mehr umgehen.
Ich konnte das alles nicht mehr. Ich stellte ihm ein Ultimatum: Bis ende Januar sollte er bei mir sein!

Und nun bin ich da, wo ich nun bin. Er ist natürlich nicht zu mir gezogen!

Doch nun bin ich an einem Punkt, an dem ich wieder kurz davor bin in eine Depression zu rutschen. Ich komme nicht vor und nicht zurück.
Ich merke, dass ich diese Sache viel früher hätte beenden sollen. Ich bereue vieles und mache mir selbst Vorwürfe. Teilweise gebe ich mir für alles die Schuld. Ich denke, dass ich nicht stark genug bin.
Ich habe immer noch Kontakt zu ihm. Ja, manchmal bettle ich ihn sogar an, dass er mich nicht im Stich lassen darf, dass er doch zu mir ziehen soll…Ich kann nicht verstehen, warum ich nach all dem immer noch Kontakt zu ihm habe. Ich schaffe es nicht ihn zu löschen - aus meinem Leben zu löschen!
Er schreibt, dass er mich immer noch sehr liebt, dass ich das Beste für ihn wäre, er aber wegen seinem Sohn Schwierigkeiten hätte sich zu lösen, er habe Angst um die Bindung zu ihm…

Kopf und Herz streiten sich.
Auch wenn es sich naiv anhört: Ich weiß, dass er mich liebt, sonst wäre er nicht so weit mit mir gegangen. Aber warum zieht er dann nicht zu mir? Ist die Liebe zu seinem Kind größer? Ich bin doch für die Sache mit seinem Kind offen! Ich kann mir sogar vorstellen seinen Sohn auch irgendwann zu lieben.

Ich kann das alles nicht verstehen. Warum gehe ich so weit? Warum gelange ich immer an diese Männer? Werde ich nie einen tollen Partner kennenlernen? Verarschen mich alle?
Warum hat er es mit mir so weit kommen lassen? Warum tut er mir sowas an?
Warum löscht er mich nicht einfach aus seinem Leben, wenn er weiß, dass es mit uns nichts wird?

Ich möchte, dass all diese Gedanken aufhören. Es soll ein Ende haben! Setze mich selber unter Druck, dass ich die Zeit nicht habe. Ich will in meinem Leben doch eigentlich weiter kommen. Einen Partner haben, der immer Zeit für mich hat. Mich nicht versetzt und aufrichtig, respektvoll, treu, ehrlich, offen an meiner Seite steht und mich stützt. Er hat das alles nicht getan!
Ich weiß das, aber warum kann ich nicht los lassen?!
Habe ich nun komplett die Hoffnung aufgegeben, dass ich mal glücklich sein werde?

Es tut unendlich doll weh. Ich bin mit allem überfordert…Alles kostet so viel Energie. Ich bin so müde...

Ich versuche mich abzulenken. Trotzdem ist er ÜBERALL!

13.02.2016 18:06 • #1


Hope26


Liebe Aua,
meine Güte- du hast aber wirklich Pech mit Männern.
Du scheinst mit untrüglicher Sicherheit immer die Nieten zu ziehen.

Für ihn bist du eine Affäre- nicht mehr. Er hat dich ausserdem von Anfang an belogen.

Du kannst natürlich wieder glücklich werden, aber vielleicht solltest du dein Beuteschema ändern.
Überlege mal, was dich an deinen ganzen Ex-Partnern gereizt hat- was hatten alle gemeinsam.
Und dann schau nach Männern, die dies nicht haben.....

13.02.2016 19:02 • x 3 #2


Bina1412


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Hmm, eine schwierige Situation. Ich hatte auch mal so einen Kandidaten, der noch mit seiner Ex zusammen wohnte. Er konnte allerdings berufsbedingt dort nicht ausziehen und sie verschob ihre geplanten Auszüge immer wieder. Ich kann dich gut verstehen, hätte auch mit der Situation nicht umgehen können, weshalb ich mich aber von Anfang an nicht näher drauf einließ. Heute sind wir noch immer befreundet, sie wohnt übrigens immer noch da.

