Zitat:Das verstehe ich nicht ganz.
Die Trennung war ca. Mitte Juli. Wann vermisst man eine Person, wenn nicht in so einer Zeitspanne bis jetzt?
Vermissen tut man in der Regel etwas, das man sich wünscht aber nur sehr schwer oder gar nicht erreichen kann. Man bemüht sich entweder einen Weg zu finden, das Vermisste zu erreichen oder findet sich ab.
Da du diese netten Angebote machst wie, ich setz mich auf ein Getränk zu dir und ich lade dich mal zum Squash ein, hat sie alles was sie möchte. Den Abstand von dir. Die Freiheit. Aber gleichzeitig die Gewissheit, dass du im Hintergrund als angenehme Person gerne Zeit mit ihr verbringen würdest. Leichter kann man jemandem die selbstveranlasste Trennung nicht machen. Den Schreckmoment, den fast jederVerlassen erlebt, nämlich plötzlich aufzuwachen und mit Wucht zu realisieren, dass der andere nun für immer fehlt und nie wieder kommt, diesen Moment hast du ihr bis jetzt offenbar erspart.
Die Ablösung von Verlassenden beginnt ja bereits in der Beziehungszeit. Das Verlassen ist ja nur noch der Schlusspunkt einer Entwicklung. Deshalb bist du seit zwei Monaten getrennt, sie aber schon länger. Ihr befindet euch so auch in ganz unterschiedlichen Phasen der Trennungsverarbeitung. Während du noch leidest und auf eine Wiederaufnahme der Beziehung zu guten Konditionen hoffst, ist sie möglicherweise schon so weit, sich dir wieder anzunähern. Als Freundin, nicht als Partnerin.
Hälst du den Termin zum Squash ein, zeigst du ihr, dass du mit der friend Zone einverstanden bist. Wenn du dir sagst, sie unter diesen Umständen weiter zu treffen ist besser als gar nicht, dann ist das in deiner Lage sehr verständlich. Du wirst damit aber die Flamme der Hoffnung weiter am Leben halten und geradewegs auf eine zweite Abfuhr zusteuern.
Wenn dir der Squashtermin gut tut und du das Gefühl hast dich so schrittweise entwöhnen zu können, dann würde ich hingehen. Wenn er aber dazu dient, sie wieder von deinen Qualitäten und deiner Person zu überzeugen, dann würde ich ihn absagen.