guten morgen bonnielein, lilou!
hab mir gedanken gemacht:
Zitat von Bonnielein:da muß ich Dir jetzt entschieden wiedersprechen, zumal Du Lilou wieder Hoffnungen machst.
Dieser EFP weiß schon viele Monate was Lilou für Ihn empfindet. Sie hatte schon verdammt viel Geduld und hat gewartet, wie lange denn noch?
Oder unterstellst Du diesem Mann so wenig Empathie, dass Er ihre Empfindungen nicht wahr nimmt?
ich denke, dass auch efp die möglichkeit besitz, dass sich gefühle verändern.
das weiss ich nicht. doch er schrieb, dass er sehr viel für sie empfindet.
vielleicht ist sehr viel zu wenig. vielleicht ist aber sehr viel wirklich sehr viel.
ich denke, dass lilou das herausfinden soll. mittels einem gespräch. wo es um ihn geht. um seine gefühle. und sie ihm zuhört. das bedeutet nachfragt. und nicht mit ihren eigenen gefühlen ihm gegenüber antwortet, sondern wirklich zuhört!
aus dem lehrbuch: ich und du und so weiter von otto marmet
zuhören ist eine art des da-seins:
zuhören heisst:
- eine zeitlang für den anderen da sein
- schweigen können
- sich auf den anderen einstellen; aufmerksam sein
- sich in die welt des anderen einfühlen! mit dem befasst sein, was einem
entgegenkommt
- ungewohntes und fremdes akzeptieren
- den anderen so annehmen, wie er ist; ihn nicht ändern wollen.
- sich selber bleiben; die probleme des anderen nicht übernehmen, nicht selber
lösen wollen
dieses zuhörende da-sein ist uns häufig irgendwie zuwenig. wir möchten aktiv werden: trösten, eine lösung suchen, einen rat geben. das ist nicht unbedingt falsch. aber es ist oft vorschnell und verhindert ein tieferes verstehen.
wir beschäftigen uns bei aktiv werden wieder mit uns, unseren wünschen für den anderen. hören dem anderen dabei nicht mehr aktiv zu.
zuhören ist lernbar - nicht als technik, sondern als ein aufmerksames und einfühlendes offensein gegenüber dem gesprächspartner. es beinhaltet die fähigkeit, ungewohntes zu akzeptieren und die welt " mit den augen des anderen" zu sehen. Zitat:Natürlich bleibt immer noch die Möglichkeit der potentiellen Angst des armen Mannen vor den Ach so bösen Frauen, die Sie in die Einsamkeit treiben. Und wir Frauen meinen dann die ganze Verantwortung für sein geschundenes Selbst auf unserem Rücken tragen zu müssen.
das ist aber unser thema. das wir auf die männer projizieren.
in uns, unserem unbewussten steckt die ansicht, dass wir doch so böse frauen sind, die männer in die einsamkeit, unterwürfigkeit treiben. wenn ich dich als beispiel nehmen darf, bonnie. sehe erlebtes: mutter vs vater. wenn ich mich nehme: sehe ich vater vs mutter)
dieses ins unbewusste gelangte verhalten erleben, sehen wir im aussen. wir nehmen dieses deshalb so klar und emotional wahr, weil es in uns ist. ganz tief drinnen verankert. unser bewusstsein hat aber keinen zugriff auf dieses zutiefst liegende.
somit halten wir das, was zwar in uns ist, als aussen liegend, weil wir es nur durch das gegenüber bewusst wird.
doch diese trennung von innen, aussen ist eine illusion.
und nun kommt der partner ins spiel. das was wir an unserem partner lieben, lieben wir eigentlich an uns. doch da nehmen wir es selten wahr.
das was wir am partner nicht mögen, das mögen wir an uns ebenso wenig.
da wird es kompliziert:
nasebohren mögen wir an ihm nicht. an uns auch nicht. das haben wir uns positiv abgewöhnt und seine poplerei macht uns rasend, weil wir sehen, ....
(was immer auch. seine disziplinlosigkeit, seine gleichgültigkeit, gesetzlosigkeit etc ...)
seiner hilflosigkeit sind wir schon emotionaler ausgeliefert:
wir mussten mitansehen, wie ein elternteil den anderen vollkommen überrollt hat. und kommen wir nun in unsere kraft, in unsere mitte, dann schrillt unbewusst die alarmglocke! wir nehmen nur ein unfeines gefühl wahr.
dieses gefühl muss beseitigt werden. indem wir ihm mitteilen, dass er gefälligst
sich anders verhalten soll, damit es uns besser geht!
versteht ihr!
wir geben ihm die Verantwortung über uns in die hand. er soll machen!
doch er hat absolut keine ahnung. noch weniger als wir, wenn er sich nicht mit diesem thema unterbewusstes verhalten etc auseinandersetzt.
wir wissen doch wenigstens, dass es mit uns zu tun hat. unseren ängsten:
so übergriffig und zerstörerisch zu sein wie unser elternteil.
und dann gilt es in erster linie uns selbst zu kommunizieren:
ich bin gut in meiner kraft. ich bin umsichtig. ich wertschätze den mann, mit dem ich gerade in kontakt bin. etc......
und dann gilt es, wenn ER es mir wichtig ist, ihm zu kommunizieren:
ich nehme dich wahr, als einen mann der mich interessant findet, doch ich spüre auch distanziertheit mir gegenüber. was macht diese distanziertheit aus?
und für so eine frage brauchen menschen, die nicht gewohnt sind ihre gefühle zu fragen oft tage um zu spüren, was sie fühlen.
und was sie fühlen, kann durchaus nichts mit dem zu tun haben, was sie wollen!
Die oben genannten gründen und die
emotionalität, die allzu oft mitspielt
und das von beiden (!) seiten
machen die kommunikation so schwierig
so zeitaufwendig und deshalb durchaus
als nicht durchführbar
deshalb zählt deine Argumentation für mich als 'bedingt'.
sie passt durchaus. findest du, dass du gelebtes verhalten wieder erleben möchtest.
sagst du, ich kam mit meinem gelebten verhalten nicht weiter, so wie ich immer wieder an meine eigenen grenzen stieß und mir dachte:
das gibt es doch nicht. dieses gespräch mit ihm war so unbefriedigend.
ich sitze da, heule, fühle mich unverstanden.
er sitzt dort, grimmig,in sich verzogen, fühlt sich absolut missverstanden.
irgend etwas muss es doch geben, dass dies aufgelöst werden kann.
ich fand für mich heraus: es
ist die kommunikation.
das darin enthaltene zuhören, die zeit, das fragen stellen, die empathie,
das mich selbst fragen, ob ich ihm jetzt mein ding rüberschmeisse.
das erlernen von ich bitschaften etc....
jede menge. und glaubt mir bonnielein und lilou!
mit meinem mmb gehts schon recht gut.
auf einer skala von eins bis zehn. wo sehn super topp ist, bin ich bei ihm so
um die fünf bis sechs.
vorgestern in einem gespräch mit meinem vater war ich rucki zucki auf eins:
brüllte, weinte und schlug mit der hand so auf den tisch, dass mir meine lieblingsuhr den handrücken zerkratzte, ich einen blauen daumenballen habe und meine lieblingsuhr der verschluss kaputt war.
das zum thema kommunikation
