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Mögliche Trennung nach 13 Jahren, 2 Kinder und Haus

T4U

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Zitat von Marie_83:
Wir haben ja vor Gott versprochen, "in guten wie in schlechten Zeiten!. Ihr könnt mich dumm nennen, ich habe an das alles wirklich geglaubt. Mein Herz ist gebrochen, ich bin so verletzt, meine Kinder leiden, meine Eltern, bald auch seine Eltern!

Ja der Spruch bis das der Tod uns...blablabla, reine Kirchenerfindung. Schau Dich um, in jedem Frisörbesuchzeitschriftenabo 0815 Hefft, steht, welcher Promi sich schon wieder trennt, manche sind schon bei der vierten Ehe.

Auch ich bin dem Spruch erlegen, ja auch ich litt wie ein Hund. Mein Sohn hatte Angst um mich. Nach ca, drei Monaten ging es langsam aufwärts. Und ich sag dir auch warum, mein Stolz meldete sich, wer ist er schon, mich so tief zu stürtzen.

Sieht man auf Generationen vor uns, blieben die länger zusammen - waren sie glücklicher? Viele Frauen, abhängig von den Männern, mussten bleiben, auch wegen der Kinder. Die wenigen, die sich trauten zu gehen, hatten jahrelang ein Stigma. Männer konnten immer und überall, egal ob frei oder verheiratet, wild auf Frauen hüpfen, Kinder zeugen und ihnen geschah nichts.
Frauen hingegen hatten stets einen schlechten Stand, dank Religionen, die auch von Männern so geschrieben wurden, wie es in deren Kleinhirn gemeißelt war.

Also ist dieser Satz, das denkbar schlechteste, um eine Ehe zu binden. Dafür wurde Söhne zu Herrschern erzogen, die überall ihren Herrscheranspruch aufzeigten, egal ob es um einen Kinderwagen oder eine Spülmaschine geht.

Von Anfang an müsste Frau sich da behaupten, selbst in der Honeymoon-Zeit ihm zeigen, so nicht - wer tut das? Niemand. Und danach, jedesmal wo sich dein Unmut regte, hättest du dich wehren müssen - hast du nicht, folglich "herrschte" er weiter.

Für ihn bricht die Welt aus den Fugen, ist er doch so erzogen, du emanzipierst dich, ihn entmannst du dabei.
Wo nun die Fehler sind, ist im Sinne von Vergangenem nicht mehr änderbar.

Du kannst nun deine Entschlusskraft und deine Stärke beweisen, für deine Kinder. ohne Fremdeinwirkung anderer, selbst derer, die es gut meinen. Kannst deinen Kindern beibringen, das sich Beziehungen ändern, Menschen sich trennen und das Leben danach nicht dunkelschwarz verzweifelnd sich darstellt, sondern hell und Licht und voller Hoffnung auf neue Erfahrungen.

Er will gehen, lass ihn ziehen, man kann Reisende nicht aufhalten. Er wird immer Vater bleiben, und er wird sich um sie kümmern, auf seine Art, nicht besser, nicht schlechter, so wie er es immer tat. Vereinbare mit ihm feste Tage, damit du zur Ruhe kommst, dich erdest und deinen Weg gehen kannst.

Zum Leiden keine Zeit hast, Ablenkung aktiv nimmst, Wohnung, Arbeit, Umzug welches Land, alles sollte durchdacht und in Angriff genommen werden. Ablenkung ist auch besser als Trübsal und weiteres Leiden, das dich bremst und einlullt.

Ob er ein Narzisst ist, oder nicht, was spielt das für eine Rolle - keine. Geh den Weg, den du gehen willst, Mit geradem Rücken und klaren Augen. Jede Entscheidung die du für Dich und die Kinder triffst, wird dich befreien und Dich stückchenweise von ihm entfernen, weil sein Lebenszweck stets ein anderer wahr.

Ob seine Eltern leiden, möglich, sollte dich aber nicht bremsen, du hast nur ein Leben, und es ist Zeit dies auch so anzunehmen. Du hast nicht unendlich Zeit, dir Sorgen anderer aufzuladen, nur um dort weiter zu bleiben, wo dir erzählt wird, was du alles nicht kannst.

Und so klein sind deine Kinder nicht mehr, das du, denen das nicht kindgerecht vermitteln kannst, das diese Form der Beziehung dir Unbehagen oder was auch immer bereitet.

