Zitat von Lilou: ich hatte bisher keine Zeit und keine Nerven (die liegen momentan blank bei mir), alles genauestens durchzulesen ... bin es überflogen.
Liebe Lilou,
Du sollst einfach wissen, dass wir mit Dir mitfühlen.
Zitat von Lilou:Ich empfinde gerade Wut&Traurigkeit im Doppelpack und muss mich daher jetzt mit was anderem beschäftigen. Bin auf Arbeit.
Momentan kann ich nur sagen, dass es mir mit EFP ziemlich miserabel geht. Und mein Herz sagt mir, was nicht stimmig ist, stimmt nicht!
Es ist in Ordnung, dass Du wütend bist, steh dazu und formulier es.
Ich habe mir gestern noch einige Gedanken gemacht über BG's Antworten. Besonders gut hat mir der Begriff "wild und frei" gefallen.
Lilou, bist Du auch der Typ eher unkonventionell, temperamentvoll, impulsiv emotional, Powertyp und vom Kopf her eher unabhängig?
Ich denke ich bin so, muß es mir auch immer wieder sagen lassen, dass ich anders als die Anderen bin. Ich habe als Kind gelernt, dass ich meine Wut nicht zeigen darf, dann bin ich tobsüchtig, unartig...eben nicht OK.
Ich bin jetzt nun aber mal ein emotionaler Mensch, der leider lernen mußte "ich bin nicht OK, weil emotional". Also lernte ich meine Gefühle zu unterdrücken und wenn ich denn doch einmal so reagiert habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen.
Das Problem sind die für Andere unkontrollierte Emotionen, die bei mir ganz selten einmal ausbrechen und die Andere gegen die Wand fahren lassen. Selbstverständlich fühle ich mich danach schlecht, interpretiere jegliche Reaktion der Anderen in ein "ich mag Dich nicht so wie Du bist" , schäme mich und mach zu um mich wiederrum zu schützen.
Hört sich etwas kompliziert an, oder?
Was will ich damit sagen....
Ich denke ich (ich beziehe mich jetzt bewußt auf mich) muß lernen meine Emotionalität als positiv zu empfinden, denn diese Emotionen geben mir auch die Power und Begeisterungsfähigkeit, die ich besitze.
Es hilft mir aber auch mich zu hinterfragen warum habe ich so negativ auf die Aussage eines Anderen reagiert, welche Ängste kommen durch, warum ziehe ich mich so zurück.
Ganz realistisch muß ich jetzt zu mir sagen, dass ich ein zutiefst misstrauischer Mensch bin und selber sehr dicke Mauern aufgezogen habe um mich zu schützen. Um Diese Mauern nur zur Hälfte fallen zu lassen, brauche ich von dem Anderen sehr viel Sicherheit (also diese scheinbare Stärke), Anerkennung und Wertschätzung um mich einigermaßen sicher zu fühlen.
Bringt mir jetzt aber Jemand zuviel Wertschätzung entgegen, dann nehme ich die Person nicht ernst. Denn wie kann mich Jemand lieben, wenn ich mich selber nicht liebe. Also muß diese Person logischerweise in Folge auch nicht liebenswert sein.
Viele viele Gründe um emotional auf Abstand zu gehen.
Selbstverständlich betrachte ich dann auch gerne jegliche Äußerung des Anderen als persönlichen Angriff, obwohl eigentlich gar nicht so gemeint, aber weil ich mich nicht OK fühle, bestätigt es ja nur meine Meinung. Rational treffe ich dann den Beschluß "wenn Er/Sie mich nicht mag soll Er/Sie es eben lassen".
Sehr kompliziert das Ganze, aber vielleicht dennoch irgendwie verständlich.
Bei mir ist irgendetwas wie ein Groschen gefallen.
Ich werde mich jetzt bemühen emotionale Äußerungen Anderer nicht mehr als persönlichen Angriff zu nehmen, sondern als eben Persönlichkeitstypisch für diese Person. Das schafft mir mehr emotionalen Abstand um angemessen und nicht emotional zu reagieren und den Anderen vor den Kopf zu stoßen.
Jetzt zu Dir liebe Lilou,
stell Dir vor dein EFP tickt nur ein wenig genauso und Du auch. Dann steht Ihr Euch gegenseitig im Weg. Ihr zieht Euch an, weil Ihr Beide über eine ähnliche Power und Emotionalität verfügt, stößt Euch aber auch wieder ab, weil Ihr Beide sehr mißtrauisch und verletztlich seid.
Betrachte die Weigerung deines EFP als seinen persönlichen Selbstschutz vor seiner eigenen Verlustangst und seinem eigenen versteckten "ich bin nicht OK). Ein zutiefst unsicherer Mensch benötigt ganz viel Vertrauen und wird jegliche Handlung des Anderen auf den Prüfstein legen. Im Zweifelsfall nur um sich zu bestätigen "der Andere ist/kann auch nicht OK sein".
Du mußt Dich also ersteinmal selber akzeptieren um dem Anderen die Gewissheit zu geben.
Ich glaube übrigens an dein Bauchgefühl, dass da deulich mehr ist. Ihr Zieht Euch an und stößt Euch gleichzeitig in eurer Ängstlichkeit und Misstrauen ab.
Ich muß BG Recht geben, die wohl gedanklich schon Einiges weiter ist als wir (bzw. ich). Wenn Du deinem Bauchgefühl vertraust und deinem EFP das Gefühl gibst Er ist OK so wie Er ist und genauso liebst Du Ihn auch. Gleichzeitig bemühst Du Dich deutlich deine Gefühle zu formulieren aber dennoch tolerant genug bist zu akzeptieren, dass Er dafür Zeit braucht.....
glaube ich fest daran, dass es zwischen Euch noch etwas werden könnte.