Zitat von WhosThatGirl:@Ricky
Bei Deinen Ausführungen zum "Nein ist Nein"-Paragraphen musste ich mich ärgern, vor allem bei der Argumentation Deinerseits. Du wirst schon wissen, dass Antanzen und gängiges "Anbaggern" bei der Kontaktaufnahme zwischen den Geschlechtern nicht zur Anzeige geschweige denn zur Verurteilung führt.
Dieser Paragraph wurde eingeführt um wirklichen Opfern von s. Übergriffen die Möglichkeit zu geben, Unrecht sichtbar zu machen und sie vor Gericht zu stärken.
Ein nur sehr geringer Prozentteil der Frauen, welche s. Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung erlebt haben, machen Anzeige oder kommt üüberhaupt vor Gericht.
Und selbst wenn es vor Gericht kommt, werden die Opfer erneut zerlegt und zwar genau mit den Methoden, welche Du in Deinem Beitrag ansprichst. Die Frau wird der Lüge bezichtigt ihre Wahrnehmung in Frage gestellt. Ihre Anzeige ist dann eine Falschaussage, weil sie dem Mann schaden oder gesellschaftlich demontieren will.
Totaler Blödsinn ist das. Ein solcher Paragraph bewirkt gar nichts. Er schreckt auch Triebtäter (Kommt ja vom Wort "Trieb", den hat man nicht unter Kontrolle) nicht ab. Du ärgerst Dich über meine Ausführung dazu wie löchrig diese gesetzliche Ausführung ist, kommst dann aber mit denselben Klischees, die schon in den 90ern vorgeherrscht haben. Deine Aussage ist nämlich: "Sie hat eigentlich Recht, aber das böse Gesetz macht sie kaputt". Blödsinn ist das. Und es gibt absolut keine Beweise für eine derartige Behauptung. Es gibt aber sehr wohl Beweise dafür, dass eine Falschanzeige etc. zum gesellschaftlichen Abstieg der Männer führt, die führt von Promis (Kachelmann bis Türck) bis hin in zum einfachen Bürger.
Zitat:Sicher gibt es diese Falschaussage der Frauen. Sie bewegen sich aber in einem ganz anderen "Machtmissbrauchsbereich" und werden ebenso häufig aufgedeckt und bestraft.
Die wenigsten Frauen, welche sich eine Anzeige zumuten, sind Täterinnen.
Das behauptest Du, stimmt aber so einfach nicht.
Zitat:In Gerichtsprozessen um s. Missbrauch und Vergewaltigung bleibt die Tat im Urteil zumeist ungesühnt, denn es gilt der Leitsatz "im Zweifel für den Angeklagten".
Dies ist auch der Grund, warum so viele Frauen (in diesem Strafbereich) den Mund halten und mit der erlebten Gewalt oder Erniedrigung "allein" bleiben.
Blödsinn. Die geführten Falschanzeigen haben sich in den letzten deutlich erhöht. Das zu leugnen grenzt an Aberglaube, dazu muss man nur mal die ausgearbeiteten Dokumentationen von Klaus Püschel (Gerichtsmedizinisches Institut) oder sogar Britta Rabe, die Kriminaloberkommisarin ist, durchlesen. Witzigerweise geht Rabe (also die Frau) sogar weiter als Püschel, während er nämlich sagt es kam zu einem Anstieg von 27% an Falschanzeigen, wobei 40% nicht klar nachgewiesen werden können und 33% echt sind, meint sie, es seien 8 von 10 Fällen. Fakt ist einfach, dass wir uns durch seltendämliche Begriffe wie "Rape Culture" in einen vollkommen falschen Bereich gebracht haben. Wird "Vergewaltigung" gerufen, wird meist hinter vorgehaltener Hand sofort geglaubt, anstatt das man den vermeintlichen Täter erstmal als "unschuldig so lange bis" ansieht... und genau das passiert einfach nicht, weil auch hier die Emotionen über allem stehen. Und bei Deinem Post hier sehe ich das ehrlich gesagt auch.