Andererseits gibt es da meine Freundin, die eine ähnliche Geschichte wie du erlebte. Bei ihr war es sogar noch krasser, da nicht mal Kinder im Spiel waren. Er konnte sich nur einfach nicht richtig lösen aus der Wohnsituation und allem, wollte meine Freundin dennoch nicht verlieren. Sie ließ sich darauf ein, wobei er ihr auch immer das Gefühl gab, die absolut begehrenswerteste zu sein. Vier Jahre hat es gedauert, bis er aus der gemeinsamen Wohnung mit seiner Ex und zu meiner Freundin zog. Das ist nun knapp zwei Jahre her und manchmal sagt meine Freundin, wünscht sie sich die alte Zeit sogar zurück (obwohl sie immer noch glücklich sind). Ich muss gestehen, ich hätte das niemals so gekonnt und auch nie gedacht, dass er sich jemals lösen würde, aber eins hat es mich gelehrt: Es gibt nicht immer nur schwarz-weiß. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass meine Freundin schon ein wenig älter ist, geschieden und ein Kind. Ihre Familienplanung war abgeschlossen und auch ich hab ihr immer gesagt, ob sie nun ein, zwei oder drei Jahre mit ihm "verschwendet" ist bei ihr nicht mehr so ausschlaggebend, solange er sie glücklich macht.

Ich möchte dir damit jetzt keine unnötige Hoffnung machen, aber zeigen, dass jede Situation individuell ist. Ich habe den Partner meiner Freundin öfters gefragt, was ihn solange gehindert hat, aber er konnte es selber nicht sagen. Verstehen kann ich es nach wie vor nicht, aber jeder lebt sein individuelles Beziehungsmodell. Wünsche dir alles Gute!

13.02.2016 21:07 • x 2 #3


A Day in June

A Day in June


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Hallo Aua,

das ist wirklich eine schlimme Geschichte. Tut mir sehr leid. Das tut bestimmt sehr weh.

Ich glaube nicht, dass es das gibt, dass man "immer" an die falschen Männer gerät.
Ich glaube eher, eine Beziehung zu leben ist nicht immer einfach und manchmal gelingt es
eben nicht, oder mehrmals hintereinander nicht. Vieles muss da doch zusammenkommen, dass es passt und manchmal stellt sich erst spät heraus, wenn was nicht funktioniert.

Dir gegenüber hat ER sich absolut inkorrekt und seeeeehr verantwortungslos verhalten. Ich finde Lügen und Verschleiern geht in einer - wie auch immer betitelten - Beziehung nicht.

Das er nicht zu Dir ziehen möchte, finde ich für Dich schrecklich, aber es ist kein Grund das schlechteste von ihm zu denken. Ich glaube, dass es sehr schwer ist, aus einem Leben hinaus und in ein anderes hinein zu wechseln, wenn es im "alten" Leben noch wichtige Verbindungen gibt. Vielleicht spricht das auch für eine gewisse Art des Verantwortungsgefühls? Vielleicht kann er es Dir auch erklären, wie es für ihn ist.

Ich weiss wie quälend es sein kann, wenn Beziehungen bei den Menschen um einen herum gut laufen und man selbst steht allein da. Aber Du bist noch sehr jung. Alles ist noch möglich. Hör nicht auf an Deine Träume zu glauben und das anzustreben, wie Du Dein leben leben möchtest. Vielleicht klappt es nicht mit IHM, aber das ist erst mal kein Grund an Dir zu zweifeln.

Ich drück Dich
A Day in June

13.02.2016 21:55 • #4


Blanca

Blanca


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Zitat von Aua:
Meine vorigen Partnerschaften waren alle ein Reinfall. Ich gelange immer an die falschen Männer, die mir sehr weh tun. Einer ging mehrere Male fremd. Der andere hatte ein Dro.problem und ich versuchte ihn zu therapieren. Ich verstand das alles nie!

Dann solltest Du Dich professsionell beraten lassen.

Meist steckt nämlich dahinter, daß Menschen wie Du in Kindheit oder Jugend allzu selbstverständlich perfekt zu funktionieren hatten und dann gar nicht nachvollziehen können, daß es - vor allem in städtischen Milieus - Menschen gibt, die das mindestens genauso selbstverständlich nicht tun.

Die individuellen Gründe dafür sind vielfältig - eben deshalb erscheint es hilfreich, sie mit einem Profi speziell auf Dich zugeschnitten zu durchleuchten.

Zitat:
Mein Alter war mir schon immer ein Dorn im Auge. Eigentlich wollte ich mit 25 schon Kinder haben.

Warum?

Zitat:
Ich sehnte mich sehr nach einer Beziehung.

Warum?

Zitat:
Doch je mehr die Monate in meinem Singledasein verstrichen, desto mehr verlor ich die Hoffnung mich jemals wieder zu verlieben, zumal die Männer die ich kennenlernte selbst sehr verloren waren und ihren Platz im Leben nicht gefunden hatten.

