Hallo Udi74,
deinen letzten Post kann ich so unterschreiben.
Zitat:Nach etlichen Gesprächen .... wurde mir deutlich gemacht, dass ich wenigstens in der Form mit Schuld am Ende der Ehe hatte, dass ich zu sehr auf sie einging, war wohl irgendwann auch nur noch zu nett und zu lieb und machte mich damit irgendwo auch unattraktiv. Zumindest für meine Exfrau. Was soll´s, ist passiert und vorbei.
Auch ich habe fast 1:1 eine ähnliche Geschichte hinter mir und wurde auch dadurch unattraktiv, dass ich mich zu stark eingebracht habe. Das ist natürlich ein schleichender Prozeß über mehrere Jahre. Natürlich ist weder Mann noch Frau alleine Schuld, aber ein Stück weit hat auch das von der modernen Gesellschaft propagierte Rollenbild hier mit einen entscheidenden Einfluß.
Erschwerend (als Erkenntnis im Nachhinein) kam bei mir noch hinzu, dass ich im gleichen Maße wie ich mein Engagement und Invest als Mann, Vater und im Haushalt gesteigert hatte, ich sie gleichzeitig in den letzten jahren auch noch ermuntert und unterstützt hatte, Ihre Identität als Frau abseits von der Mutterolle wieder zu gewinnen. Ich hatte sie ermutigt zu arbeiten, habe ihr den Rücken für Hobbies und Freizeitgestaltung ohne mich freigehalten und sie ermutigt sich auch wieder weiblicher zu kleiden und Ihre Attraktivität auf das andere Geschlecht betont und sie dafür gelobt.
Durch dieses zu Viel an Entgegenkommen und Invest in Alltags, Partnerschaft und Kindeserziehung entstand im Laufe der Zeit ein Ungleichgewicht, dass ich mit einem noch mehr an Unterwürfigkeit auszugleichen versucht hatte.
Das war dann wohl der Kardinalfehler schlechthin. Ab diesem Zeitpunkt muss ich wohl bei Ihr dann komplett meinen Stand und meine Würde verloren haben.
Und sie ging dann, wohl aufgrund von gesprächen mit Ihren vertrauten/freundinnen erst mal 5 Wochen auf Distanz.
als ich sie dannwirklich stellte und ansprach, dann gleich:
ich liebe dich nicht mehr und ich will nicht mehr mit dir zusammen sein. Hart, aber ehrlich. ich rechne ihr das hoch an. Andere besch.n da schon länger vorher, bevor sie den Ar. in der hose haben, reinen tisch zu machen.
Die Trennung denke ich habe ich jetzt erst mal überwunden, denke 80% liegen hinter mir.
Ich habe für mich jetzt auch erst mal die Konsequenzen aus der Situation gezogen:
- Mein Ding machen
- Mein neues Selbst entdecken und festigen, d.h. eine Abkehr vom gesellschaftlich proppagierten Rollenbild, ein Stückweit zuM BAd Boy werden(wobei ich nie ein richtiger bad boy sein werde, aber ein stück weit Ar. zu sein, kann man trotzdem lernen)
- in Frauendingen weiterhin wählerisch sein, dabei aber
- Mitnehmen was geht
- Egoistisch sein
- erst mal nichts festes mehr
- unter umständen auch mehrere Geschichten nebeneinander laufen lassen
- wenn sich doch mal was Lohnenswertes ergibt auf keinen Fall mehr zusammen ziehen: Unbedingt getrennte Wohnungen