Zitat von The_Who:Ich habe für mich jetzt auch erst mal die Konsequenzen aus der Situation gezogen: - Mein Ding machen- Mein neues Selbst entdecken und festigen, d.h. eine Abkehr vom gesellschaftlich proppagierten Rollenbild, ein Stückweit zuM BAd Boy werden(wobei ich nie ein richtiger bad boy sein werde, aber ein stück weit Ar... zu sein, kann man trotzdem lernen)- in Frauendingen weiterhin wählerisch sein, dabei aber- Mitnehmen was geht- Egoistisch sein- erst mal nichts festes mehr- unter umständen auch mehrere Geschichten nebeneinander laufen lassen- wenn sich doch mal was Lohnenswertes ergibt auf keinen Fall mehr zusammen ziehen: Unbedingt getrennte Wohnungen
@ The _Who:
Lieber The Who, ich denke, diese Sichtweisen sind ebenfalls ein wenig extrem und werden Dich vermutlich auch nicht glücklicher machen als zuvor, weil wenn Du z.B. bei Frauen alles mitnimmst, was geht oder mehrere Geschichten gleichzeitig laufen hast, dieses Deinen Wert mindert. Hat auch weniger dann mit Machismo zu tun, dann ist man auch eher ein AL. Sorry, nichts gegen Dich.
Ich möchte nochmal betonen, dass ich durchaus bereit bin, lieb, nett, häuslich etc. in einer Beziehung zu sein, keine Frage. Es ist ein Teil meiner Selbst. Aber es wird nicht mehr dahin gehen, dass ich mich selbst aufgebe. Sein komplettes Leben umzustellen vermag ich mir diesbezüglich auch nicht vorzustellen bzw. bin ich auch nicht bereit zu. Ich werde gewisse Nuancen anpassen und mich entsprechend anders orientieren und verhalten, mehr für mich und meine Bedürfnisse einstehen. Aber ein Macho oder AL werde ich deshalb auch nicht.
@ vorbei: Ich stimme mit Dir überein, ein AL bleibt zumeist ein AL. Aber mit Beuteschema hat das m.E. wenig bis gar nichts zu tun, denn es werden ja zumeist Männer Opfer dieser Entwicklungen, wie ich sie beschrieb. Das habe ich aber vor über 15 Jahren, als ich meine Exfrau einst kennenlernte, weder erahnen noch absehen können. Der "Abschuss" kam ja auch erst nach über 12 Jahren Ehe zu einem Zeitpunkt, als sowohl ich als auch mein gesamtes privates und berufliches Umfeld damit nicht mal ansatzweise gerechnet hat. Insofern muss ich Dir dahingehend widersprechen, dass es am Beuteschema liegt. Oder, wie sollte denn dann die Frau beschaffen sein, die einen zu netten und zu lieben häuslichen Mann nicht irgendwann abschießt? Das kannst weder Du, noch sonst ein Mensch vorhersagen. Wenn es passiert, passiert es. Fraglich wäre eher, was ist die Intention meiner Partnerin gewesen, als sie mit mir zusammen kam? War es Liebe oder schon für sie in der Planung, dass ich irgendwann ausgetauscht werden würde von ihr? Ihren Next kannte sie ja damals überhaupt nicht, den lernte sie ca. ein 1/2 Jahr vor der Trennung erst kennen.........
Im Grunde kann es jeden von uns treffen, zumeist passiert es eher Männern, dass sie verlassen werden, weil sie der Partnerin unattraktiv erscheinen, wenn sie "zu lieb, nett und häuslich" sind. Aber echte Machos oder ALs wollen die Damen dann angeblich auch nicht, wechseln aber häufig dann doch zu einem. Und wie ist das dann zu erklären? Einzelfälle? Frau hat Hirn im Ar.. oder ist selbst ein AL? Wird ja sicherlich von den betreffenden Damen, die mal so gehandelt haben, auch nicht gesehen. Oft kommt als Grund für den Weggang, dass keine Liebe mehr da wäre oder der männliche Partner unse.y geworden ist, weil er eben nicht mehr so männlich war/ist. Daran scheiden sich die Geister und die Männer müssen wieder umdenken. Tun sie das, sind sie AL. Tun sie es nicht, sind sie Softies. Also die goldene Mitte finden, ja. Ist aber oft leider nicht so einfach, zumal sich ja auch Frauen an einen bestimmten Lebenswandel des Mannes/Partners gewöhnen. Wenn der jetzt "umzwitschen" sollte, ist er plötzlich nicht mehr der Mann, den sie einst kennenlernte und die Gefahr des Beziehungsaus ist dann ebenfalls gegeben.
Ergo: Von Anfang klar Position als Mann beziehen, seine Wünsche und Anforderungen definieren, schauen, wo man Zugeständnisse gegenüber der Partnerin machen kann und dann klappt es (vielleicht). Und wenn es da schon kriselt, gleich besser die Reißleine ziehen. Nur - wo ist da Entwicklungspotential für eine Beziehung? Also unterm Strich ein Thema mit sehr vielen Variablen, Möglichkeiten und Ausgängen.