Welche Signale glaubst Du ihnen ausgestrahlt zu haben? Oder glaubst Du, einfach nur Pech gehabt zu haben?

Zitat:
Ich entschied mich dazu nur Bettgeschichten einzugehen. Eine Art Selbstschutz?

Klingt eher nach Schlußverkaufaktion.

Zitat:
Ich verfiel in eine Depression:

Klingt behandlungsbedürftig.

Zitat:
ich war neidisch auf Freunde, die mit ihrem Partner sehr glücklich waren - Zusammenziehen, Verlobung, heiraten, Kinder kriegen…

Hast Du Dir diesen Konformitätsdruck eingebildet, oder haben diese Menschen ihn konkret auf Dich ausgeübt?

Zitat:
ich war mit der Arbeit unzufrieden…

Warum? Hattest Du keine Erfolgserlebnisse, oder wurde sie nie angemessen gewürdigt?

Zitat:
Ich habe mich therapieren lassen und war auf Kur. Alles besserte sich…Ich änderte vieles: Meinen Arbeitsplatz, ich suchte mir Hobbys usw….

Klingt sehr positiv!

Zitat:
Er hatte schon immer sehr wenig Zeit für mich. Er sagte, er habe seinen Arbeitsplatz gewechselt und habe dort sehr viel zu tun. Klar, das nahm ich ernstmal so hin.

Warum?

Zitat:
Ich lebte unsere Beziehung.

Nach welchen Maßstäben?
Anders gefragt: Nach wessen?

Zitat:
Ich hatte das Gefühl, dass er etwas versteckt.

Findest Du, daß er Eure Beziehung jemals gelebt hat - so wie Du sie gelebt hast?

Zitat:
ch konnte nicht verstehen, warum er mir ein Kind verheimliche. Ich ging auf Distanz.

Ich kann das auch nicht verstehen und hätte ähnlich reagiert.

Zitat:
Nach einiger Zeit verzieh ich ihm. Wir redeten viel miteinander. Trafen uns wie gewohnt…Natürlich wollte ich das Kind auch mal kennenlernen. Aber aus irgendeinem Grund wollte er es nicht.

Du hast nicht darauf bestanden? Nicht mal auf einer angemessenen Begründung?

Zitat:
Ich fing an zu weinen. Er sagte, dass das ganze sehr kompliziert wäre, mit ihm und ihr würde nichts mehr laufen, er liebt mich, er wäre nur wegen seinem Kind da…
Wieder distanzierte ich mich von ihm. Es war alles nicht zu fassen!

Noch viel unfassbarer finde ich, daß Du Dir das alles bieten läßt?

Zitat:
Er lief mir weiter hinterher. Er sagte, dass ich ihm Zeit geben sollte. Er würde gerne zu mir ziehen wollen, möchte aber noch einige Dinge klären.

Er ist nicht in der Position, Dir noch irgendwas anzubieten. Warum läßt Du das zu?

Zitat:
Das sagte er mir mehrere Monate, dennoch versuchte ich ihm zu glauben.

Warum? Was macht Dich so glauben, Du seist dazu verpflichtet?
(Du bist es überhaupt nicht, im Gegenteil...)

Zitat:
Aber jedes Mal, wenn er bei mir war, fuhr er am nächsten Tag wieder schnell nach Hause. Ja, leider war er Weihnachten nicht bei mir.

Warum duldest Du das?

Zitat:
Ich konnte das alles nicht mehr. Ich stellte ihm ein Ultimatum: Bis ende Januar sollte er bei mir sein!

Und nun bin ich da, wo ich nun bin. Er ist natürlich nicht zu mir gezogen!

Und was ist nun Deine Konsequenz?

Zitat:
Ich merke, dass ich diese Sache viel früher hätte beenden sollen.

Und was tust Du jetzt?

Zitat:
Ich schaffe es nicht ihn zu löschen - aus meinem Leben zu löschen!

Was konkret erwartest Du Dir von ihm - jetzt, hier, in diesem Moment?
Worauf konkret gründet sich diese Erwartung?

Zitat:
Ich kann das alles nicht verstehen. Warum gehe ich so weit? Warum gelange ich immer an diese Männer? Werde ich nie einen tollen Partner kennenlernen? Verarschen mich alle?
Warum hat er es mit mir so weit kommen lassen? Warum tut er mir sowas an?
Warum löscht er mich nicht einfach aus seinem Leben, wenn er weiß, dass es mit uns nichts wird?