03.01.2020 05:43 • x 1 #16


Marie_83


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Zitat von Löwin45:
Stopp das - sofort!
Du bist nicht dafür zuständig, sein Leben zu verschönern.
Wenn es momentan zum Streit kommt, liegt es doch nicht nur an dir.
Löse dich davon - UNBEDINGT!


Danke Löwin, ja, das hast du Recht. Ich glaube, er versteht noch nicht wieso wir uns eigentlich streiten... er versteht nicht, wieso ich so frustriert bin.
Tja, es schaut so aus, dass er für ein paar Wochen auszieht... Er sagt, er bleibt wenn ICH das so möchte..... ich weiß nicht so Recht. Soll ich ihn aufhalten? Soll ich ihn gehen lassen? ich habe Angst, wenn er wirklich geht und alles den Bach runter geht, dann schiebt er die Schuld auf mich, da ich einverstanden war. Es schient mir, als ob alles was ich mache, falsch ist. Ich kann mit ihm einfach nichts richtig machen.
Danke fürs lesen.
Ich fühle mich in ein schwarzes Loch, kurz vorm Verrücktwerden. Ist das alles normal?
In anderen Foren liest man, dass viele diesen Schmerz auch Jahre danach nicht überwunden haben... oder diese Wut und Hilflosigkeit.... ich habe Angst dass das mir passiert, vor allem dass ich diese Wut nie überwinde. Dass ich ihn für immer hasse.

03.01.2020 20:09 • #17


Marie_83


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Hallo Leute,
ich weiss dass ich nicht so fleissig mit dem Schreiben bin. Bei zwei kleinen Kindern und meiner jetzigen Verfassung habe ich kein Kopf für gar nichts.
Ich wollte nur ein Update geben: Mein Mann ist immer noch zu Hause, ich habe inzwischen eine Verhaltenstherapie angefangen. Da soll ich lernen, nicht so zu explodieren und meine Selbstwertgefühl zu verbessern.... Ich war erst gestern da, schauen wir mal ob mir das was bringt. Es ist so einfach zu sagen: kontrolliere deine Wut, geh raus, geh duschen, mach irgendwas anderes... aber wenn dieser Wut auf meinem Mann wieder kommt, sehe ich nur noch rot...

16.01.2020 10:27 • #18


Raupe1980


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Hi @Marie_83

darf ich fragen,warum du dich für die Therapie entschieden hast? (Bzw hast du oder er das entschieden?)

16.01.2020 12:36 • #19


T4U

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Zitat von Marie_83:
dann schiebt er die Schuld auf mich

Die Schuld hast du doch schon, oder? Du kannst es für dich verbessern, er für sich, danach hätte man zu Zweit verbessert - aber wenn nur einer nicht mitzieht, dann lebst du mit jemanden, der alles nutzt, aber nichts dazu tut. Macht das Sinn?

16.01.2020 12:39 • #20


Marie_83


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Zitat von Raupe1980:
arf ich fragen,warum du dich für die Therapie entschieden hast? (Bzw hast du oder er das entschieden?)

Ja klar,
ich habe es so entschieden. Die Therapeutin ist übrigens die dritte die ich aufsuche, ich hatte das Gefühl, die anderen halfen nicht viel. Reden bringt in meinem Fall nicht mehr weiter, ich habe die Geschichte so oft erzählt und analysiert. Ich glaube, eine Verhaltenstherapie kann mir helfen, wieder mutig zu sein, mein Selbstwertgefühl wieder zu finden, die in den letzten Monaten total verloren gegangen ist... Stell dir vor, ER betrügt mich und ich muss ihn anflehen, aus Angst, alleine da zustehen. Nein, ich erkenne mich nicht. Sogar meine Mama sagt mir, "wo ist die mutige Frau die du warst? Du hattest vor wenig Angst!". Ehe Therapie haben wir auch versucht, leider die Therapeutin war (in meinen Augen) nicht gut, oder ich habe sie so empfunden. Sie hat kein Klartext geredet, zu keiner von uns, hat Sachen nur so durch die Blume gesagt. Mein Mann hat ihre Hinweise nie gehört/verstanden. Z.B. sagte sie "könnte es sein, dass eure Machtgefüge sehr schief ist, Herr Soundso?" Aber mein Mann verstand so kleine Hinweise gar nicht. Er hat immer weiter gemacht wie vor der Therapie...... Bis heute versteht er nicht, wieso ich so frustriert bin. Zum Beispiel, neulich kommt er mit einem Bild für das Kinderzimmer daher, das ich so gar nicht mag. Sonst ist das Haus tapeziert mit seinen Bildern, er hat alle ausgewählt. Aber dieses eine Bild, mag ich so gar nicht. Er kommt daher und stellt das Bild im Kinderzimmer, so demonstrativ, als ob er mir sagen würde : "Schau mal, wer hier das Sagen hat!". Er weiss ganz genau dass ich große Probleme damit habe, dass ER das Haus einrichtet. Und jetzt das noch.

