Hallo Dracarys,
danke für deine ehrliche Antwort, auch wenn es weh tut.
Zitat von Dracarys:Ich gehe deshalb davon aus, dass Du genau das so haben wolltest, sonst heiratet man ja nicht und gründet eine Familie. Jedenfalls nicht so einen Mann.
Nein, garantiert wollte ich das nicht. Wieso wandere ich aus mit 19, kriege ich mein Leben auf die Reihe, reise Allene und mit Freunden, führe ein selbstbestimmtes Leben, um dann mich so unterdrücken zu lassen? ich weiss nicht, was für Mechanismen da arbeiten, oder welche Wunden ich aus der Kindheit habe, allerdings BEWUSST habe ich so was nie gewollt. Ich muss aber auch sagen, dass ich dachte, in der Liebe versucht man auch, den anderen eine Freude zu machen, z.B. in dem man macht, was der Andere will. Und dann macht man eben, was man selber will. Dies hat bei uns nie funktioniert. Ein Geben und ein Nehmen. So stellte ich mir Liebe vor.
Gestern hat ER mich zu einem Gespräch gebeten, was ich schon mal als positives Zeichen sehe. Aber das Gespräch lief alles andere als schön. Es drehte sich fast alles um seine Feststellung, dass wir sehr unterschiedlich sind (!). Er ist der Meinung, dass ist die Wurzel unsere Probleme. Ich dachte, ich gehe aus dem Gespräch mit einem klaren Kopf, das Gegenteil ist der Fall. Ich dachte mir, er kommt mit neuen Ideen, wie wir jetzt weiter vorgehen, zumindest die nächsten zwei Wochen. Nichts, einfach nur "wir sind zu unterschiedlich". Er sagte auch, er wird nie der Mann sein, den ich mir wünsche (?!)....... er sagte auch, dass damals, wo wir geheiratet haben, hat meine Mama die Hochzeit großenteils organisiert (wir haben im Ausland geheiratet, deswegen konnten wir hier recht wenig machen, meine Mama hat viel Erfahrung mir Organisieren von Hochzeiten, wir haben ihr das zugetraut), er meinte, wenn wir das selber organisiert hätten, hätten wir wahrscheinlich gar nicht mehr geheiratet, vor lauter Streit... Ich war baff und total enttäuscht, ich habe 100% überzeugt diesen Mann geheiratet, nie hatte ich Zweifel, und jetzt höre ich zum ersten Mal, dass er eine andere Meinung war.... Dann musste ich etwas weinen, und dann sagte er, das überfordert ihn auch.... ich sagte, er muss mir doch zumindest meine Menschlichkeit lassen, er kann mich nicht betrügen und erwarten, dass ihn eine Party schmeissen.... er kann nicht erwarten, dass bei unsere Situation mir keine Tränen kommen.
Ausserdem ist mir klar geworden, dass er immer noch nicht weisst, wie dominant er ist. Seit Jahren, und auch in der Ehetherapie habe ich versucht, ihn das beizubringen. Sogar die Ehetherapeutin hat gesagt, unsere Machtgefüge ist sehr schief. Es ist klar, dass ich so extrem frustriert bin. Nein, er sieht das alles anderes.
Ausserdem musste ich die Geschichte