Warum handelst Du nicht selbst, sondern wartest wie ein Kaninchen auf die Schlange?

13.02.2016 23:26 • x 4 #5


Aua


Erstmal vielen Danke für eure Rückmeldungen. Tut gut...

@ Hope26
Ich glaube nicht mal, dass es ein Beuteschema ist. Ich habe es nie darauf angelegt mich zu verlieben. Es passiert einfach. Und leider stellte sich aus dieses Mal nach einiger Zeit heraus, dass da was faul ist. Wie in allen anderen Beziehungen auch.

@ Bina1412
Deine Freundin scheint Glück gehabt zu haben. Dennoch sind 4 Jahre eine lange Zeit. Ich hätte das nicht ertragen können, zumal Eifersucht sehr präsent ist. Wahnsinn, was ein Mensch aushalten kann.
Es ist traurig, dass in jeder Situation keiner richtig sagen kann, warum der Auszug nicht stattfinden kann. Das verstehe ich nicht!

@ A Day in June
Danke für deine lieben Worte.
Mag sein, dass er ein Verantwortungsgefühl beweist, wenn er dort bleibt. Aber ist man sich selbst nicht auch etwas wert und möchte die LIEBE LEBEN? Sein Kind wäre nicht aus der Welt. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn unterstütze.
Wobei mir da oft der Gedanke kommt, dass mit ihr vielleicht doch noch mehr läuft und er mir nur etwas vormachen wollte. Warum er es mir dann aber nicht sagt, verstehe ich auch nicht. Vielleicht wäre es dann leichter für mich zu verstehen. Wobei mich dann die Frage beschäftigen würde, warum er es mit mir so weit kommen lassen hat. Fragen über Fragen, die mich beschäftigen. Auf die ich wohl nie eine Antwort bekommen werde.

@ Blanca
Meine damalige Psychologin sagte, es hätte evtl. mit meinem Vater zu tun. Verlustängste, allein gelassen zu werden etc. Aber das begründet ja nicht, dass ich dennoch immer an die Problem-Männer gerate. Wie gesagt, zuerst scheint immer alles normal.
Warum ich mit ca. 25 Kinder wollte? Ich verglich das mit meinem Freundeskreis. Viele haben sich dort schon fest gebunden. Und ich ersehne eine Beziehung, weil ich nun 4 Jahre Single war/bin. Ich hätte gerne jemanden um mich herum, der mich in die Arme nimmt, mit dem ich gemeinsam einschlafen kann, nicht mehr alleine auf Feste/Feiern bin...Ich sehe ja, dass ich einsam bin und, dass es mir fehlt. Gut, gerade ist eh nicht daran zu denken, bis ich mich wieder aufgepäppelt habe. Ich kann nicht von einer in die nächste Beziehung springen.

Ich glaube dass ich den Männern, die ich kennenlernte nur das Signal einer Bettgeschichte ausgestrahlt habe. Sie waren nicht in der Lage sich fest zu binden. Und ich auch nicht. Als ich IHN kennenlernte, war ich bereit. Ich merkte das richtig. Und ich glaube auch, dass ich dann, wenn ich mehr wollte und es zu mehr kam, einfach Pech gehabt habe.

Mit der Arbeit war ich unzufrieden, weil meine Chefin einfach ne blöde Kuh war und nicht hinter mir stand. Mir fehlte der Elan mich dort wegzubewerben. Aber nun habe ich es geschafft und alles ist okay. Ich verdiene nun sogar mehr und habe mehr Verantwortung bekommen. Das bestätigt mich in meinem Tun.

Ich glaube, dass ich seine "Arbeitszeiten" so hingenommen habe, weil ich froh war, dass ich mich verliebt habe. Vorher habe ich es aufgegeben. Ja, ich dachte sogar, dass ich mich nicht mehr verlieben konnte. Aber nun weiß ich ja, dass das mit den Arbeitszeiten gelogen war.

Und du hast recht. Dein Nachfragen zeigt mir, dass ich die "Beziehung" nach SEINEN Maßstäben gelebt habe. Er war nicht für mich da, wenn ich ihn brauchte, wenn wir mit MEINEN Freunden/MEINER Familie verabredet waren, oder wenn es mir schlecht ging...Aber ich war immer für ihn da. Ich habe die Beziehung gelebt, er nicht. Schlimme Erkenntnis, wie ich gerade bemerke.

