Ja, damit
Zitat von Pflichtfeld:
...... das sich die Sichtweise im "Alter" verändert. Andere Dinge wichtig geworden sind. Ich manche Dinge nicht mehr will und auf manche Dinge lege ich halt wert.
Es ist im normalen Leben auch nicht immer ganz so einfach die Leichtigkeit zu behalten. Ich bemühe mich schon sehr darum, aber leider macht das Leben halt das was es will.
kann ich dir schon zustimmen. Natürlich ändert sich die Sichtweise im Alter und man legt auf manche Dinge verfestigter mehr Wert.
Auch sich die Leichtigkeit zu erhalten mag nicht einfach sein, doch du schreibst es ja so schön "Das Leben macht, was es will."
Zitat von Pflichtfeld:Was meinst du den mit "an gewissen Kriterien festhalten"?
Um oben anzuknüpfen: Ich meine damit die Flexibilität. Bereits in jungen Jahren durfte man erfahren, dass jeder Mensch anders ist und bereits in jungen Jahren hat man gelernt, eine Symbiose einzugehen. Ist man in einer langjähren Partnerschaft, lernt man diesen einen Menschen besser bis gut kennen und geht auf seine Wünsche und Forderungen - zumindest ein bisschen - ein. Jeder, der ehrlich zu sich selber ist, muss zugeben, dass ihm das passiert ist bzw. vielleicht noch immer passiert.
Lernt man neue Menschen kennen, so steht man eigentlich wieder vor einer neuen Herausforderung. Beschäftigt man sich mit diesem Menschen näher, kann man erkennen, dass er vielleicht andere Dinge als wichtig erachtet, diese Dinge jedoch durchaus Berechtigung haben, als wichtig erachtet zu werden.
Damit meine ich: Ist man nicht selbst froh, wenn es jemanden gibt, der die Dinge des anderen Menschen ernst nimmt? Warum sollte es dann nicht umgekehrt so sein? Ist es denn so schwierig, auf andere Menschen zuzugehen, indem man diese seine Schwächen - sofern sie nicht wirklich unerträglich für einen sind - annimmt und sie als Teil dieses Menschen sieht.
Mit "an gewissen Kriterien festhalten" habe ich eigentlich nicht viel anderes gemeint.
Wenn man in einem Alter von 47 jemanden kennenlernt, so hat auch dieser Lebenserfahrung und wird sind diesem Menschen mit Sicherheit auch andere Dinge als mit 20 wichtiger geworden. Somit steht man doch eh schon gleich auf gleich ..... , oder?
Mit Leichtigkeit meine ich, dass man mit 47 durchaus beginnen kann, andere Wünsche in Betracht zu ziehen. Hat man mit Mitte 25 vielleicht einen Kinderwunsch verspürt, so verspürt man mit vielleicht mit Mitte / Ende 40 den Wunsch, seiner Reiselust nachzugehen.
Ist jemand ein selbstständiges Leben gewohnt, so wird er dies mit Sicherheit beibehalten wollen, sofern es ihm gefällt, und ist man eher die traute Zweisamkeit gewohnt, so wird man auch eher danach suchen.
Doch auch diesmal ganz ehrlich: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es entweder nur die einer oder entweder nur die andere Sorte von Menschen gibt. Menschen sind so vielfältig und von daher sehe ich durchaus eine berechtigte Chance, jemanden zu finden, der zu einem passt.
Viel mehr denke ich, dass eine Grundangst in einem steckt und einem die "hohe Zahl" abschreckt?!
Geht man allerdings eine Beziehung an, so wie man es mit 20 gemacht hat, wird es wahrscheinlich mit 40/50 nicht anders verlaufen .... entweder es passt oder es passt nicht.
Zu viele Ängste hindern am Kennenlernen und man bleibt alleine. Lässt man mal die Angst ein bisschen außen vor und lernt dann jemanden kennen, besteht zumindest die Hoffnung, dass man jemanden findet, der zu einem passt. Wenn nicht, ist es gleich wie mit Einbeziehen der Ängste, man ist und bleibt alleine und die Suche geht weiter.
Grundsätzlich glaube ich, wenn man offen für die Welt ist, trifft man auf faszinierende Charaktäre und von dem her gesehen ist es allemal Wert, mit dieser gewissen Leichtigkeit auf jemanden zuzugehen, immerhin weiß man nie, was das Leben einem so alles zu bieten hat.