Zitat von T4U:
Du kannst es für dich verbessern, er für sich, danach hätte man zu Zweit verbessert - aber wenn nur einer nicht mitzieht, dann lebst du mit jemanden, der alles nutzt, aber nichts dazu tut. Macht das Sinn?

Ja, genau. das habe ich erkannt. Ich fange bei mir selber an. Schauen wir mal, ob er mitzieht.

Sorry die ganze Jammerei, ich kann mich nicht mehr reden hören.

16.01.2020 12:54 • x 1 #21


T4U

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Zitat von Marie_83:
die ganze Jammerei, ich kann mich nicht mehr reden hören

Du jammerst doch nicht. Irgendwo will man sich austauschen, wenn einer schon der Lebensabschnittpartner nicht zuhört

16.01.2020 12:55 • x 1 #22


MissLilly

MissLilly


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Der beste Therapeut bei dem du dich in deinem Verhalten selbst "therapieren" kannst ist DEIN MANN!
Das bedeutet, dass dich ab sofort nicht mehr beleidigt und still vor dich hinwütend zurück ziehst (passiv aggressiv) sondern KONSEQUENT handelst. Wenn dein Mann also der Meinung ist ein Bild von dem er weiss, dass es dir nicht gefällt demonstrativ aufhängen zu müssen, dann lächelst du kurz, gehst zur Wand und hängst es ganz DEMONSTRATIV ebenso kurzer Hand wieder ab. Und wenn er sich dann beschwert, erklärst du ihm, dass er vorher Gelegenheit gehabt hätte, dir zu erklären warum ihm das Bild so wichtig ist und es im beiderseitigen Verständnis ( z.B ein Kompromiss) hätte besprechen können.
Taktische, manipulative Menschen wie deinen Mann, muss man mit ihren eigenen Waffen schlagen, denn hinter der "Macher" Fassade deines Mannes steckt im Grunde ein sehr unsicherer Mensch, der eben durch Perfektionismus und Kontrolle versucht allem voran SICH SELBST gegenüber Sicherheit zu schaffen. Es fällt ihm einfach schwer sich auf andere zu verlassen!
Ebenso solltest du verfahren, wenn er das nächste Mal wieder mit dem Thema "Auszug" kommt. Stehe dann am besten locker im Türrahmen und erinnere ihn daran, dass er ein erwachsener Mensch ist, der selbst entscheiden kann ob ER ausziehen möchte oder nicht und er bitte nicht die Verantwortung für seine ganz persönlichen Gefühle von DIR abhängig machen soll.

16.01.2020 13:16 • x 1 #23


T4U

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Zitat von MissLilly:
Taktische, manipulative Menschen wie deinen Mann, muss man mit ihren eigenen Waffen schlagen

Das kann ein gefährlicher Rat sein

16.01.2020 13:19 • x 2 #24


SimplyRed

SimplyRed


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Zitat von T4U:
Das kann ein gefährlicher Rat sein


Wie ist denn die Wahrnehmung des Mannes zu all dem? Oder ist alles, was er dazu sagt, pauschal gemein und gelogen?

16.01.2020 13:23 • x 1 #25


MissLilly

MissLilly


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Zitat von T4U:
Das kann ein gefährlicher Rat sein


natürlich kann es das sein, aber es ist

a.) die einzige Möglichkeit zu sehen wo man beim Partner tatsächlich steht

und bittet

b.) der TE die Möglichkeit wieder zu sich selbst zu finden, in dem sie die Erfahrung machen kann, dass sie unabhänig von ihrem Mann existieren KANN.
Ihrem Mann muss klar werden dass sie das zwar KANN, aber nicht eben nicht ohne ihn will und das wiederum wird den Effekt haben, dass er im besten Fall genau die Sicherheit erlangt, die er sich wünscht...

16.01.2020 13:30 • #26


T4U

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Zitat von MissLilly:
Ihrem Mann muss klar werden dass sie das zwar KANN

müssen - muss keiner, es kann ihm klar werden oder auch nicht. Und beide können für sich existieren, sind ja keine siamesischen Zwillinge

Aber ich verstehe, worauf du abzielst

16.01.2020 13:32 • x 1 #27


MissLilly

MissLilly


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Zitat von T4U:
müssen - muss keiner, es kann ihm klar werden oder auch nicht. Und beide können für sich existieren, sind ja keine siamesischen Zwillinge


Natürlichen "müssen" sie das nicht, sondern in erster Linie unabhängig voneinander WOLLEN. Das Wollen allein reicht aber nicht, aus, um eine Situation maßgeblich zu verändern....

aber ich verstehe natürlich auch was du meinst:-)

16.01.2020 13:37 • #28


unbel Leberwurs.