Ich glaube, dass ich zu sehr an das Gute im Menschen glaube. Vielleicht steckt auch ein wenig Naivität dahinter.
Deswegen habe ich es hingenommen, dass ich sein Kind vorerst nicht kennenlernte. Er sagte, dass die Zeit dafür schon kommen würde und er dies nicht alleine bestimmen könne. Was ich auch nie verstand. Wenn man doch etwas will, dann tut man das einfach. Er gefährdet ja sein Kind nicht damit. Im Gegenteil.
Ja, in anderen Dingen war ich wohl auch zu Gutgläubig. Er hielt mich hin. Und ich nahm seine laschen Antworten hin. Ich habe versucht die Zeit zu genießen und in der schwierigen Situation nicht viel Druck zu machen. Ich habe ihm vertraut und gehofft, dass er die Dinge klärt. Schließlich sagte er ja ständig, dass ich die Richtige bin und er es mit mir will...Er schmierte mir Honig ums Maul.

Ja, gute Frage, was ich nun tu. Im Moment sehen wir uns nicht. Wir haben den Kontakt eingestellt. Ich denke, dass er für sich entschieden hat. Er ist zu feige etwas zu tun, und zu feige mich aufzuklären.
Ich denke für mich immer hin und her.
Mal spricht mein Kopf: Das alles macht keinen Sinn. Er hat mich enttäuscht, belogen, betrogen...wenn er sie betrügt, würde er es auch mit mir tun? Wenn er bei mir wäre, wäre ich wirklich die richtige Entscheidung, oder zieht er nach einiger Zeit zu ihr zurück? Wäre er ehrlich zu mir? Das alles ist besser so, mit ihm wäre ich nicht glücklich geworden. Die Probleme wären doch weiter gegangen, wenn er hier wäre...usw....
Und mal spricht das Herz: Er fehlt mir. Wir konnten doch so gut miteinander reden. Wir haben viel miteinander gelacht. Ich liebe ihn. Ich würde ihn gerne anfassen und in die Augen schauen. Wie gerne würde ich mit ihm reden...Wie kann er mich aufgeben? Wie kann er mir das antun? Wieso macht er nichts, obwohl ich ihn in allem Unterstütze?
Es ist ein hin und her.

14.02.2016 03:31 • x 1 #6


Rainman5


Hallo aua,

Je weiter man als kind seine ureigenste persönlichkeit für die liebe der eltern verlassen hat, desto weiter ist der weg zurück.
Und der weg zurück führt wieder durch das tal des ungeliebtsein.

Es heist sich selbst wieder zu finden.
Der rest fügt sich dann von ganz alleine.

14.02.2016 07:51 • x 3 #7


Aua


Zitat von Rainman5:
Je weiter man als kind seine ureigenste persönlichkeit für die liebe der eltern verlassen hat, desto weiter ist der weg zurück. .


Wie meinst du das?

14.02.2016 10:35 • #8


Hope26


Zitat von Aua:
@ Hope26
Ich glaube nicht mal, dass es ein Beuteschema ist. Ich habe es nie darauf angelegt mich zu verlieben. Es passiert einfach. Und leider stellte sich aus dieses Mal nach einiger Zeit heraus, dass da was faul ist. Wie in allen anderen Beziehungen auch.
.


Hallo Aua,
Mit Beuteschema meine ich nicht, dass du aktiv auf der Suche bist.
Aber wir alle reagieren auf einen bestimmten Typus. Überlege doch mal: von all den vielen Männern auf der Welt verliebst du dich in eine ganz bestimmte Sorte von Männer- das ist das Beuteschema von dem ich rede

14.02.2016 10:41 • #9


Bina1412


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Zitat von Aua:
@ Bina1412
Deine Freundin scheint Glück gehabt zu haben. Dennoch sind 4 Jahre eine lange Zeit. Ich hätte das nicht ertragen können, zumal Eifersucht sehr präsent ist. Wahnsinn, was ein Mensch aushalten kann.
Es ist traurig, dass in jeder Situation keiner richtig sagen kann, warum der Auszug nicht stattfinden kann. Das verstehe ich nicht!


