Zitat von Sitamun:Genauso war es auch bei mir.
Darf ich fragen wie sich das bei dir dann aufgelöst hat? Wir sind momentan an dem Punkt bei dem sie sagt, dass ich ihr etwas Zeit geben soll wieder körperliche Nähe zuzulassen. An einem anderen Tag schiebt sie es auf ihre Libido und dass ihr da gerade nichts fehle und am Tag darauf kriege ich schon eine Vorwarnung für die Zukunft, dass sie wahrscheinlich noch weniger Lust und Energie haben wird, weil es in ihrem Sport in die heiße Phase nun geht und sie ihre Kraft dafür aufwendet.
Mir fällt das durchaus dann auf und sagt mir dass sie gar keine Lösung für dieses Problem hat und sich damit gar nicht zwingend auseinandersetzt für die Beziehung, weil sonst würden die Begründungen nicht stetig anders lauten.
Im Endeffekt ist es exakt so abgelaufen wie beschrieben. Bis zu dem Triggerpunkt war alles gut (wobei gut hier auch ein dehnbarer Begriff ist) und danach wurde es faktisch komplett abgestellt, es werden selbst Versuche über Text... mal hier eine kleine Fantasie zwischendurch um ggf. damit in den Abend zu gehen, knallhart abgeschmettert "über sowas will ich jetzt nicht nachdenken". Die Barriere scheint riesig zu sein.
Zum Thema Therapie sehe ich ehrlich gesagt etwas schwarz. Ich habe bei dem Gespräch nach der Beziehungspause, bei dem sie mir auch leicht die Tür für die Missbrauchsthematik geöffnet hat, versucht einen gemeinsamen Schritt einzuleiten. Das habe ich versucht in dem ich das Problem etwas verallgemeinert habe und auf beide Schultern verteilt habe, so von wegen wir bringen beide große Pakete mit und um mein Paket zu lösen müsste ich wohl auch in Therapie, würde es aber alleine nicht tun und ob sie mich dann nicht begleiten würde und wir versuchen beide an uns zu arbeiten damit das funktioniert. Da meinte sie, dass Therapie für sie erstmal nicht in Frage kommt.
Auch weiß ich aus vergangenen Gesprächen, als wir mal über ihr Mutter und den damaligen Aufenthalt in der Klinik gesprochen haben (wegen Magersucht), dass sie da nicht zwingend reflektiert ist und die Erfahrung da sehr negativ auf die behandelnden Ärzte spiegelt oder ihre Mutter die sie hat einweisen lassen, weil sie massivst überfordert war mit der Situation. Der Eindruck wird sie jetzt denke ich auch von einer Therapie abhalten.
Wie gesagt, ich bin damit genauso überfordert. Wahrscheinlich weiß ich was helfen würde, nämlich nun ein auf Langzeit angelegter bester Freund zu sein, was jedoch damit einhergeht ist, seine eigenen Bedürfnisse quasi auf Null zu stellen und sich ständig dem Gedanken auszusetzen, dass man ja eigentlich eine richtige Beziehung möchte und keine platonische Freundschaft, bei der man dann am Ende trotz allen Einbußen auch am nächsten Tag einfach ersetzt sein kann. Das Märchen man erarbeitet sich etwas und dies dient als Fundament für etwas wunderbares, das glaube ich aus meinen gemachten Erfahrungen so eben auch nicht mehr.