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Zitat von Marie_83:
Die Therapeutin ist übrigens die dritte die ich aufsuche, ich hatte das Gefühl, die anderen halfen nicht viel.


Die Therapie kann ja auch nicht fruchten, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.

Ist wie wennste zum Arzt gehst, weil Dir Dein Schienbein wehtut und er eine Salbe draufschmiert.
Aber solange Dein Mann Dir immer wieder vors Schienbein tritt, wird es Dir auch immer wieder wehtun.

16.01.2020 13:40 • x 1 #29


Marie_83


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Hallo Leute,
entschuldigt, dass ich so wenig schreibe... mit zwei Kindern habe ich wenig freie Zeit.
Meine Therapeutin hat mir die Hausaufgabe gegeben, meine Gedanken aufzuschreiben, damit ich es mein Noch Ehemann nicht an den Kopf werfe... Ich habe schon lange Briefe an Gott geschrieben, trotzdem fühle ich mich nicht besser. Es sind inzwischen 6 Monate seit seiner Affäre vergangen, und ich fühle mich genauso wie am ersten Tag. Meine Kinder habe ich gerade vor dem Fernseher geparkt, also habe ich zusätzlich noch schreckliche Schuldgefühle deswegen....
Ich bin verzeweifelt, ich denke die ganze Zeit nach, ob ich endgültig mein Mann verlassen soll. Ich bin sauer und wütend, nicht so sehr wegen der Affäre, sondern wegen sein Verhalten. Er macht so, als ob nix wäre, oder noch schlimmer, er ist mir ggü sehr gleichgültig geworden. Mich zu fragen, wie es mir geht? Fehlanzeige. Mich aufzusuchen, wenn ich mich stundenlang im Keller verkrieche? Fehlanzeige. Nette Worte, Anerkennung? Fehlanzeige. Nichts. Ich kann nicht mehr. Ich habe Angst, wenn ich diesen Schritt gehe, dass ich es kurz danach bitter bereue, und ich nur noch seine gute Seiten sehe. Dass ich ihn so vermisse, dass ich ihn anflehe, zurückzukommen. Angst vor einer Scheidung. Angst vor dem Alltag mit zwei Kindern. Angst, einfach nur Angst. Ich wünschte mir so sehr, dass er mich umarmt, und sagt, dass schaffen wir schon. Wir liebten uns ja so sehr. Dass er mir irgendwie ein Zeichen gibt, dass er mich noch liebt. Leider sehe ich das immer weniger. Er ist genervt, ich verstehe ihn auch, aber irgendwie erwarte ich, dass er auch mal über sein Schatten springt, und einen Schritt nach vorne macht. Stattdessen bin ich hier am Tun und Machen. Ich versuche seine Affäre zu vergessen und zu verzeihen, ich gehe zur Therapie, um mein Selbstwertgefühl wieder zu stärken, um meine Emotionen zu kontrollieren. Ich bin hier den ganzen Tag mit den Kindern, nur am Nachdenken. Seit Montag ist mein Grosser krank und den ganzen Tag zu Hause. Mit zwei gelangweilten Kindern. Wisst ihr, wie anstrengend das ist? Der Tag kommt mir so elendig lang vor. Und mein Mann geht mit Freunden aus, die treffen sich z.B. um 19 Uhr, und er kommt um 2 Uhr morgens wieder nach Hause. ich sagte ihn, ohne Streit, er soll bitte eine SMS schreiben, wenn er weisst, dass sie weiterziehen und er spät nach Hause kommt. Sogar das ist ihm zu viel. Er schreibt mir keine SMS, kein Anruf, gar nichts. Eigentlich weiss ich, was zu tun ist. Aber ich habe nur noch Angst, und ich bin gelähmt, meine Kinder tun mir so Leid.
Gibt es hier Alleinerziehende Mamis, die den Alltag mit Kindern gut schaffen? oder ist es so anstrengend, wie ich es mir vorstelle?
Es tut mir Leid, ich muss weg, die Kinder schreien schon, Paw Patrol ist zu Ende!

Danke an alle fürs Lesen...

24.01.2020 14:32 • #30




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