Und genau da liegt der Unterschied zu meiner Freundin. Meine Freundin war nicht eifersüchtig und hat unter der Situation auch nicht sonderlich gelitten. Es gab zu Anfang mal eine Situation, wo ihr Freund sich von ihr zurückzog, da er es nochmal mit seiner Ex versuchen wollte. Er hatte starke Zweifel, was er nun machen soll. Meine Freundin stand darüber und das Thema war ganz schnell wieder gegessen. Nun ist es aber auch so, dass er sich permanent (und damit meine ich wirklich permanent) bei ihr gemeldet hat, sie wusste immer, wo er war, hat mehr oder weniger jede freie Minute mit ihr verbracht. Sie wusste einfach, dass er sie abgöttisch liebt und sich irgendwann ganz für sie entscheidet. Und genau dieses Selbstbewusstsein hat sie da so entspannt werden lassen und vermutlich dazu geführt, dass er dann zu ihr gezogen ist. Hätte sie unter der ganzen Situation gelitten, hätte eifersüchtig reagiert und alles, wäre es vermutlich auch nie so weit gekommen. Es ist halt auch immer eine Frage der Einstellung zu einer Sache, wobei ich ja auch schon gesagt habe, dass ich es in dieser Art und Weise auch nicht gekonnt hätte. Aber wir sind auch grundverschiedene Menschen.

14.02.2016 11:34 • x 2 #10


Aua


Vielleicht hätte ich an ihrer Stelle dann auch so reagiert, wenn er sich mehr Mühe gegeben hätte.
In meinem Fall war es ja so, dass ich ihn, wenn es gut lief, einmal in der Woche gesehen habe. Einige Male war das Handy aus, als ich anrief. Stundenlang meldete er sich nicht auf meine Nachrichten hin. Manchmal wusste ich nicht, wo er ist und was er tut. Manchmal waren wir verabredet und er tauchte gar nicht auf und war nicht erreichbar.

Und warum geht es mir heute wieder so schlecht und es tut wahnsinnig weh? Ich bin so blöde und habe mich auch wieder bei ihm gemeldet. Dabei war mir klar, dass da nichts produktives bei rum kommt.

14.02.2016 12:55 • #11


Rainman5


damit meine ich, dass man erst dann den richtigen Partner findet, wenn man sich selbst gefunden hat.
Ein Mensch, der so IST, wie er einst "gedacht" war, strahlt.

Ist aber eher allgemein gemeint.

14.02.2016 13:25 • x 2 #12


herzsonne


Danke Rainman.
Wunderbar auf den Punkt gebracht.
Das versteht man/frau allerdings erst, wenn man/frau auf dem Weg zu sich selber ist.
Dann kann die heliodische Energie fließen und die Resonanz wäre fruchtbar.

Allerdings muss man dafür wirklich schon gewagt haben aus der Einbahnstraße zu sich selbst abzubiegen.

Es ist ein wunderbarer Weg, der viel Freude macht und den man gaaaanz langsam gehen kann, es gibt viel zu entdecken, vom Wegesrand aufzuheben, wegzuräumen, dazu zu stellen, zu staunen.
Ich kann den Weg wärmstens empfehlen.

14.02.2016 13:38 • x 1 #13


Rainman5


auch ohne Esoterik oder Psychokram sind 80% des "Erlebens" und der Entscheidungen unbewusst.
Das muss doch logisch sein, dass es gilt diesen eigentlichen Entscheidungsträger aktiv einzubinden.
Und wo ist der? Na innen.

Es ist wie eine perfekte Maschine, die alles kann und hat aber nur das tut, was ihr programmiert wird.

Man kann ihre Sprache lernen (Märchen lesen, Gefühle deuten, Symbole etc.).
Und man kann bewusst Einfluss nehmen. Durch die eigenen Gedanken und Taten.

Wenn ich z.B. rauche, zeige ich dem Inneren, dass da jemand möchte, dass der Körper kaputt geht.
Na das tut es dann auch, da es keinen eigenen Willen hat und schon gar kein Problem damit.

Dieses "liebe deinen Nächsten" ist daher seeeeehr sinnvoll.
Was und wen auch immer ich liebe.....es ist gut für mich.

14.02.2016 14:07 • #14


herzsonne


Rainman.

Unser erleben ist gefärbt, ja.
Wir reagieren unbewusst.

Hat mit esoterik oder psychokram rein gar nichts zu tun.
Allerdings ist es schon nicht so ganz verkehrt sich ein wenig mit der menschlichen psyche zu befassen, um ES auch begreifen zu können.

Und psychophysiognomie halte ich für alles andere als esoterisch.

Wie auch immer
Wir kommen nicht an uns vorbei.

14.02.2016 14:12 • x 1 #15




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